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Neue Hybrid-Batterie – Erfolgsrezept mit 48 Volt?

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Bosch hat eine neue Hybrid-Batterie vorgestellt: Aufgrund des standardisierten Aufbaus, soll die Batterie modellübergreifend einsetzbar sein. Doch kann die 48V-Batterie damit dem Hybrid wirklich zum Durchbruch verhelfen?

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Im Jahr 2025 werden laut Schätzungen von Bosch rund 15 Millionen Neufahrzeuge 48-Volt-Hybride sein.
Im Jahr 2025 werden laut Schätzungen von Bosch rund 15 Millionen Neufahrzeuge 48-Volt-Hybride sein.
(Bild: Gemeinfrei / CC0 )

Bosch hat eine neue 48-Volt-Batterie für Hybride entwickelt: Ähnlich wie die kürzlich vorgestellte eAchse ist die neue 48-Volt-Batterie standardisiert und kann deshalb einfach in neue Fahrzeugmodelle integriert werden. Etablierten Herstellern und Start-ups soll so eine lange und teure Eigenentwicklung erspart bleiben.

Der Einbau der Lithium-Ionen-Batterie lohnt sich somit nicht nur in der Kompaktklasse, sondern auch in Klein- und Kleinstwagen. Ab Ende 2018 kann die Produktion starten. Bosch erwartet bei der Einstiegs-Hybridisierung einen großen Markt: Im Jahr 2025 werden laut Schätzungen des Unternehmens rund 15 Millionen Neufahrzeuge 48-Volt-Hybride sein.

Kunststück Batterie: Standardisiert und einfach zu verwenden

Egal ob China, Europa oder Nordamerika: Autohersteller sind bestrebt, CO2-Emissionen und damit den Kraftstoffverbrauch von Autos zu reduzieren. Hierfür hat Bosch die neue 48-Volt-Batterie ausgelegt.

Das zeigt sich auch an den verwendeten Lithium-Ionen-Zellen: Diese sind nicht größer als für die CO2-Reduktion unbedingt nötig. Insbesondere bei chinesischen Autoherstellern ist die 48-Volt-Batterie begehrt. Bosch ist nach eigenen Angaben bereits mit mehr als einem Dutzend Kunden im Gespräch und hat eine signifikante Anzahl an Serienprojekten gewonnen.

Der Erfolgsfaktor der Batterie: Das Konzept kann vergleichsweise günstig dabei helfen, die CO2-Emissionen von Fahrzeugen reduzieren. Das liegt auch am Produktdesign. Die Batterie kommt ohne aktive Kühlung aus und sitzt in einem Gehäuse aus Kunststoff statt aus Metall.

Beides spart zusätzlich Kosten. Der Einbau in die Kunststoffhülle ist eine echte Herausforderung, denn beim Laden der Batterie und über die Lebensdauer schwellen die Lithium-Zellen an. Die Verpackung muss also einiges aushalten. Bei der 48-Volt-Batterie haben die Bosch-Ingenieure die Zellen neu angeordnet, sodass jetzt auch ein Kunststoff-Gehäuse den Druck aushält.

„Wir sind bei Bosch lange in Vorleistung für die Elektromobilität gegangen. Nun können wir allmählich die Früchte unserer Arbeit ernten“, sagt Dr. Mathias Pillin, verantwortlich für Elektromobilität bei Bosch. Aktuell sind weltweit schon weit über 500.000 Elektroautos und Hybride mit Komponenten von Bosch unterwegs.

Jährlich investiert das Unternehmen 400 Millionen Euro in Elektromobilität. Bosch sammelt in über 30 Serienprojekten seit Jahren Erfahrung, unter anderem in der Produktion von Batterien. Dieses Know-how kommt nun zum Tragen. Michael Budde, Geschäftsführer bei Bosch Battery Systems, beschreibt es so: „Wir zeigen, dass es bei der Batterie nicht nur um stärker, schneller, weiter geht – sondern dass die Kunst darin liegt, eine passende und einfach zu nutzende Lösung zu schaffen.“

Mit der neuen Batterie will Bosch dazu beitragen, den 48-Volt-Hybrid für den Massenmarkt erschwinglich zu machen. So soll der Antrieb schnell zum Volkshybrid werden – auch außerhalb der Volksrepublik. Mit einem wachsenden Massenmarkt für Hybride soll die Batterie zudem in Japan und Europa zu einer Erfolgsgeschichte für Bosch werden. „Wir sind zuversichtlich, eine führende Stellung im Markt für 48-Volt-Batterien zu erreichen“, sagt Michael Budde.

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