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Mobiles Prüfgerät eicht Ladestationen auch ohne E-Fahrzeug

| Redakteur: Hendrik Härter

Ab dem 1. April sind nur geeichte Ladesäulen für eine Abrechnung zugelassen. Mit der Ladezählerbox können Eichbehörden bereits installierte E-Ladestationen ohne angeschlossenes E-Auto eichen.

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Eichbehörden können bereits installierte Ladestationen mit der Ladezählerbox auch ohne angeschlossenes E-Fahrzeug eichen.
Eichbehörden können bereits installierte Ladestationen mit der Ladezählerbox auch ohne angeschlossenes E-Fahrzeug eichen.
( Bild: Clipdealer )

Eine Anwendung für die Eichung von öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge hat EGS entwickelt. Mit der Ladezählerbox können die zuständigen Eichbehörden bereits installierte E-Ladestationen gesetzeskonform eichen – und zwar ohne ein E-Auto zu nutzen. Hersteller von Ladestationen können mit dem Gerät zudem die Konformität ihrer Geräte bewerten.

Diese Bewertung ist Teil des gesetzlich geforderten Eichvorgangs. AC-Ladesäulen unterliegen gemäß MessEG (§ 3 Nr. 22 und 23) und MessEV §1 der Eichpflicht. Am 1. April 2019 endet die Übergangsfrist. Dann dürfen nur noch geeichte bzw. mit einer Konformitätsbewertung versehene Ladesäulen für Verrechnungszwecke zum Einsatz kommen. Alle bereits im Einsatz befindlichen öffentlichen Ladesäulen müssen daher ab sofort auf ihre Messgenauigkeit hin überprüft werden, insofern sie zur Abrechnung von Ladevorgängen dienen. Dies gilt entsprechend für alle Neuinstallationen.

Mit der Ladezählerbox lassen sich Ladestationen für E-Autos eichen. Für die Überprüfung einer Ladesäule wird die Box zwischen E-Auto und Ladesäule angeschlossen.
Mit der Ladezählerbox lassen sich Ladestationen für E-Autos eichen. Für die Überprüfung einer Ladesäule wird die Box zwischen E-Auto und Ladesäule angeschlossen.
( Bild: EGS )

Messung ohne angeschlossenes E-Auto

Für die Eichdirektionen bedeutet das einen enormen Aufwand. „Mit der Ladezählerbox ist es möglich, bereits installierte Ladesäulen schnell und auf einfache Weise zu eichen oder die Konformität zu bewerten“, unterstreicht Christian Schlüter von der Eichdirektion Nord. Für die Überprüfung einer Ladesäule wird die Box zwischen E-Auto und Ladesäule angeschlossen. Nach dem Ladevorgang lassen sich die Angaben des Stromzählers in der Ladesäule mit denen des Prüfnormals vergleichen. Da eine Messung auch ohne angeschlossenes E-Auto möglich ist, wird der Eichvorgang erheblich vereinfacht. In diesem Fall übernimmt statt des E-Autos die Ladezählerbox die Steuerung der Ladesäule.

Hersteller von Ladesäulen können die Konformität präzise und auf Grundlage eines von den Eichdirektionen angewendeten Prüfsystems messen. Die Konformitätsbewertung ist Bestandteil des Eichvorgangs und muss entweder vom Hersteller selber oder, wenn dieser nicht dazu in der Lage ist, von den Eichdirektionen durchgeführt werden.

Als Prüfzähler setzt EGS den Hochpräzisionszähler LZQJ-XC der Firma EMH metering ein. Dieser erfüllt die von den Eichdirektionen geforderte Genauigkeitsklasse 0,2 S. Weitere Anforderungen lauteten: Das Ladeprofil soll auch über eine USB-Schnittstelle ausgelesen und weiterverarbeitet werden können. Das Ablesen der Messwerte ist zudem vor Ort über ein transparentes Fenster möglich.

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