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Software steuert Lichtmodul für Scheinwerfer

| Redakteur: Hendrik Härter

Künftig soll ein LED-Lichtmodul für Scheinwerfer bis zu zwölf regionale Scheinwerfer-Varianten ersetzen. Möglich wird das über eine ausgeklügelte Software, die das Lichtmodul anpasst.

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Mithilfe von Software ist es möglich, das baugleiche Lichtmodul SSL 100 anzusteuern und somit bis zu zwölf unterschiedliche Scheinwerfervarianten zu ersetzen.
Mithilfe von Software ist es möglich, das baugleiche Lichtmodul SSL 100 anzusteuern und somit bis zu zwölf unterschiedliche Scheinwerfervarianten zu ersetzen.
(Bild: Hella)

Scheinwerfer haben die Aufgabe, die Fahrbahn auszuleuchten und somit für Sicherheit sowohl für den Fahrer als auch aller am Straßenverkehr beteiligten Personen zu sorgen. Doch Licht ist nicht gleich Licht: Wie Scheinwerfer die Fahrbahn ausleuchten dürfen, ist regional sehr unterschiedlich geregelt. So darf beispielsweise das Abblendlicht eines Fahrzeugs in den USA beide Fahrspuren weiter in die Ferne ausleuchten, während der Fokus in der Europäischen Union stärker auf der Ausleuchtung der eigenen Fahrspur und der Minimierung der Blendung für andere Verkehrsteilnehmer liegt.

Um die jeweils vorgegebene Lichtverteilung sicherzustellen, sind für Fahrzeugscheinwerfer somit je nach Einsatzgebiet unterschiedliche optische Systeme zu entwickeln und zu fertigen. Unter Berücksichtigung von Rechts- und Linksverkehr können für ein weltweites Fahrzeugmodell somit bis zu zwölf technisch unterschiedliche Typen von Scheinwerfern erforderlich sein.

Licht wird per Software angepasst

Die komplizierte Vielfalt an unterschiedlichen Varianten will Hella mit dem Welt-Scheinwerfer abschaffen. Dieser soll im Sommer 2020 für einen global aufgestellten Premiumhersteller auf den Markt bringt. So wird das Licht in diesem Fall über ein baugleiches Lichtmodul SSL 100 ausschließlich softwaregesteuert angepasst. Die digitale Steuerung kann jedes Pixel einzeln aktivieren und die gesamte Lichtverteilung den jeweiligen regionalen Bestimmungen entsprechend abbilden. So leuchtet der baugleiche Scheinwerfer beispielsweise einen Verkehrskreisel im Rechts- oder Linksverkehr jeweils optimal aus und verhindert, dass der Gegenverkehr geblendet wird.

Was LED-Scheinwerfer bereits heute leisten, zeigen die verschiedenen Projekte von Hella. Dabei reicht die Bandbreite von einem LED-Scheinwerfer mit 100 Pixeln bis zur hochaufgelösten SSL|HD-Technik mit über zehntausenden Pixeln. „Mit unseren Scheinwerfermodulen haben wir eine technische Basis, um sämtliche Lichtfunktionen durch Software zu realisieren und sie regionalen Erfordernissen flexibel anzupassen. Dazu zählen auch Zusatzfunktionen wie das blendfreie Fernlicht oder projizierte Orientierungslinien auf der Fahrbahn“, sagt Dr. Michael Kleinkes, verantwortlich für die globale Lichttechnik-Entwicklung bei Hella. „Dadurch können wir zum einen unseren Entwicklungsprozess weiter beschleunigen, zum anderen die erforderlichen Aufwände für Entwicklung, Produktion und Logistik regionaler Scheinwerfer-Varianten reduzieren.“

Die Serienfertigung des Scheinwerfers will Hella Mitte des Jahres im mexikanischen Werk in Irapuato und Ende des Jahres im chinesischen Werk in Jiaxing aufnehmen.

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