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Porsche Connect – Wie sich mit den vernetzten Sportlern Zeit sparen lässt

| Autor / Redakteur: Jochen Spiegel, Stefan Jockisch und Thomas Pretsch / Benjamin Kirchbeck

Jeder Hersteller entwickelt Systeme und Produkte, um Fahrer, Fahrzeug und Umwelt enger miteinander zu verknüpfen. Die Connectivity gewinnt in der Automobilindustrie immer rascher an Bedeutung. Porsche hat nun eine Lösung entwickelt, mit der sich durch automatisierte Verfahren wertvolle Entwicklungszeit einsparen lässt.

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Die Connectivity gewinnt in der Autoindustrie immer rascher an Bedeutung. Porsche hat eine Lösung entwickelt, mit der sich durch automatisierte Verfahren wertvolle Entwicklungszeit einsparen lässt.
Die Connectivity gewinnt in der Autoindustrie immer rascher an Bedeutung. Porsche hat eine Lösung entwickelt, mit der sich durch automatisierte Verfahren wertvolle Entwicklungszeit einsparen lässt.
(Bild: Porsche )

Porsche Connect vernetzt Fahrer und Fahrzeug mit dem mobilen Internet. Intelligente Apps, Funktionen und steigern den individuellen Nutzen aller Porsche-Modelle. Kernbestandteil von Connect sind mehr als 20 Dienste und Apps aus den Bereichen Navigation und Infotainment sowie die Abfrage und Steuerung von Fahrzeugfunktionen. Nahezu alle davon lassen sich einfach via Internet buchen und einrichten.

Porsche Connect setzt sich aus zahlreichen Komponenten zusammen. Zentrale Bestandteile sind das Fahrzeug selbst mit seinen vernetzten Steuergeräten und der fahrzeugeigenen Mobilfunkschnittstelle. Über diese werden die Fahrzeugdaten über eine konzerneigene Luftschnittstelle an den zentralen Modularen Backend-Baukasten (MBB) des Konzerns gesendet, der die Daten für eine spätere Verwendung zum Beispiel in der App des Kunden speichert und gegebenenfalls Befehle an das Fahrzeug zurücksendet.

An das Backend sind wiederum viele Cloud-Dienste gekoppelt, die Informationen zur Darstellung im Fahrzeug liefern. Das Endgerät des Kunden, beispielsweise ein Smartphone mit der Porsche Connect App, kommuniziert direkt mit dem Infotainmentsystem des Fahrzeugs.

Bereits heute bieten Porsche-E-Hybrid-Modelle per Internet und Mobilfunk beispielsweise Zugriff auf die Standheizung oder die Möglichkeit zur Programmierung eines Ladetimers. Zukünftige Generationen von Hybrid- und Elektrofahrzeugen von Porsche werden noch deutlich stärker von der Vernetzung profitieren. Das intelligente Hausenergiemanagement und die Ladesäulen der Elektrofahrzeuge werden bequem vom Wohnzimmer aus konfiguriert und gesteuert.

Mithilfe von Porsche Connect wird es künftig möglich sein, die Fahrt mit dem Elektrofahrzeug optimal vorzubereiten, indem anhand von Reichweiteninformationen, prädiktiven Verkehrsinformationen und Informationen zu auf der Route befindlichen Schnellladestationen die Reisezeit auf ein Minimum verkürzt wird.

Die daraus resultierende zunehmend komplexe Verflechtung physischer und digitaler Funktionen führt jedoch dazu, dass in der Entwicklung stark voneinander abweichende Geschwindigkeiten kollidieren – was zwangsläufig ein Umdenken in der gesamten Wertschöpfungskette vom Konzept bis hin zur Auslieferung des fertigen Fahrzeuges erfordert.

Unterschiedliche Lebenszyklen und Entwicklungszeiten

Mit einer mittleren Dauer von vier Jahren liegt das Fahrzeug hinsichtlich der Entwicklungszeit zwischen jener der intelligenten Haussysteme auf der einen Seite und der schnelllebigen Mobiltelefonbranche auf der anderen Seite. Während die am weitesten verbreiteten Hausautomatisierungs- und Vernetzungssysteme zumeist länger als 16 Jahre im Einsatz sind, beträgt der Lebenszyklus von Smartphones und Tablets gerade mal ein bis zwei Jahre. Noch schneller werden nur Smartphone- Apps weiterentwickelt. Die Anforderungen an das Design und den Funktionsumfang der Apps werden vom Markt unter Umständen mehrmals im Jahr neu definiert.

Während also zum Zeitpunkt des Produktionsanlaufes die Hardware im Fahrzeug zeitlich unter Umständen noch auf einem anderen Entwicklungsstand ist, müssen sich die darin eingesetzte Fahrzeugsoftware und die angekoppelten IT-Systeme mit ihren Frontends wie Apps und Portale immer auf dem neuesten Stand befinden. Hinzu kommt der Wunsch nach nachladbaren Funktionen im Fahrzeug unter Berücksichtigung des Datenschutzes und der IT-Sicherheit.

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