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VW: 34 Mrd. Euro für E-Mobilität und autonomes Fahren

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Mehr als 34 Mrd. Euro will der VW-Konzern bis 2022 in die Entwicklung von Elektromobilität, das autonome Fahren, neue Mobilitätsdienste sowie in die Digitalisierung investieren. Zudem wird das Produktionswerk in Zwickau zum reinen E-Mobilitäts-Werk umfunktioniert.

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„Die gesamte Autoindustrie steht in den nächsten Jahren vor einem grundlegenden Wandel, der große Chancen bietet, aber auch riesige Anstrengungen von uns fordert", sagte Konzernchef Müller
„Die gesamte Autoindustrie steht in den nächsten Jahren vor einem grundlegenden Wandel, der große Chancen bietet, aber auch riesige Anstrengungen von uns fordert", sagte Konzernchef Müller
(Bild: VW )

„Mit der nun verabschiedeten Planungsrunde schaffen wir die Voraussetzungen, Volkswagen bis zum Jahr 2025 zur weltweiten Nummer Eins in der Elektromobilität zu machen", sagte der VW-Vorstandsvorsitzende Matthias Müller im Anschluss an die turnusgemäße Aufsichtsratssitzung.

„Das Auto wird gerade neu erfunden. Wir investieren gezielt und aus eigener Kraft die dafür nötigen Mittel in die Digitalisierung, ins Autonome Fahren, in die Elektromobilität, in neue Mobilitätsdienste. Wir tun das aber, ohne die aktuellen Technologien und Fahrzeugprojekte zu vernachlässigen. Denn damit verdienen wir auf absehbare Zeit unser Geld. Ich bin überzeugt: Diesen Spagat kann und wird der Volkswagen Konzern mit seinen Marken und seinem Synergiepotenzial meistern – wie kein anderes Unternehmen unserer Industrie."

Für die anstehenden Herausforderungen hat VW im Zuge der Planungsrunde auch seine Werkbelegung optimiert. Der Standort Zwickau wird für den Start der ersten europäischen Serienproduktion von Elektrofahrzeugen auf der MEB-Plattform zum reinen E-Mobilitäts-Werk umgestaltet. Damit erfolgt eine wichtige Weichenstellung für die Elektrifizierung und Hybridisierung des Produktportfolios im Konzern, weitere Standortentscheidungen dazu werden bei den einzelnen Marken mit der weiteren Umsetzung der „Roadmap E" getroffen.

„Die gesamte Autoindustrie steht in den nächsten Jahren vor einem grundlegenden Wandel, der große Chancen bietet, aber auch riesige Anstrengungen von uns fordert", sagte Konzernchef Müller weiter. „Wir haben einen überzeugenden Plan. Wir sind finanziell robust aufgestellt. Wir haben die Erfahrung und das Talent. Und wo uns noch Kompetenzen fehlen, da bauen wir diese gezielt auf und verstärken uns. Mit der beschlossenen Planungsrunde sind die Leitplanken gesetzt. Jetzt gilt es: Tempo machen und am gemeinsamen Erfolg arbeiten."

Wachstumsimpulse erwartet der VW-Konzern in den kommenden Jahren vor allem aus Brasilien, China, Russland und Nordamerika. Auf der anderen Seite stellen die anspruchsvollen weltweiten CO2-Ziele alle Autohersteller vor große Herausforderungen, begründete Finanzvorstand Witter die strategische Ausrichtung des Konzerns.

„Darum müssen wir die Transformation zu einer Produktion von mehr elektrisch betriebenen Fahrzeugen - kombiniert mit Digitalisierung, Konnektivität und neuen Mobilitätsangeboten – mit hoher Effizienz vollziehen." Nicht in der Planungsrunde enthalten sind die Investitionen der Joint-Venture-Gesellschaften in China. Diese Gemeinschaftsunternehmen finanzieren die Investitionen in die chinesischen Werke und Produkte aus eigenen Mitteln.

VW hatte Anfang September mit seiner „Roadmap E" eine Elektrifizierungsoffensive angekündigt: Danach soll 2025 etwa jedes vierte neue Fahrzeug des Konzerns rein batterieelektrisch angetrieben werden. Je nach Marktentwicklung könnten dies bis zu drei Millionen E-Autos jährlich sein. Bis 2030 will das Unternehmen sein gesamtes Modellportfolio elektrifizieren, dann wird es dementsprechend von jedem der rund 300 Konzernmodelle mindestens eine E-Variante geben.

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