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Konfliktmineralien: BMW geht neue Wege für nachhaltige Batteriezellen-Lieferkette

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Drei Kinder sortieren Steine, die Kobalt enthalten an den Ufern des Malo-Sees (Kongo).
Drei Kinder sortieren Steine, die Kobalt enthalten an den Ufern des Malo-Sees (Kongo). (Bild: Amnesty International)

Die BMW Group setzt sich zum Ziel, die Transparenz ihrer Batteriezellen-Lieferkette weiter zu erhöhen und zudem Optionen für Modellprojekte in der Demokratischen Republik Kongo zu prüfen.

Kobalt gilt als Schlüsselkomponente für die Produktion elektrifizierter Fahrzeuge und ist in größeren Mengen in Hochvoltspeichern von Elektrofahrzeugen und Plug-In-Hybriden enthalten. Unternehmen, die mit dem Rohstoff Kobalt arbeiten, sind mit der Herausforderung konfrontiert, dass beim Abbau von Kobalt Verletzungen von Umweltstandards und Menschenrechten nicht vollständig ausgeschlossen werden können.

Von Beginn an – seit mehr als eineinhalb Jahren – engagiert sich die BMW Group in der Responsible Cobalt Initiative (RCI) – gemeinsam mit zahlreichen anderen Unternehmen und Organisationen, der Regierung der Demokratischen Republik Kongo und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Ziel dieser Initiative ist die Erhöhung von Transparenz und Governance sowie die Umsetzung von kollektiven Maßnahmen bei der Bewältigung von Sozial- und Umweltrisiken in der Kobaltlieferkette.

Vor diesem Hintergrund hat die BMW Group beschlossen, weitere Schritte einzuleiten:

Zum einen wird das Unternehmen bis Jahresende die Transparenz der eigenen Kobalt-Lieferkette erhöhen. Dazu werden Informationen zu Schmelzen und Herkunftsländern des Rohstoffs öffentlich zugänglich gemacht. Bei diesen Schmelzen handelt es sich zwar nicht um direkte Lieferanten der BMW Group, aber um Unternehmen, die von Lieferanten der BMW Group als Bezugsquellen benannt werden.

Darüber hinaus prüft die BMW Group derzeit gemeinsam mit einem unabhängigen Partner im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, inwiefern die soziale und ökologische Situation in Modellminen im artisanalen Bergbau in der Demokratischen Republik Kongo nachhaltig verbessert werden kann. Konkret wird untersucht, ob vor Ort Modellprojekte realisiert werden können, die über das Potenzial für eine spätere Skalierbarkeit verfügen.

Ursula Mathar, Leiterin Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei der BMW Group: „Die BMW Group selbst bezieht kein Kobalt, sondern erhält diesen Rohstoff beispielsweise erst durch den Einkauf von Batteriezellen. Allerdings ist uns bewusst, dass mit der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen auch eine Verantwortung bei der Gewinnung von relevanten Rohstoffen wie Kobalt besteht. Als Premiumhersteller haben wir das Ziel, auch im Sinne unserer Kunden hier eine transparente und nachhaltige Lieferkette zu etablieren, die höchste Ansprüche erfüllt.“

Die BMW Group geht nach aktuellem Stand davon aus, dass erste Schritte zur Prüfung eines Modellprojekts vor Ort zeitgleich mit der Veröffentlichung von Schmelzen und Herkunftsländern noch im Dezember 2017 erfolgen werden.

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