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Laserlicht im Fahrzeug: Zweite Generation blauer Laserdioden reicht 600 m

| Redakteur: Hendrik Härter

Einfacher in der Kontaktierung und auch die Entwärmung funktioniert besser: Eine zweite Generation an blauen Multimode-Laserdioden soll das Fernlicht ergänzen und die Straße besser ausleuchten.

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Eine Reichweite von bis zu 600 m erreicht das Licht aus der blauen Multimode-Laserdiode. Jetzt hat Osram die verbesserte zweite Generation vorgestellt.
Eine Reichweite von bis zu 600 m erreicht das Licht aus der blauen Multimode-Laserdiode. Jetzt hat Osram die verbesserte zweite Generation vorgestellt.
( Bild: Osram )

Bereits im Jahr 2016 hatte Osram in einem Konzeptfahrzeug angekündigt, in den Frontscheinwerfern Laserlicht zu verbauen. Dabei erhöht das Laserlicht nach Angaben von Osram die Sicherheit und ist gleichzeitig ein Designelement. Bereits in Serie verbaut hat Osram das Laserlicht im BMW i8. Wie das Laserlicht technisch funktioniert, lesen Sie hier.

Jetzt hat Osram eine zweite Generation an blauen Multimode-Laserdioden vorgestellt, die als Zusatzfernlicht dienen. Die Reichweite beträgt dabei bis zu 600 m und soll gleichzeigit das Design vereinfachen. Der blaue Laser mit der Bezeichnung PLPT9 450D_E A01 erreicht bei einem typischen Betriebsstrom von 2,2 A eine optische Leistung von 3,5 W und emittiert blaues Licht mit einer Wellenlänge von 447 nm. Damit aus dem gefährlichen Laser ein sichtbares, weißes Licht wird, kommt eine entsprechende Optik zum Einsatz. Diese fokussiert das Laserlicht auf einen Punkt mit nur wenigen Mikrometern Durchmesser. Ein Phosphorkonverter wandelt das blaue Licht in das für eine Frontbeleuchtung notwendige weiße Licht um.

Einfachere Kontaktierung und Entwärmung

Die dabei erreichte Leuchtdichte liegt um den Faktor drei höher als die einer LED-Lichtquelle. Im Vergleich liegt das erzeugte Licht aus dem Laser bei 600 cd/mm² während die LED auf rund 200 cd/mm² kommt. Die für den Einsatz im Automobil qualifizierte Laserdiode PLPT9 450D_E A01 ist für einen Betriebstemperaturbereich von -40 bis 120 °C zugelassen. Im Vergleich zur ersten Generation mit drei Pins hat das TO90-Package nur zwei Pins, was eine einfachere Kontaktierung und Entwärmung ermöglicht. Dank der kompakten Abmessungen von neun Millimeter im Durchmesser und einer Bauhöhe von < 4.5 mm ohne Kontaktierpins sollen sich Scheinwerfer künftig deutlich kleiner konstruieren lassen.

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