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Neu eröffnetes Labor will Brennstoffzellentechnologie voranbringen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Continental setzt auf Brennstoffzellen: Gemeinsam mit der TU Chemnitz hat das Unternehmen ein Brennstoffzellenlabor eröffnet, in dem Grundlagen für die effiziente Serienfertigung der Brennstoffzellentechnologie geschaffen werden soll.

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Das neue Brennstoffzellenlabor gehört zu den modernsten in Deutschland. Herz des neuen Brennstoffzellenlabors ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 Kilowatt.
Das neue Brennstoffzellenlabor gehört zu den modernsten in Deutschland. Herz des neuen Brennstoffzellenlabors ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 Kilowatt.
(Bild: TU Chemnitz/Jacob Müller)

Continental hat zusammen mit der TU Chemnitz am 17. Juli ein neues Brennstoffzellenlabor eingeweiht. „Brennstoffzellen auf Basis von Wasserstoff haben das Potenzial, ein wichtiger Teil des künftigen Mobilitäts-Mix zu werden. Deshalb intensivieren wir die Forschung und Entwicklung auf diesem Feld”, erklärt Stephan Rebhan, Leiter Technologie & Innovation bei Continental, Bereich Powertrain.

Im Februar ist ein großer Wasserstofftank (H2-Tank) als Teil der Laborausstattung der Professur ALF aufgestellt worden. Die Professur ALF unter Leitung von Prof. Thomas von Unwerth verfügt über eine hohe Fachkompetenz bei der Erforschung und Weiterentwicklung von Brennstoffzellen. Durch die Zusammenarbeit mit Continental als aktuell größten industriellen Partner innerhalb des Innovationsclusters „HZwo – Antrieb für Sachsen“ hat mit dem neuen Fuel-Cell-Werkstofflabor auf dem TU-Campus nun eines der modernsten H2-Labore in Deutschland den Betrieb aufgenommen.

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Brennstoffzellen in wechselnden Umweltbedingungen testen

„Die spezielle technische Ausstattung des Labors sucht in der universitären Landschaft europaweit ihresgleichen“, sagt Prof. Thomas von Unwerth. „Herz der neuen Anlage ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 kW. Zukünftig besteht außerdem die Option, den Prüfstand bis auf 300 kW umzurüsten. Damit werden an der TU Chemnitz die Grundlagen für die Entwicklung von Brennstoffzellen und Brennstoffzellensystemen der nächsten Generation gelegt.“ Im Sinne des Netzwerkgedankens können auch Drittfirmen das Labor nutzen.

Elektroantriebe mit Brennstoffzelle werden als wichtige Option vor allem für größere Fahrzeuge und Nutzfahrzeuge mit hoher Reichweite erwartet. Auch VDI und VDE fordern, neben der Batterietechnologie vermehrt auf Brennstoffzellen zu setzen.

Der Prüfstand kann wechselnde Umweltbedingungen und Auslastungen simulieren, um die Leistungsfähigkeit von Brennstoffzellen unter verschiedenen Bedingungen zu testen. Die Tests erfolgen bei verschiedenen Temperaturen, Druckverhältnissen und Luftfeuchtigkeiten sowie mit Simulation verschiedener Belastungen, wie Fahrten im Gebirge oder mit zusätzlichem Gewicht. Erste Messaufgaben im Rahmen von Forschungsprojekten rund um neue Werkstoffe für Brennstoffzellen laufen bereits und sollen die Grundlagen für die Serienfertigung von effizienten und wirtschaftlichen Bauteilen und Komponenten schaffen.

Brennstoffzellenantriebe haben heute noch mit dem Thema Kosten zu kämpfen. Deshalb widmet sich eines der ersten beiden Continental-Projekte im Brennstoffzellenlabor der Entwicklung neuer sogenannter Bipolarplatten. Diese metallischen Platten sind ein zentraler Teil des Brennstoffzellenstapels (Stack). Sie verteilen die Gase und leiten den bei ihrer Reaktion entstehenden Strom ab. „Ziel des Projektes ist die Vorbereitung einer Großserienfertigung neuer Bipolarplatten mit höherer Energiedichte, die kleinere Abmessungen und wirtschaftlichere Systeme ermöglichen“, erläutert Rebhan. Außerdem werden in einem zweiten Projekt Steuergeräte und Steuer-Algorithmen für den effizienten Betrieb von Brennstoffzellen entwickelt.

Dieser Beitrag ist zuerst auf unserem Partnerportal Elektrotechnik erschienen.

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