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”Snowtonomous” – Autonomes Fahren im Schnee

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Ein heftiger Wintereinbruch an der Costa del Sol, eine Kältewelle in den USA, sogar in der Sahara fiel im Januar Schnee. Die letzten Tage haben eindeutig bewiesen, dass widrige Witterungsbedingungen keineswegs nur im hohen Norden auftreten. In Lappland forschen Experten nun daran, wie autonomer Verkehr unter winterlichen Bedingungen funktioniert.

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Testfahrten unter schwierigen Wetterbedingungen sind in Finnland bereits auf der Bundesstraße 21 möglich. Dort bietet Aurora allen interessierten Unternehmen und Organisationen eine offene und vielseitige Testumgebung für die Entwicklung intelligenter Verkehrssysteme.
Testfahrten unter schwierigen Wetterbedingungen sind in Finnland bereits auf der Bundesstraße 21 möglich. Dort bietet Aurora allen interessierten Unternehmen und Organisationen eine offene und vielseitige Testumgebung für die Entwicklung intelligenter Verkehrssysteme.
(Bild: Gemeinfrei / CC0 )

Finnland verfügt über ein breites Expertennetzwerk und viel Know-how, wenn es um automatisierten Verkehr unter schwierigen Wetterbedingungen geht. Jetzt trifft sich dort zum ersten Mal auch ein internationales Fachpublikum, um das Thema ”#snowtonomous” zu diskutieren und sich darüber auszutauschen, wie hochautomatisierter Straßen- und Schiffsverkehr bei jedem Wetter realisiert werden kann.

Der Aurora Summit 2018, der von der finnischen Verkehrsbehörde organisiert wird, beschäftigt sich insbesondere mit der Rolle der Infrastruktur bei der Entwicklung von intelligenten Verkehrssystemen. ”Die Verantwortlichen für die Verkehrsinfrastruktur und die Entwickler neuer Technologien müssen gleichermaßen in die Entwicklungsarbeit involviert sein. Die zentrale Rolle der Infrastruktur wird leicht vergessen. Unser Job ist es, sicherzustellen, dass die Entwicklung nicht durch die Infrastruktur verlangsamt wird”, sagt Reija Viinanen, Direktor des Aurora-Netzwerks, einem Zusammenschluss internationaler Unternehmen und Organisationen, die bei der Entwicklung intelligenter Verkehrs- und Straßeninstandhaltungslösungen kooperieren.

Ortungssysteme, Kundenbedürfnisse und praktische Tests

Wie findet ein automatisiertes Fahrzeug selbständig seine Route durch Schnee und Eis? Wie kann die Gesetzgebung zu mehr Sicherheit beim automatisierten Fahren beitragen? Wie schafft man mehr Vertrauen auf Seiten der Autofahrer in die Automatisierung? Welche Anforderungen müssen die Straßen erfüllen? Beim Aurora Summit 2018 diskutieren Experten der Automobilindustrie und von Behörden aus mehr als 20 Ländern die Auswirkungen unterschiedlicher Wetterbedingungen auf den hochautomatisierten Straßen- und Schiffsverkehr.

Im Fokus der Diskussion stehen Ortungssysteme sowie die Entwicklung von Technologien und Betriebsumgebungen, die die Entwicklung und den Test intelligenter Verkehrssysteme ermöglichen. Zudem diskutieren Experten der Straßenverkehrsämter aus ganz Europa in einem separaten Seminar die Auswirkungen intelligenter Verkehrssysteme auf das Straßennetz und seine Instandhaltung.

Finnisches Know-how ist weltweit gefragt

Testfahrten unter schwierigen Wetterbedingungen sind in Finnland bereits auf der Bundesstraße 21 möglich. Dort bietet Aurora allen interessierten Unternehmen und Organisationen eine offene und vielseitige Testumgebung für die Entwicklung intelligenter Verkehrssysteme. In Muonio befindet sich eine 10 km lange Straße, die mit der entsprechenden Infrastruktur ausgestattet ist, um die Forschung und Entwicklung intelligenter Verkehrssysteme zu unterstützen.

Der Aurora Summit 2018 schafft außerdem Gelegenheit, automatisierte Fahrzeuge aus Finnland von VTT und Sensible4 kennenzulernen und die Performance dieser Autos unter arktischen Bedingungen zu testen. Die Ausstellung zur Veranstaltung zeigt zudem verschiedene intelligente Asset-Management-Lösungen sowie Lösungen für die Übertragung von sicherheitsrelevanten Informationen an die Fahrzeuge

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