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War for Talents verschärft sich

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Digitale Talente übernehmen häufiger Führung

Digitals – das sind Young Professionals mit besonders ausgeprägtem digitalen Know-how, unabhängig von ihrer fachlichen Ausbildung – sind in Unternehmen häufiger mit Projekt-, Personal- oder Budgetverantwortung betraut als ihre Kollegen, die nicht im gleichen Maße über digitale Kompetenzen verfügen. „Digitals sind mit ihrer offenen und strategischen Denkweise für Führungspositionen wie geschaffen“, erklärt Holger Koch die Entwicklung.

„Sie streben bereits im Studium nach Führungsaufgaben. Dieser Ehrgeiz und ihr Know-how werden belohnt.“ Allerdings stellen Digitals andere Anforderungen an Arbeitgeber als ihre Kollegen. Sie fordern mehr Innovation und Eigenverantwortung, flexibleres und ortsungebundenes Arbeiten mit agilen Methoden und mehr Gehalt. Ihre Führungs- und Digitalkompetenzen machen sie besonders begehrt. Drei Viertel aller Digitals haben im vergangenen Jahr mindestens einen Job angeboten bekommen.

Am besten gerüstet für die digitale Transformation sind aktuell die Branchen Telekommunikation und IT sowie Medien und Werbung. Zwei Drittel der Young Professionals dort zählen zu den Digitals. Den geringsten Anteil an digitalen Talenten unter den Mitarbeitern haben die Branchen Konsumgüter, Versorgung und Umwelt sowie die Automobilindustrie. Insgesamt sind 43 Prozent der Young Professionals Digitals.

Weitere Ergebnisse der Studie

  • 79 Prozent der Young Professionals sind bei der Jobsuche auf eine oder mehrere konkrete Branchen festgelegt. Die attraktivste Branche ist die Automobilindustrie, am unattraktivsten sind Medien und Werbung.
  • Young Professionals mit akademischer Ausbildung erhalten im Schnitt ein Gehalt von 60.300 Euro brutto pro Jahr. Die höchsten Gehälter zahlt die Automobilindustrie. Die niedrigsten Gehälter bekommen Mitarbeiter im Öffentlichen Sektor.
  • Frauen erhalten 17 Prozent weniger Gehalt als Männer. Die höchste Gender Pay Gap gibt es im Handel, die geringste im Öffentlichen Sektor.
  • Young Professionals arbeiten im Schnitt 44 Stunden pro Woche. Die fleißigsten Mitarbeiter gibt es in der Consulting-Branche. Die wenigsten Arbeitsstunden leisten Mitarbeiter der Branche Versorgung und Umwelt.
  • 34 Prozent der Young Professionals sind sehr zufrieden mit ihrem aktuellen Arbeitgeber. Die zufriedensten Mitarbeiter hat die Automobilindustrie. Am schlechtesten schneidet der Handel ab.
  • 17 Prozent der Young Professionals sind aktiv auf der Suche nach einem neuen Job. Die wechselwilligsten Young Professionals arbeiten im Öffentlichen Sektor, die treuesten in der Branche Elektrotechnik und Elektronik.
  • 68 Prozent der Young Professionals haben in den vergangenen zwölf Monaten mindestens ein Jobangebot erhalten. Die begehrtesten Mitarbeiter arbeiten in der Consulting-Branche. Am seltensten werden Mitarbeiter im Öffentlichen Sektor mit einem Jobangebot angesprochen.
  • Die Arbeitgeber mit dem höchsten Brain-Drain-Risiko kommen aus Medien und Werbung. Das Risiko, Mitarbeiter zu verlieren, liegt 43 Prozent über dem Durchschnitt. Am geringsten ist das Brain-Drain-Risiko in der Branche Elektrotechnik und Elektronik.
  • Die Marketing-Kampagnen der Arbeitgeber, mit denen sie um neue Mitarbeiter werben, erreichen 27 Prozent der Young Professionals. Am auffälligsten sind die Kampagnen der Consulting-Branche, am unauffälligsten die Kampagnen der Konsumgüterindustrie.

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