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Uber: Auf der Suche nach der Profitabilität

| Autor/ Redakteur: Alyssa Altman / Benjamin Kirchbeck

Uber hat seine neuesten Geschäftszahlen veröffentlicht. Im vierten Quartal konnte der Umsatz auf 4,07 Milliarden US-Dollar (+37%) gesteigert werden. Mit einen Verlust von knapp 1,1 Milliarden Dollar bleibt der Fahrdienstvermittler aber weiter im roten Bereich. Eine Einordnung.

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Bisher ist es Uber nicht gelungen, den Weg hin zur Profitibilität einzuschlagen.
Bisher ist es Uber nicht gelungen, den Weg hin zur Profitibilität einzuschlagen.
(Bild: Clipdealer)

Im Bereich Elektromobilität hat Uber nach wie vor Nachholbedarf. Bei einem großen Teil der Uber-Fahrzeuge handelt es um das Modell Prius und andere Hybridfahrzeuge. Das Ridesharing-Unternehmen muss jedoch massive Veränderungen vornehmen, um die CO2-Bilanz seiner 3,9 Millionen Fahrer weltweit zu reduzieren.

Echte Nachhaltigkeitsinitiativen könnten Uber einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten wie Lyft und Newcomern wie Gett, Juno und Curb verschaffen. Ubers jüngste Partnerschaft mit Nissan in Großbritannien zeigt, dass man sich in Richtung Elektromobilität bewegt. Das Unternehmen bestellte kürzlich 2.000 Nissan Leaf für den Einsatz in London und will nach eigenen Angaben seinen Dienst in der britischen Hauptstadt bis 2025 nur noch mit Elektroautos betreiben.

Diese Initiative sollte Vorbild für weitere EV-Kooperationen weltweit sein. Angesichts der Q4-Quartalsergebnisse und der anhaltenden Skepsis der Investoren, erscheinen Ubers aktuelle Initiativen vielversprechend. So trennte man sich kürzlich von verlustreichen Geschäftsfeldern durch den Verkauf von Uber Eats India an den lokalen Mitbewerber Zomato. Außerdem wurde die Übernahme des Konkurrenten Careem im Mittleren Osten abgeschlossen.

Die Maßnahmen geben Hoffnung, sie sind aber kein Garant dafür, das es dem Ridesharing-Giganten gelingt, einen Ausweg aus dem finanziellen Grab zu finden, das man sich geschaufelt hat. Ubers strategische Entscheidungen haben schon lange das Problem, dass sie kurzfristig ausgerichtet sind. Man hatte zu früh versucht, in neue Business-, Produkt- und Service-Bereiche zu expandieren, ohne eine robuste Organisationsstruktur aufgebaut zu haben, die für den künftigen Erfolg notwendig gewesen wäre.

Es scheint, dass Uber nun die schwerwiegenden Folgen seiner Handlungen erkannt hat. Da es dem Unternehmen jedoch nicht gelingt, profitabel zu sein, bleibt abzuwarten, ob man die richtigen Schlüsse gezogen hat.

* Alyssa Altman ist Senior Vice President und Industry Lead Transportation & Mobility für Nordamerika bei Publicis Sapient

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