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ZF gründet Technologiezentrum für KI und Cybersecurity

| Autor / Redakteur: Günter Weigel / Benjamin Kirchbeck

Autonome Fahrzeuge sieht ZF zuerst im Bereich der Nutzfahrzeuge und sogenannter People Moover im Einsatz.
Autonome Fahrzeuge sieht ZF zuerst im Bereich der Nutzfahrzeuge und sogenannter People Moover im Einsatz. (Bild: ZF)

Wenn die Aufgaben wachsen, ist es sinnvoll, sich Hilfe zu suchen und gemeinsam zu agieren. So handhabt es jedenfalls ZF bei den Themen Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit.

Um die steigenden Anforderungen in den Bereichen Autonomes Fahren und Vernetzung besser zu bewältigen, hat ZF in Saarbrücken ein Technologiezentrum für Künstliche Intelligenz (KI) und Cybersicherheit gegründet. Der Zulieferer arbeitet dabei mit dem deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DKFI) und dem Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit (CISPA) zusammen. KI ist ein wesentlicher Bestandteil der Steuerung künftiger autonomer Fahrzeuge. Die lernenden Computer adaptieren immer neue Situationen in ihr Aktions- und Reaktionsportfolio, die sie selbst erfahren haben. Ohne Künstliche Intelligenz sind autonome Fahrzeuge des vierten und fünften Levels nicht umsetzbar.

Bei der Entwicklung von selbstfahrenden Wagen steht die Autoindustrie nicht nur im Wettbewerb untereinander, sondern auch mit großen Tec-Firmen wie Apple, Google oder Baidu aus China, die ihrerseits an Roboterautos arbeiten. Im Vergleich mit den Internetunternehmen ist die Zahl von Software-Entwicklern in der Automobilindustrie relativ klein. Durch die Zusammenarbeit mit DFKI und CISPA will ZF nun den Größenvorteil der Tec-Konzerne durch Vernetzung der Forschung ausgleichen.

Eröffnung des „ZF AI & Cybersecurity Center“ in Saarbrücken (im Bild von links): Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Backes (Gründungsdirektor CISPA) , Tobias Hans (Ministerpräsident des Saarlandes), Wolf-Henning Scheider (Vorsitzender des Vorstands, ZF Friedrichshafen AG), Prof. Dr. Jana Koehler (Vorsitzende der Geschäftsführung DFKI) und Prof. Dr. Wolfgang Wahlster (ehem. Direktor und CEO des DFKI).
Eröffnung des „ZF AI & Cybersecurity Center“ in Saarbrücken (im Bild von links): Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Backes (Gründungsdirektor CISPA) , Tobias Hans (Ministerpräsident des Saarlandes), Wolf-Henning Scheider (Vorsitzender des Vorstands, ZF Friedrichshafen AG), Prof. Dr. Jana Koehler (Vorsitzende der Geschäftsführung DFKI) und Prof. Dr. Wolfgang Wahlster (ehem. Direktor und CEO des DFKI). (Bild: ZF)

Die DFKI gilt in Deutschland als führend im Bereich der Entwicklung Künstlicher Intelligenz, gleiches gilt für CISPA in der Cybersecurity. Das neue ZF AI & Cybersecurity Center soll die KI-Aktivitäten des Unternehmens weltweit koordinieren und die „konzernweiten Kompetenzen in diesen wichtigen digitalen Schlüsseltechnologien auf ein neues Level heben“ erklärte ZF-Chef Wolf-Henning Scheider anlässlich der Eröffnung. Außerdem arbeitet der Zulieferer im Bereich der KI-Forschung mit NVIDIA, Microsoft und Mobileye zusammen.

ZF hatte zuletzt auf der CES ein skalierbares System für die Sensorik und KI von Fahrzeugen vorgestellt, das den Einsatz sowohl in Kleinwagen wie auch in größeren Fahrzeugen möglich macht. Ganz autonome Fahrzeuge sieht ZF allerdings zuerst im Bereich der Nutzfahrzeuge und sogenannter People Moover im Einsatz.

Beim autonomen Fahren gewinnt die Cybersicherheit weiter an Bedeutung. Die Kommunikationswege innerhalb und außerhalb der Fahrzeuge und nicht zuletzt die Daten der Nutzer müssten vor möglichen Angriffen geschützt sein, um „das Vertrauen der Bevölkerung in diese Technologien zu gewinnen“ so CISPA-Direktor Michael Backes in Saarbrücken.

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