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Prognose 2019 – E-Mobilität im internationalen Vergleich

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Wie entwickelt sich der Absatz von Elektrofahrzeugen in den einzelnen Märlten im Jahr 2019? Behält China seine Vorreiterrolle und wie performt der deutsche Markt?

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2019 wird für Deutschland ein moderates Wachstum auf 90.000 E-Fahrzeuge prognostiziert.
2019 wird für Deutschland ein moderates Wachstum auf 90.000 E-Fahrzeuge prognostiziert.
(Bild: Clipdealer)

Im laufenden Jahr 2019 rechnet das Center of Automotive Management (CAM) mit einer weiteren moderaten Belebung der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. In Prognosen wird davon ausgegangen, dass die globalen E-Fahrzeugverkäufe (inkl. Commercial Vehicles) in 2019 um rund 40 Prozent auf 2,7 Millionen Einheiten wachsen. Es wird damit gerechnet, dass der globale Marktanteil von E-Fahrzeugen von 2,4 auf dann rund 3,1 Prozent ansteigen wird.

In China wird sich demnach der E-Fahrzeugabsatz um 27 Prozent auf 1,6 Mio. erhöhen. Der Marktanteil steigt auf 5,9 Prozent. China behält somit seine Rolle als Treiber der globalen Elektromobilität. In den USA wird mit einem Zuwachs von rund 30 Prozent auf dann 480.000 E-Fahrzeugen gerechnet, wodurch sich der Marktanteil der E-Mobilität auf 2,9 Prozent an den Gesamtzulassungen erhöhen wird.

In Deutschland wird 2019 mit ein Zuwachs von 33 Prozent auf 90.000 E-Fahrzeuge prognostiziert, vor allem aufgrund von Markteinführungen neuer Modelle, wie etwa von Tesla, Audi und Daimler. Der Marktanteil sollte auf 2,9 Prozent ansteigen. Mit einer deutlich stärkeren Dynamik wird in Deutschland sowie auf globaler Ebene ab dem Jahr 2020 gerechnet, da dann viele große Hersteller (u.a. Volkswagen) Markteinführungen von E-Fahrzeugen planen.

„Für Deutschland und die EU ist ab 2020 mit einem exponentiellen Anstieg des E-Autoabsatzes zu rechnen, da die OEM die CO2-Ziele erreichen müssen und Strafzahlungen verhindern wollen. Im Jahr 2025 wird auf globaler Ebene im optimistischen Szenario mit rund 25 Prozent bzw. 23 Millionen jährlich neu zugelassenen Elektro-Pkw gerechnet, im konservativen Szenario mit etwa 12 Prozent bzw. rund 11 Millionen E-Fahrzeugen“, analysiert CAM-Direktor Prof. Stefan Bratzel.

Bilanz 2018

Im Gesamtjahr 2018 sind die Absätze von E-Fahrzeugen (inkl. Commercial Vehicles, CV) um 62 Prozent auf den Rekordwert von 1,255 Millionen gestiegen. Darunter sind 202.000 elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge. Noch stärker sind die Zuwächse der E-Mobilität im Pkw-Bereich (ohne CV), die um 82 Prozent auf 1,05 Mio. Fahrzeuge angewachsen sind. Der Marktanteil der E-Fahrzeuge an den Gesamtzulassungen steigt von 2,7 auf 4,5 (Passenger Vehicles, PV = 4,4 Prozent). Der Anteil reiner Elektrofahrzeuge (BEV= Battery Electric Vehicles) liegt bei 75 Prozent (PV), wobei Plug-in Hybride (PHEV) an Marktanteil gewonnen haben. Der chinesische Automobilmarkt wird zu etwa 95 Prozent von chinesischen Automobilherstellern dominiert.

In den USA erhöhen sich die Absatzzahlen für E-Fahrzeuge in 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 86 Prozent auf 361.000 Einheiten. Ausschlaggebend waren dafür vor allem die Neuzulassungen des Tesla Model 3. Die USA ist damit nach China mit weitem Abstand der zweitwichtigste Markt für Elektromobilität. Insgesamt hat sich in den USA der Marktanteil von E-Autos von 1,1 Prozent auf 2,1 Prozent in 2018 nahezu verdoppelt. Rund zwei Drittel der abgesetzten E-Fahrzeuge sind dabei BEV.

Das Wachstum der E-Mobilität wird mehr denn je durch China getrieben.
Das Wachstum der E-Mobilität wird mehr denn je durch China getrieben.
(Bild: CAM)

Norwegen bleibt nach Absatzzahlen und Marktanteilen das wichtigste E-Automobilland in Europa. Im Gesamtjahr steigen die Neuzulassungen von E-Autos auf 73.000 Einheiten (+18%). Gleichzeitig belegt das Land seine Ausnahmeposition beim Marktanteil von E-Fahrzeugen, der von 39,3 Prozent im Vorjahr auf 49,1 Prozent (!) im Jahr 2018 steigt. Rund 63 Prozent der E-Fahrzeuge sind BEVs, während – mit rückläufiger Tendenz – entsprechend 37 Prozent als PHEV zugelassen werden.

In Deutschland wachsen die E-Neuzulassungen im Gesamtjahr 2018 moderat auf rund 68.000 Pkw, was einen Zuwachs von 24 Prozent bedeutet. Der Marktanteil steigt von 1,6 Prozent auf 2,0 Prozent an, was im Vergleich der wichtigsten Automobilländer einen niedrigen Wert darstellt. Reine E-Autos (BEV) legen anteilsmäßig zu auf 53 Prozent während entsprechend 47 Prozent der abgesetzten E-Fahrzeuge PHEV sind. Insgesamt performt Deutschland im Hinblick auf die E-Mobilität damit im internationalen Vergleich nur unterdurchschnittlich.

In den weiteren europäischen Ländern kommt Großbritannien mit einem Plus von 24 Prozent auf 60.000 E-Fahrzeuge, während in Frankreich insgesamt 46.000 Pkw (+23%) neu zugelassen wurden. In Schweden steigen die E-Fahrzeugabsätze auf knapp 29.000 Einheiten, wodurch ein Marktanteil von 8,1 Prozent erreicht wird. In den Niederlanden verdreifachen sich die Absatzzahlen von Elektrofahrzeugen auf rund 27.000. Dort steigt der Marktanteil auf 6,0 Prozent.

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