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LED-Retrofits wären ein Sicherheitsgewinn im Straßenverkehr

| Redakteur: Hendrik Härter

Umrüsten auf LED-Retrofits ist in Europa nicht erlaubt. Somit müssen weiterhin Glühfadenlampen eingesetzt werden.
Umrüsten auf LED-Retrofits ist in Europa nicht erlaubt. Somit müssen weiterhin Glühfadenlampen eingesetzt werden. (Bild: pixabay / CC0)

LED-Retrofits im Scheinwerfer würden die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen, sind allerdings in Europa nicht zulässig. Der ADAC-Lichttest zeigt, dass Licht bei Autofahrern eher eine unwichtige Rolle spielt.

Der aktuelle Lichttest des ADAC hat gezeigt, dass 51 Prozent der Autofahrer mit defekter oder fehlerhafter Beleuchtung unterwegs sind. Gerade in der dunklen Jahreszeit oder Nachts ist die Wahrscheinlichkeit zu verunglücken wesentlich höher als am Tag. Nach Einschätzung des ADAC steigern austauschbare Leuchtmittel mit LED in Scheinwerfern oder Bremslichtern die Sicherheit deutlich.

Wie eine aktuelle Untersuchung sogenannter LED-Retrofits zeigt, sind LEDs in Scheinwerfern nicht nur langlebiger. Sie leuchten auch weiter und sorgen durch ihr helleres, tageslichtähnliches Licht dafür, dass Kontraste besser wahrgenommen werden. Auch beim Bremslicht zeigt sich ein Vorteil gegenüber herkömmlichen Lampen: Die Bremsleuchte reagiert im Fall eines Bremsvorgangs schneller, der Fahrer des nachfolgenden Fahrzeugs kann somit früher reagieren.

Unzulässig im Straßenverkehr

Das Problem: Derzeit sind LED-Retrofits aufgrund der Gesetzeslage in Europa im Straßenverkehr unzulässig. In die meisten Haushalte haben die Leuchtmittel schon Einzug gefunden, nur im Auto sind sie nicht zugelassen, sofern sie nicht als Voll-LED-Scheinwerfer oder Leuchte typgeprüft wurden.

Ist eine Lampe defekt, muss sie auch wieder durch eine Leuchte mit Glühfaden ersetzt werden – zumindest in Europa. In anderen Ländern, wie den USA, sind LED-Retrofits im Straßenverkehr bereits zugelassen.

Für die Untersuchung hat der ADAC LED-Modelle von Osram, Philips, Nighteye und Ring in H4/H7-Scheinwerfern mit Reflektor und Streuscheibe (VW Golf III), Freiflächenreflektor (Mini, VW Passat) oder Projektionssystem (Hyundai i30) und Heckleuchten mit klarer oder lichtstreuender Abdeckung untersucht.

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