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"Zweifel an der Mobilität der Zukunft kann ich absolut nicht verstehen"

| Autor: Thomas Kuther

Morgen werden wir autonom, vernetzt und elektrisch fahren, da bin ich ganz sicher! Und wenn Skeptiker mangelnde Reichweite bei Elektroautos sowie die unzulängliche IT-Sicherheit bei der Car2X-Vernetzung beklagen und autonomes Fahren wegen der unlängst von autonom fahrenden Autos verursachten Unfälle ablehnen, kann ich das absolut nicht nachvollziehen.

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Thomas Kuther, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Ob autonomes Fahren, Car2X-Vernetzung oder Elektromobilität – alles dazu finden Sie unter www.next-mobility.news.“
Thomas Kuther, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Ob autonomes Fahren, Car2X-Vernetzung oder Elektromobilität – alles dazu finden Sie unter www.next-mobility.news.“
(Bild: ELEKTRONIKPRAXIS)

So hat die Elektromobilität in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht, und ich bin überzeugt, dass E-Fahrzeuge in Sachen Reichweite und Leistung bald mit Benzin- und Dieselfahrzeugen mithalten werden. Und sicher, bei der Vernetzung sind höchste Sicherheitsstandards gefragt, die sich aber durchaus implementieren lassen. Was das autonome Fahren anbelangt: Es genügt nicht, Fahrzeuge wie bei Tesla einfach per Software autonom zu machen, und Fahrfehler von Menschen sind das Unfallrisiko Nummer 1.

Übrigens waren deutsche Entwickler Tesla & Co. um 30 Jahre voraus, wie der Informatik-Fachmann Professor Jürgen Schmidhuber jüngst in einem Vortrag betonte: Es werde viel zu wenig beachtet, dass „mehr als die Hälfte aller Patente rund um die für das autonome Fahren notwendige Technik“ in Deutschland lägen. Als Pionier des autonomen Fahrens gilt Ernst Dickmanns, zwischen 1975 und 2001 Professor an der Universität der Bundeswehr München. Bereits Anfang der achtziger Jahre rüstete sein Team einen Kleintransporter mit Kameras und anderen Sensoren aus. Höhepunkte erreichte er 1994 und 1995, als seine autonomen Mercedes-S-Klasse-Fahrzeuge internationale Vorführungen absolvierten.

Dass deutsche Autobauer auch heute das autonome Fahren vorantreiben, zeigt der Campus für autonomes Fahren, den BMW kürzlich bei München eröffnet hat. Dort arbeiten Experten von BMW, Intel und anderen Unternehmen an einer gemeinsamen Plattform für vernetzt und autonom fahrende Autos. 40 Testautos sind bereits im Einsatz, auch in der Innenstadt von München.

Begleiten Sie uns auf dem Weg in die Mobilität von morgen – auf unserer Website www.next-mobility.news berichten wir schon heute über das, was uns morgen bewegen wird.

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