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Vernetzter Container geht auf große Weltreise

| Redakteur: Hendrik Härter

Ausgestattet mit Sensoren und Solarmodulen geht Container 42 von Rotterdam auf eine zweijährige Weltreise. Dort sammelt der Container ganz unterschiedliche Sensordaten und legt den Grundstein für künftigen autonomen Schiffsverkehr.

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Container 42 sammelt auf seiner zweijährigen Reise viele Daten und steht als Symbol für die Transformation einer ganzen Branche.
Container 42 sammelt auf seiner zweijährigen Reise viele Daten und steht als Symbol für die Transformation einer ganzen Branche.
(Bild: Hafen Rotterdam)

Ein Container geht auf Reisen: Auf den ersten Blick scheint das keine Meldung Wert zu sein. Doch dieser Container ist etwas Besonderes. Sein Name: Container 42. Er geht für zwei Jahre auf Weltreise und soll Daten sammeln. Start ist der Hafen von Rotteram. Dazu ist Container 42 mit Sensoren und Kommunikationstechnik ausgestattet, um während der Reise Vibrationen, Gefälle, Position, Schall, Luftverschmutzung, Feuchtigkeit und Temperatur zu messen. Doch damit nicht genug. Außerdem ist Container 42 mit Solarmodulen versehen, um zu ermitteln, wie viel Energie ein Container auf einem Containerschiff, Zug oder Lkw auf der Reise erzeugen kann.

Der vernetzte Container steht stellvertretend für den digitalen Wandel von Hafen und Logistik und somit ist Container 42 ein Symbol für die Transformation einer ganzen Branche. Mit dem Projekt wollen die Verantwortlichen die Frage beantworten, welchen Einflüssen eine Containerladung auf der Seereise und beim Transport über Land ausgesetzt ist. Alle Einflüsse zeichnet der Sensor-Container während seiner Reise auf.

Einblick in Transport und Logistik

Mit den gesammelten Daten versprechen sich die Projektverantwortlichen einen Einblick zu bekommen, mit welchen Herausforderungen Transport und Logistik in Zukunft konfrontiert sein wird. Zudem soll aus den Daten ein sogenannter Digitaler Zwilling des Hafens entstehen, einer digitalen Darstellung des tatsächlichen, physischen Hafens. Die Basis dafür ist die heutige Internet-of-Things- (IoT)-Plattform des Hafenbetriebs Rotterdam. Über diese Cloud-Plattform sammelt und verarbeitet der Hafenbetrieb Daten von Sensoren auf dem Hafengelände. Sie erfassen Echtzeitdaten unter anderen über die Infrastruktur, Wasser und Luft.

Container 42 legt damit den Grundstein für autonomen Schiffsverkehr. Dabei spielt auch die Standardisierung eine wichtige Rolle. Mit globalen und offenen Standards können bei jedem Glied der Logistik-Kette Daten in Echtzeit abgegriffen werden. Container 42 ist eine Plattform, auf der der Hafenbetrieb Rotterdam, IBM, Cisco, Esri, Axians, Intel, HyET Solar, Van Donge & de Roo, Awake.ai, Betta Batteries, Simwave, Advanced Mobility Services, Kalmar und Shipping Technology intensiv zusammenarbeiten.

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