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SmartKai: LiDAR-basierte „Einparkhilfe“ an der Hafeninfrastruktur

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Ein neu entwickeltes Assistenzsystem soll Schäden an Schiffen und Hafenanlagen vermeiden. Die Sensortechnik wird dabei direkt an der Hafeninfrastruktur installiert.

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Insbesondere unter herausfordernden Bedingungen muss der Sensor verlässliche Daten in das Gesamtsystem liefern (Symbolbild).
Insbesondere unter herausfordernden Bedingungen muss der Sensor verlässliche Daten in das Gesamtsystem liefern (Symbolbild).
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Äußere Einflüsse behindern ein Schiff oftmals bei einem reibungslosen und schadenfreien Manöver. Gründe hierfür sind neben rasch wechselnden Wetterbedingungen und starken Strömungen, schmale oder beschränkt einsehbare Hafen- und Schleuseneinfahrten. Dazu kommen enge Zeitfenster aufgrund des wachsenden Verkehrsaufkommens.

Reedereien und Hafenbetreiber müssen sich nicht selten mit Sachschäden und Nutzungsausfall befassen. Mit Smart Kai entsteht – basierend auf mehreren Lasersensoren – nun ein Hafenassistenzsystem. Es unterstützt sowohl den Schiffsführer als auch den Lotsen mit einem exakten Lagebild des Schiffes im Hafen beim Anlegen.Die digitale Sensortechnik wird hierfür an der Hafeninfrastruktur montiert. Neben der reduzierten Unfallhäufigkeit, können somit künftig auch auftretende Schadensfälle nachvollzogen und deren Ursachen entgegengewirkt werden.

Der LiDAR-Sensor wird von der Sick AG mit angepasster Lichtwellenlänge und neuem Systemdesign ausgestattet. Die entsprechenden Komponenten werden dann zu Testzwecken von NPorts innerhalb der Häfen in Wilhelmshaven und Cuxhaven installiert. Hierbei werden Orte mit erhöhtem Unfallrisiko, wie Hafenbecken, Schleuse und Kaianlage, ausgewählt. Die Humatects GmbH untersucht, gestaltet und entwickelt ein User Interface, um die Belastung der Beteiligten gering zu halten. Den Lotsen werden adaptive Informationen zur Verfügung gestellt, um eine sichere Navigation des Schiffes zu ermöglichen. Der Forschungs- und Entwicklungsbereich „Verkehr“ des Oldenburger Informatikinstituts OFFIS führt die örtlich verteilten Sensoren zusammen und gewährleistet die Überprüfung und Beurteilung des Systems mittel seiner Technologieentwicklungsplattform eMIR (eMaritime Integrated Reference Platform).

Die Laufzeit von SmartKai beträgt drei Jahre und wird voraussichtlich bis November 2022 abgeschlossen sein. Das Projektvolumen beläuft sich auf rund 2,4 Mio. Euro, von denen knapp drei Viertel vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) stammen.

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