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Wie Sie sich im Bus und Flugzeug per Licht vernetzen können

| Redakteur: Hendrik Härter

Jeder Reisende im Bus soll künftig per infrarotem Licht Daten sicher austauschen können und individuell am Platz Belüftung und Beleuchtung einstellen können.

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Im Rahmen eines Projekts können Passagiere nicht nur ihre Geräte per Infrarot-Licht vernetzen, sondern auch Beleuchtung und Belüftung individuell am Platz einstellen.
Im Rahmen eines Projekts können Passagiere nicht nur ihre Geräte per Infrarot-Licht vernetzen, sondern auch Beleuchtung und Belüftung individuell am Platz einstellen.
(Bild: Signify)

Daten lassen sich per Licht mit bis zu 30 MByte übertragen. Bereits von zwei Jahren hatte Signify (ehemals Philips Lighting) eine Büroleuchte präsentiert, die nicht nur zur Beleuchtung dient, sondern mit der sich gleichzeitig per LiFi große Datenmengen übertragen lassen. Signify will jetzt im Rahmen eines Projekts die Datenübertragung per Licht in Busse bringen.

Diese sogenannten Trulifi-Systeme modulieren Lichtwellen derart, dass sich mit ihnen Daten übertragen lassen. In dem Projekt sollen die Passagiere nicht nur mit dem Internet verbunden werden, sondern es ist außerdem angedacht, beispielsweise die Belüftung oder die Beleuchtung an ihren jeweiligen Sitzplatz individuell anzupassen.

Smarte Geräte per Licht vernetzt

Dazu arbeiten die Entwickler von Signify mit Ellamp Spa zusammen, einem italienischen Designer und Hersteller von Innenraumsystemen und -komponenten für den öffentlichen und privaten Straßen- und Schienenverkehr. Das Pilotprojekt mit Ellamp wird untersuchen, ob sich die Verkabelung von Steuerungs- und Mediensystemen vereinfachen lässt, indem die einzelnen Media-Player über LiFi verbunden werden. Sobald Telekommunikationsanbieter in der Lage sein werden, in sich bewegenden Fahrzeugen eine Breitbandversorgung bereitzustellen, können Passagiere auch ihre eigenen Geräte über Trulifi mit dem Internet verbinden.

Verbunden via Infrarot-Licht

Die Trulifi-Systeme arbeiten deshalb stabil, weil das Signal von den Bewegungen des Busses nicht beeinträchtigt wird. Die LiFi-Technik nutzt eine Verbindung per Sichtlinie, sodass die Passagiere ihr eigenes, sicheres LiFi-Netzwerk nutzen können, anstatt Funkwellen mit anderen Reisenden teilen zu müssen. Da Infrarot-Licht verwendet wird, funktioniert das System bei allen Lichtverhältnissen.

Darüber hinaus will Ellamp die Trulifi-Infrastruktur nutzen, um den Passagieren sowohl die Kontrolle der Belüftungs- und Beleuchtungseinstellungen für ihren Sitzplatz als auch die Möglichkeit zum Bestellen von Bordverpflegung zu geben – alles über einen einzelnen Bildschirm direkt vor ihnen.

LiFi im Flugzeug

Selbst in Flugzeugen wird Trulifi eingesetzt, um die Media-Player in den Kopfstützen mit den bordeigenen Kommunikationssystemen zu verbinden. Dadurch wird den Passagieren eine stabile und schnelle drahtlose Verbindung bereitgestellt, die weder die empfindlichen Instrumente beeinträchtigt noch von den Bewegungen des Flugzeugs beeinflusst wird. Außerdem benötigt diese drahtlose Technik weniger Verkabelung und wird in Verbindung mit einer Infrastruktur-Aufrüstung auf leichte Faserlösungen das Gewicht und den Treibstoffverbrauch eines Flugzeugs reduzieren.

Detailansicht: Die Trulifi-Systeme arbeiten deshalb stabil, weil das Signal von den Bewegungen des Busses nicht beeinträchtigt wird.
Detailansicht: Die Trulifi-Systeme arbeiten deshalb stabil, weil das Signal von den Bewegungen des Busses nicht beeinträchtigt wird.
(Bild: Signify)

Zukünftig werden Passagiere zudem die Möglichkeit haben, ihre privaten Geräte mit den Onboard-Medien und dem Internet zu verbinden.

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