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Region Karlsruhe entwickelt vernetztes Mobilitätskonzept

| Redakteur: Hendrik Härter

Vom öffentlichen Nahverkehr bis zum Carsharing und Leihräder: Im Projekt RegioMOVE sollen alle Mobilitätsangebote systemübergreifend und vernetzt gebündelt werden.
Vom öffentlichen Nahverkehr bis zum Carsharing und Leihräder: Im Projekt RegioMOVE sollen alle Mobilitätsangebote systemübergreifend und vernetzt gebündelt werden. (Bild: KVV/ Peter Hennrich)

Damit in Ballungszentren der Verkehr nicht zum erliegen kommt, arbeitet das KIT mit Partnern an einem systemübergreifenden und vernetzten Angebot für individuelle Mobilitätsbedürfnisse.

Bus und Bahn oder Carsharing und Leihfahrräder: Damit individuelle Mobilitätsbedürfnisse erfüllt werden können, gibt es heute viele Möglichkeiten – auch ohne eigenen PKW. Es wird angestrebt mehrere Mobilitätsanbieter auf einer gemeinsamen Plattform zusammenzuführen und so den gestiegenen Kundenbedürfnissen Rechnung zu tragen.

In der Region Karlsruhe sollen die Mobilitätsangebote zu einem systemübergreifenden, vernetzten sowie umwelt- und anwendungsfreundlichen Angebot zusammenfließen. Dazu wurde das Projekt RegioMOVE entwickelt. Neben der IT-Infrastruktur für ein schlaues Informations-, Buchungs und Bezahlsystem sowie für geeignete Kundenschnittstellen sollen im Zuge des Projektes vor allem sogenannte Ports entstehen – intermodale Verknüpfungspunkte, wo an neuen und bereits bestehenden Haltestellen oder Knotenpunkten Mobilitätsangebote und Informationen bereitstehen, um unterschiedliche Verkehrsmittel zu verknüpfen.

Ausführliche Bedarfs- und Nutzungsanalyse

Mit einer detaillierten Bedarfs- und Nutzungsanalyse entwickelt das KIT aus Karlsruhe dazu die Planungsgrundlagen. Die Analyse basiert auf dem „mikroskopischen agentenbasierten Verkehrsnachfragemodell“ (mobiTopp) des KIT. Bei einer solchen Multi-Agenten-Simulation repräsentieren Agenten im Computer jeden Einwohner in der Region mit seinen spezifischen Eigenschaften und Rahmenbedingungen – im Falle des Großraums Karlsruhe werden rund eine Million Menschen so abgebildet. Grundlage hierfür sind unter anderem die Ergebnisse von Verkehrsbefragungen und Strukturdaten.

Der Agent bestimmt mit Hilfe eines „Aktivitäten-Programms“ seine Reiseziele und entscheidet sich für bestimmte Wege und Verkehrsmittel. Um die Mobilitätsgewohnheiten abzubilden, wird das Verhalten aller Einwohner über den Zeitraum von einer Woche modelliert.

So können die Wissenschaftler den Ist-Zustand erfassen und Zukunftsszenarien unter veränderten Rahmenbedingungen erstellen. „mobiTopp“ soll in RegioMOVE so weiterentwickelt werden, dass auch intermodale Wege - Kombinationen von Verkehrsmitteln auf einer Wegstrecke - aller Personen modelliert werden können.

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