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Die Starterbatterie Wie Sie Probleme mit dem störanfälligsten Teil im Auto erkennen und vermeiden

| Autor/ Redakteur: Isidor Buchmann * / Thomas Kuther

Nach wie vor sind die meisten Autobatterien Blei-Säure-Akkus – die heute aber deutlich mehr leisten müssen. Deshalb ist es wichtig, immer den „Gesundheitszustand“ seiner Starterbatterie zu kennen.

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Problemfall Starterbatterie: Laut ADAC ist eine entladene oder defekte Batterie die Ursache jeder dritten Panne
Problemfall Starterbatterie: Laut ADAC ist eine entladene oder defekte Batterie die Ursache jeder dritten Panne
(Bild: ADAC)

Kein anderes Fahrzeugteil ist so störanfällig wie die Starterbatterie. Laut ADAC haben sich die Probleme mit der Batterie zwischen 1996 und 2010 vervierfacht. Wie Europas größter Automobil-Club in der deutschen „Motorwelt“ vom Mai 2013 berichtet, gehört eine entladene oder defekte Batterie zu den Ursachen jeder dritten Panne! Zudem stellte der Automobilclub fest, dass nur wenige Starterbatterien das Durchschnittsalter von fünf Jahren erreichen – und dies trifft alle Autos.

Die Statistik wurde abgeleitet aus den mehr als vier Millionen Pannen, zu denen der ADAC gewöhnlich in einem Jahr gerufen wird. Die Studie umfasst nur neuere Autos; serviceanfällige Fahrzeuge von mehr als sechs Jahren wurden ausgeschlossen.

Batterieprobleme treten nicht nur in Deutschland auf

Die Batterieprobleme sind allerdings nicht auf Deutschland beschränkt. Auch in Japan sagt man, dass Batteriepannen der größte Einzelgrund für Beschwerden von Besitzern neuer Autos sind. Niedrige Ladung führt zu Sulfatierung und Säureschichtung ist eine häufige Ausfall-Ursache. Besonders deutlich wird dies in überfüllten japanischen Städten, in denen Autofahrer nur durchschnittlich 13 km pro Tag fahren. Nordamerika kann von diesen Batterieproblemen wegen Langstreckenfahrten teilweise ausgeschlossen werden.

Rätselhafte Ausfälle von Starterbatterien

Die Batteriehersteller erforschen die hohe Ausfallrate und die Ergebnisse sind rätselhaft. Ein führender deutscher Batteriehersteller hat 400 Starterbatterien geprüft, die im Rahmen der Garantie zurückgegeben worden waren und hat festgestellt, dass 200 davon keine Fehler aufwiesen. Ein weiterer Batteriehersteller enthüllte, dass echte Werksfehler bei den Garantieretouren nur in etwa 5 … 7% vorlagen. Irgendetwas stimmt hier nicht.

Moderne Autos stellen die Batterie vor hohe Herausforderungen

Als Cadillac 1912 die Starterbatterie einführte, war war sie vor allem für den Start, die Beleuchtung und die Zündung zuständig. Heute unterstützt die Batterie neben Komfort-Funktionen wie Heizen und Kühlen auch Lenken und Bremsen. Schon das einfache Öffnen der Fahrertür verursacht einen Stromfluss von 20 A – ganz zu schweigen von den elektrischen Seitentüren und den Heckklappen. Auch die Start-/Stopp-Funktion ist eine neue Anforderung, die die Blei-Säure-Batterie an ihre Grenzen bringt. All dies führt zu Kapazitätsverlust und vorzeitigem Ausfall.

Auch Lithium-Ionen-Akkus sind nicht zuverlässiger

Inzwischen werden Lithium-Ionen-Starterbatterien angeboten. Ihre geringe Größe und das kleine Gewicht sind bemerkenswert. Auf die Frage, ob diese Batterien störungsfrei seien, antwortete ein deutscher Sportwagenhersteller jedoch, dass die Lithium-Ionen-Starterbatterie trotz ihres hohen Preises nicht ohne Schwierigkeiten sei. Ihre Lebensdauer ist ähnlich der einer Blei-Säure-Batterie.

Welche Kapazität hat eine Starterbatterie wirklich?

Der wichtigste Indikator für den Zustand einer Batterie ist ihre Kapazität. Gemessen in Ah (Ampere-Stunden) oder RC (Reservekapazität in Minuten bei einer Entladung von 25 A) spiegelt die Kapazität wieder, wie viel Energie eine Batterie aufnehmen kann. Der CCA (Kaltstartstrom) ist verantwortlich für die Leistungsbereitstellung und bezieht sich auf den Innenwiderstand der Batterie.

Bildergalerie

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Bild 1 zeigt den CCA als geöffneten Wasserhahn und die Kapazität als Flüssigkeit in einem Behälter. Das störende Gestein demonstriert den irreversiblen Kapazitätsverlust.

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