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Mit strombasiertem Kerosin umweltfreundlich fliegen

| Redakteur: Sandra Häuslein

Je nach Kohlenstoffdioxid-Quelle und verwendetem Strom-Mix, kann strombasiertes Kerosin in der Luftfahrt eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Kraftstoffen darstellen.
Je nach Kohlenstoffdioxid-Quelle und verwendetem Strom-Mix, kann strombasiertes Kerosin in der Luftfahrt eine umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Kraftstoffen darstellen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

An der Universität Bremen wird derzeit an strombasiertem, grünem Kerosin geforscht. Ziel des Verbundprojektes ist es, sich der Markteinführung zu nähern und so eine alternative Kraftstofflösung für die Luftfahrt anbieten zu können.

Das Forschungsprojekt „KEROSyN100“ verfolgt das Ziel, die strombasierte Herstellung von umweltfreundlichem Kerosin voranzutreiben. Bei solchen strombasierten Kraftstoffen handelt es sich um sogenannte synthetische Kraftstoffsubstitute, die konventionelles Benzin, Diesel oder Kerosin eins-zu-eins ersetzen können. Zur Herstellung braucht man Wasser und Kohlenstoffdioxid. Diese Stoffe werden unter Einsatz von Strom in flüssige Kohlenwasserstoffe überführt.

Abhängig von der Kohlenstoffdioxid-Quelle und dem verwendeten Strom-Mix soll sich so der effektive Treibhausgasausstoß im Vergleich zur Nutzung konventioneller Kraftstoffe reduzieren lassen. Wird Strom aus erneuerbaren Energien eingesetzt und das benötigte Kohlenstoffdioxid der Atmosphäre entnommen, so kann ein quasi-geschlossener CO2-Kreislauf herbeigeführt werden.

Grüner Kraftstoff für den Flugverkehr

Projektleiter Timo Wassermann von der Universität Bremen: „Insbesondere im Flugverkehr haben strombasierte Kraftstoffe das Potenzial, fossile Kraftstoffe zu ersetzen und so Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Ein Einsatz alternativer Antriebstechnologien, die ohne kohlenwasserstoffbasierte Kraftstoffe auskommen, ist in der Luftfahrt derzeit nicht absehbar.“

Ergänzendes zum Thema
 
Projekt „KEROSyN100“ – Laufzeit, Förderung, Ablauf, Ziele

Beteiligte Partner

Das Verbundprojekt koordiniert die Universität Bremen. Beteiligt sind weiterhin die Industriepartner Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH, Raffinerie Heide GmbH und SKL Engineering & Contracting GmbH. Wissenschaftspartner sind die TU Bergakademie Freiberg, das DLR – Institut für Vernetzte Energiesysteme e.V. und IKEM – Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität e.V. Ausführende Stelle an der Universität Bremen ist das Advanced Energy Systems Institute (AES) mit den beteiligten Fachgebieten Resiliente Energiesysteme und Systemverfahrenstechnik.

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