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Smarte Kommandozentrale: Mit HMI Autofahren neu erleben

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Touchscreens, Schrifterkennung und Gestensteuerung verdrängen die früher üblichen Tasten und Regler im Auto – zu Lasten der Sicherheit, denn die Bedienung lenkt ab. Auf der CES 2018 wird eine smarte Cockpit-Technik präsentiert, damit der Blick dort bleibt, wo er hingehört – auf der Straße.

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Digitale Anzeigen und Sprachassistenten revolutionieren das Autofahren.
Digitale Anzeigen und Sprachassistenten revolutionieren das Autofahren.
(Bild: Bosch)

Per Gestensteuerung die Lautstärke regeln, im Touchdisplay das nächste Ziel im Navigationssystem eingeben und die Telefonnummer des Geschäftspartners wird per Schriftzeichenerkennung auf einem Touchpad eingeben. Was sich nach einem Komfortgewinn anhört, geht oftmals zu Lasten der Verkehrssicherheit. Denn das Bedienen von Navigation, Bordmenü und Radio lenkt ab.

Bosch zeigt auf der CES 2018 in Las Vegas smarte Cockpit-Technik, mit der sich Autofahrer aufs Fahren konzentrieren können. „Wir räumen im Cockpit auf. Je komplexer die Technik in modernen Fahrzeugen, umso einfacher und intuitiver muss die Bedienung sein“, sagt Dr. Steffen Berns, Vorsitzender des Bereichsvorstands von Bosch Car Multimedia. Künstliche Intelligenz hilft dabei, das Human-Machine-Interface (HMI) zur mitdenkenden Kommandozentrale zu machen.

„Erste Funktionen mit Künstlicher Intelligenz geben dem HMI wertvolle Informationen über Fahrer, Fahrzeug und Umwelt. Anzeigen und Bedienung werden damit auf jede Fahrsituation abgestimmt“, so Berns. Ein Wissen, das Bosch auch für die Entwicklung des automatisierten Fahrens nutzt. Zentraler Baustein ist auch hier ein HMI, mit dem Menschen und Fahrzeuge optimal zusammenspielen.

Künstliche Intelligenz hilft dabei, das Human-Machine-Interface (HMI) zur mitdenkenden Kommandozentrale zu machen. „Erste Funktionen mit Künstlicher Intelligenz geben dem HMI wertvolle Informationen über Fahrer, Fahrzeug und Umwelt. Anzeigen und Bedienung werden damit auf jede Fahrsituation abgestimmt“, so Berns. Ein Wissen, das Bosch auch für die Entwicklung des automatisierten Fahrens nutzt. Zentraler Baustein ist auch hier ein HMI, mit dem Menschen und Fahrzeuge optimal zusammenspielen.

Das HMI bedienen, ohne abgelenkt zu werden

Laut Allianz Zentrum für Technik bedienen 63 Prozent der Autofahrer in Deutschland das Navi während der Fahrt, 61 Prozent suchen einen anderen Radiosender und 43 Prozent klicken sich im Bordcomputer durch komplizierte Menüs. Diese Ablenkung ist eine der häufigsten Unfallursachen. „Wir machen das HMI zum zuverlässigen Begleiter in jeder Situation“, sagt Berns. Zentraler Baustein des HMI ist ein neuer Sprachassistent, der auf natürliche Sprache reagiert und selbst Dialekte versteht.

Dank Natural Language Understanding (NLU) führt der Fahrer mit Assistentin Casey ein Gespräch wie mit dem Beifahrer. Eine weitere Stärke von Casey ist es Mitzudenken. Mithilfe Künstlicher Intelligenz lernt sie, wohin die Fahrt an unterschiedlichen Tageszeiten geht; verlangt der Fahrer nach dem Radio, weiß sie, dass er morgens Nachrichten und abends Musik hören will.

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