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Radikaler Leichtbau und neuer Antrieb – TU München startet beim dritten Hyperloop-Wettbewerb

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Der Hyperloop in Startposition beim Wettbewerb in 2017.
Der Hyperloop in Startposition beim Wettbewerb in 2017. (Bild: WARR Hyperloop)

Nicht nur in der Luftfahrt ist Schallgeschwindigkeit ein Thema. Auch beim Transport am Boden soll sie bald zum Einsatz kommen. Die Idee des Hyperloops stammt von Tesla-Boss Elon Musk. Mit seiner Firma "The Boring Company" hat er bereits ein Röhrensystem unter L.A. gebaut. Der Wettbewerb zum Bau einer geeigneten Kapsel, die in diesen Röhren fahren soll, geht nun in die dritte Runde.

Die Studenten der wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt (WARR e.V.) der TU München sind auch in diesem Jahr wieder beim Hyperloop-Wettbewerb vertreten und wollen an die Erfolge ihrer Vorgänger anknüpfen. In diesem Jahr zählt beim Wettbewerb nur noch ein Kriterium: die Geschwindigkeit.

Neues Antriebskonzept und eigens entwickelte Bremsen

Dafür haben die Studenten ihren Hyperloop grundlegend überarbeitet. Das Fahrzeug hat ein neues Antriebskonzept und eigens entwickelte Bremsen. Zudem wurde das Leistungsgewicht durch drastische Gewichtseinsparungen optimiert. Die Karosserie besteht fast ausschließlich aus CFK und es wurde vermehrt auf Leichtbaustrukturen/-materialien gesetzt. Toolcraft unterstützt das Projekt zum dritten Mal in Folge. Für den diesjährigen Pod (Kapsel) liefert das Unternehmen die Bremsen.

Diese bestehen aus drei Teilen – das Bremsengehäuse aus Aluminium (die Legierung findet in der Luftfahrt Anwendung), der Bremskolben aus Titan sowie Onserts aus Titan. Die Bauteile aus Titan sparen insgesamt 800g Gewicht ein. Die Bremsen ermöglichen eine Bremsbeschleunigung von über 8g, wodurch der Bremsweg auf 200m reduziert werden kann.

Das Konzept des Hyperloops soll Metropolen miteinander verbinden und Reisen auf die schnellste und effizienteste Art und Weise möglich machen. Was bislang nach Science-Fiction klang, nahm im Rahmen des Wettbewerbs nach und nach Gestalt an. Das Roll-Out des neuen Pods der TU München fand am 14. Juni statt. Zurzeit bauen die Studenten eine eigene Teststrecke, sowie einen Teststand für das gesamte Fahrzeug. Die Tests werden Mitte Juni stattfinden. Der Wettbewerb selbst erfolgt am 22. Juli in Los Angeles. „Wir sind bereits sehr gespannt, wie sich das Team schlagen wird und freuen uns sehr, dass wir wieder als Sponsor mit dabei sein können,“ so Christoph Hauck, Geschäftsführer von Toolcraft.

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