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Mobilitätskosten – Eigenes Fahrzeug oder Verkehrsmittelmix?

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Wie viel können Autobesitzer sparen, wenn sie ihr Fahrzeug abschaffen und auf alternative Mobilitätsformen umsteigen? DriveNow hat sich exakt diese Frage gestellt und anhand von drei realitätsnahen Fallbeispielen (Single, Familie, Business) die Kosten gegenübergestellt.

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Shared Mobility oder eigenes Auto: DriveNow hat anhand von drei praxisnahen Fallbeispielen die Kosten gegenübergestellt.
Shared Mobility oder eigenes Auto: DriveNow hat anhand von drei praxisnahen Fallbeispielen die Kosten gegenübergestellt.
(Bild: Clipdealer)

U-Bahn, Bus, Tram, Leihfahrrad oder Taxi – Großstadtbewohnern stehen zahlreiche Mobilitätsoptionen offen, doch viele halten trotzdem am eigenen Auto fest. Obwohl es meist 23 Stunden am Tag ungenutzt auf Parkplätzen steht, verspricht es den Komfort individueller Mobilität.

Dabei gibt es mit Angeboten wie Carsharing schon seit vielen Jahren auch nachhaltigere Alternativen zum eigenen Auto. Neben dem Umweltaspekt sprechen auch die Ausgaben klar für einen Mobilitätsmix, denn selbst bei einem wenig genutzten eigenen Auto summieren sich die monatlichen Kosten schneller, als die meisten Fahrzeughalter denken.

Doch wie viel könnten Autobesitzer wirklich an Kosten sparen, wenn sie ihr Privatfahrzeug verkaufen und stattdessen auf alternative Mobilitätsformen umsteigen? Auch wenn das Mobilitätsbedürfnis von Person zu Person definitiv individuell ausfällt, so stellen die nachfolgenden Fälle dennoch eine realitätsnahe Darstellung verschiedener Mobilitätsansprüche in Großstädten dar.

Für ein eigenes Auto werden beispielsweise auf Basis des ADAC-Kostenrechners die monatlichen Ausgaben für einen Neuwagen berücksichtigt. Dazu zählen die Aufwendungen für Sprit, Versicherung, Steuer, Wartungen, Reparaturen und Ersatzteile. Hinzu kommen der Wertverlust des Fahrzeugs sowie Parkkosten. Für die Rechnungen wurden die jeweils günstigsten Modelle verbreiteter Marken ausgewählt.

1. Der Single-Case

Die Ausgangslage

Maria wohnt in der Hamburger Innenstadt (St.-Pauli) und arbeitet in einer Werbeagentur in Hamburg-Eppendorf, die sie – wie andere Ziele in der Stadt – meist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad erreicht. Einmal die Woche macht Maria Yoga und fährt dafür in ein 5 km entferntes Fitnessstudio. Am Wochenende fährt sie mit ihrem Opel Corsa 1.4 Selection gerne raus in die Natur oder besucht Freunde in Berlin.

Kosten für den Mobilitätsbedarf pro Monat mit Privat-Pkw

Sämtliche Arbeitswege und etliche Erledigungen im Stadtgebiet bestreitet Maria entweder mit dem ÖPNV, mit dem Fahrrad oder zu Fuß. An Kosten fallen in Hamburg für die Abo-Karte pro Monat 87,20€ an. Zusätzlich wird in dem Single-Case angenommen, dass sich Maria pro Monat zwei Taxifahrten leistet, die mit insgesamt 23,40€ zu Buche schlagen. Es wurde hierbei eine Fahrt von der Hamburger Innenstadt nach Hamburg St. Pauli als Berechnungsgrundlage angesetzt. Die Kosten wurden durch den Taxi-Rechner berechnet.

Des Weiteren bestreitet Maria mit ihrem privaten Pkw folgende Fahrten pro Monat:

  • Zwei Wochenendausflüge (800km)
  • Zwei Großeinkäufe (10km)
  • Vier Fahrten zum Yogastudio (40km)

Summiert bestreitet der Single in dieser Rechnung 850 Kilometer pro Monat mit dem eigenen Pkw. Hierfür hat DriveNow folgende Kosten veranschlagt:

  • Fixkosten (Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung, Kfz-Steuer): 95,00€
  • Werkstatt und Reifenkosten (voll berechnet): 56,00€
  • Wertverlust (ADAC-Wertverlustangaben): 172,00€

Die Nutzung des eigenen Pkws kostet den Beispiel-Single somit 466,36€ pro Monat. Daraus resultiert ein benötigtes monatliches Mobilitätsbudget von 576,96€

Kosten für den Mobilitätsbedarf pro Monat ohne Privat-Pkw

Doch wie entwickeln sich die Ausgaben für die Mobilität, wenn Maria auf ein eigenes Auto verzichtet? Unter der Annahme, dass auch zukünftig exakt die gleichen Wege bestritten werden sollen, ergibt sich folgende Kalkulation:

Der Arbeitsweg inklusive diverser Besorgungen in der Stadt werden auch weiter per ÖPNV, bzw. mit dem Fahrrad und zu Fuß erledigt. Der Ticketpreis bleibt identisch bei 87,20€. Ebenfalls identisch bleiben die beiden Taxifahrten und die damit verbundenen Kosten von 23,40€. Die beiden Wochenendausflüge werden nun je einmal mit dem Flixbus für 19,89 (Durchschnittspreis Hin- und Rückfahrt für die Strecke Hamburg-Berlin laut Flixbus) und einmal per Mietwagen (VW Golf) unternommen. Der Mietwagen kostet inkl. Sprit 124,97€ (Homepage sixt.de zzgl. Spritkosten bei einem angenommenen Verbrauch von 7l/100km.). Die beiden Großeinkäufe und die vier Fahrten zum Yogastudie werden in diesem Fall mit einem Carsharing-Fahrzeug von DriveNow absolviert. Hier fallen insgesamt Kosten in Höhe von 39,60€ an (verwendeter Minutenpreis: 33 Cent, bei Spar- und Prepaidpaketen deutlich günstiger).

Die Gesamtkosten für die Mobilitätsbedürfnisse eines Monats belaufen sich somit auf 295,06€.

Fazit Single-Case

Beim Verzicht auf ein eigenes Auto spart Maria jeden Monat 281,90 Euro und damit 49% ihres bisherigen Mobilitätsbudgets. Mit dem Monatsticket kann Maria alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Darüber hinaus hat sie durch Carsharing jederzeit die Möglichkeit, auf ein passendes Auto zuzugreifen, beispielsweise einen BMW 2er Active Tourer für den Einkauf im Supermarkt oder ein MINI Cabrio für die Fahrt zum Yoga-Studio. Mit dem Flixbus fährt sie kostengünstig nach Berlin und mit dem Mietwagen bleibt sie auch bei ihrem Wochenendausflug flexibel mobil.

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