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Mein Traum von der individuellen Mobilität der Zukunft

| Redakteur: Thomas Kuther

Heute Nacht hatte ich einen Traum – von einem Mobilitätskonzept, von dem man wirklich nur träumen kann.

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Thomas Kuther, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Mein Traum-Verkehrsmittel ist CO2-neutral, fährt autonom und sein neuronaler Computer erspart mir das Denken“
Thomas Kuther, Redakteur ELEKTRONIKPRAXIS: „Mein Traum-Verkehrsmittel ist CO2-neutral, fährt autonom und sein neuronaler Computer erspart mir das Denken“
(Bild: ELEKTRONIKPRAXIS)

Der Antrieb läuft zu 100 Prozent mit Energie aus nachwachsenden Rohstoffen, ist also absolut CO2-neutral. Das Antriebsmodul lässt sich direkt nutzen, kann aber auch mit unterschiedlichsten Fahrgestellen und Aufbauten kombiniert werden. So ergibt sich je nach Kombination ein Verkehrsmittel, das den Nutzer alleine, bei Bedarf aber auch mehrere Passagiere oder Lasten transportiert. Auch völlig autonomes Fahren ist übrigens standardmäßig möglich, sodass ich mich nach einem feuchtfröhlichen Abend ohne Gewissensbisse oder Angst um meinen Führerschein komfortabel nach Hause kutschieren lassen kann.

Zudem folgt mein Traumkonzept wie das intelligente Auto K.I.T.T. aus der amerikanischen Kultserie Knight Rider auf Zuruf und lässt sich wie ein Smartphone streicheln, wischen und tätscheln. Der zentrale Bordcomputer des Systems basiert übrigens auf einem neuronalen Netz – der Mensch muss also nicht mehr selbst denken.

Perfekt – oder etwa nicht? Als ich in meinem Traum jedenfalls die Augen öffne, sehe ich: ein Pferd! Pferdebetriebene Verkehrsmittel bieten tatsächlich Vorteile, die ich bei modernen Autos vermisse. So ist das Auto von heute zwar vernetzt wie nie zuvor und plaudert dank Car-to-X-Kommunikation ständig mit Verkehrszeichen, Ampelanlagen, Steuerzentralen und sogar seinesgleichen – wo aber bitte bleibt die Driver-to-Driver-Kommunikation?

Bei Pferdekutschern war die früher gang und gäbe! Ich würde eine unklare Verkehrssituation lieber mit freundlichen Worten lösen statt mit steinzeitlichen Ton- und Lichtzeichen wie Hupe und Lichthupe – oder gar moderner Gestensteuerung via Stinkefinger. Überhaupt: auf der Straße ist ein Pferd besser aufgehoben als in einer Lasagne wie beim Pferdefleischskandal von 2013, dessen Verursacher erst jetzt – also sechs Jahre später – zu Gefängisstrafen verurteilt wurden.

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