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Prüfstand simuliert Tests von Allrad-Fahrzeugen in 5.000 m Höhe

| Redakteur: Hendrik Härter

Allrad-Fahrzeuge lassen sich auf einen speziellen Prüfstand bei Höhenlagen über 5000 m und Geschwindigkeiten bis 200 km/h testen. Kombiniert ist die Anlage mit verschiedenen Abgasprüfgeräten.

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Auf einem speziellen Prüfstand für Allrad-Fahrzeuge lassen sich Höhenlagen über 5000 m simulieren. Die Anlage ist für Temperaturen zwischen -40 bis 60 °C ausgelegt.
Auf einem speziellen Prüfstand für Allrad-Fahrzeuge lassen sich Höhenlagen über 5000 m simulieren. Die Anlage ist für Temperaturen zwischen -40 bis 60 °C ausgelegt.
(Bild: Horiba)

Ein Rollenprüfstand für Allrad-Fahrzeuge (4WD) wird auch als Rolling Road bezeichnet. Auf solch einem Prüfstand lassen sich Temperatur und Feuchte variabel steuern. Auch die Simulation von Höhenlagen über 5000 m ist möglich.

Unter der Bezeichnung „Horiba Vulcan II 4WD“ und dem Zusatz „ExtraCold“ lassen sich variable Radstände für Fahrzeuge mit unterschiedlichen Radabständen testen. Zudem ist die Testplattform für Geschwindigkeiten bis 200 km/h, eine Leistung von 450 kW und ein Betriebstemperaturbereich von -40 bis 60 °C ausgelegt.

Verschiedene Fahrbedingungen untersuchen

Der Rollenprüfstand simuliert eine Last an jedem der rotierenden Räder des Fahrzeugs, sodass sich verschiedene Fahrbedingungen wie Steigfahrten abbilden lassen. Er kann zum Prüfen von Fahrzeugen mit Front-, Heck- und Allrad-Antrieb verwendet werden. Außerdem kann der Rollenprüfstand die Fahrzeugräder selbst antreiben, um Gefälle zu simulieren und so die Wirksamkeit der Bremsen und im Falle eines Hybrid- oder rein elektrischen Antriebs das regenerative Bremssystem zu prüfen.

Die Testanlage wird demnächst mit einer Reihe von Abgasprüfgeräten ausgestattet, die den Anforderungen des weltweit einheitlichen Leichtfahrzeuge-Testverfahrens (WLTP) gerecht wird. Auch wenn Steigfahrten nicht Teil des WLTP sind, sind Fahrzeughersteller sehr daran interessiert, ihre Fahrzeuge für reale Fahrbedingungen zu optimieren. Hierfür gibt es zwei Optionen: Die erste Möglichkeit ist mit Sensoren ausgestattete Testfahrzeuge auf unterschiedlichsten Straßen und unter verschiedenen Bedingungen zu fahren. Die zweite Möglichkeit ist eine Testanlage zu verwenden, die alle Bedingungen unter Anwendung realistischer Belastungen simulieren kann.

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