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Mikrogasturbine als Range Extender für Elektroflugzeuge

| Redakteur: Thomas Kuther

Sie sind in Ihrem E-Auto unterwegs und der Akku ist leer, was nun? Ganz einfach: Warnblinker einschalten und an den rechten Straßenrand rollen. Was aber, wenn es ein Elektroflugzeug wäre? Dann gäbe es nur noch eine Richtung: nach unten! Genau mit diesem Problem befassen sich Forscher an der Ostfalia Hochschule.

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(Bild: Clipdealer )

Bei Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr sind die Batterien soweit dimensioniert, dass mittlerweile Reichweiten von über 400 km am Stück keine große Herausforderung mehr für die Autobauer darstellt. Mehrere Stunden Fahrzeit durchgehend auf einer Strecke sind bei einer angemessenen Durchschnittsgeschwindigkeit inzwischen umsetzbar.

Bei Elektroflugzeugen ist das anders. Allein beim Startvorgang werden wesentlich größere Leistungen benötigt. Dabei liegt die Reisegeschwindigkeit in der Regel über den Durchschnittswerten eines Elektroautos auf der Straße.

Die gesamte Energiebilanz eines Elektroflugzeugs im direkten Vergleich zeigt beispielsweise: Wird die identische Batterie eines Elektrofahrzeugs mit rund 400 km Reichweite in ein Elektrokleinflugzeug eingebaut, so würde die erreichbare Flugdauer lediglich 10 bis 20 Minuten betragen. Dieses Zeitfenster ist zu klein, um zum Beispiel den nächsten Landeplatz eines Flughafens zu erreichen. Und selbst wenn, kann sich der Pilot nach der Landung auf eine längere Pause zum Laden der Batterie einstellen.

Eine Mikrogasturbine: sie soll Elektroflugzeuge bei leerem Akku sicher zu Boden bringen.
Eine Mikrogasturbine: sie soll Elektroflugzeuge bei leerem Akku sicher zu Boden bringen.
(Bild: Ostfalia )

„Bei Flugzeugen spielt das Abfluggewicht eine wesentlich größere Rolle als bei einem Straßenfahrzeug. Eine beliebig große Batterie kann somit nicht einfach in das Flugzeug eingebaut werden, damit eine ausreichende Kapazität für eine größere Reichweite zur Verfügung steht“, erläutert Vanhaelst. Deshalb arbeitet die Arbeitsgruppe Alternative Antriebe genau an den oben beschriebenen Umständen und forscht an einem geeigneten Range Extender – in diesem Falle einer Mikrogasturbine. Diese soll im Vergleich zu anderen Verbrennungskraftmaschinen wie einem Otto-, Diesel- oder Wankelmotor die Vorteile intelligent einsetzen.

Ein weiteres Ziel ist es, die Abgasstrahlenergie der Mikrogasturbine je nach gewähltem Flugzeugkonzept als zusätzlichen Vortrieb zu nutzen und nicht nur, wie bei anderen Verbrennungskraftmaschinen, zyklisch in die Umgebung auszustoßen. Diese Funktionsweise ist mit dem eines Strahlentriebwerks von konventionellen Flugmaschinen zu vergleichen.

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