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Ladesäulen Kombi-Stromtankstelle für Elektroautos und E-Bikes

| Autor/ Redakteur: Nach Unterlagen der Fortec Elektronik AG in Landsberg am Lech / Thomas Kuther

Damit die Elektromobilität sich weiter sinnvoll verbreiten kann, sind funktionelle Ladelösungen gefragt – wie die in diesem Beitrag vorgestellte Kombi-Stromtankstelle für E-Bikes und Elektroautos.

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Die Zahl der Ladestationen hinkt hinter den Verkaufszahlen für Pedelecs stark hinterher. Diese E-Tankstation ist geeignet, die Versorgungslücke nicht nur für Pedelecs und E-Bikes zu schließen. Das Konzept ist für den Einsatz im öffentlichen Bereich ausgelegt und kann auch zwei Elektroautos mit elektrischer Energie versorgen.
Die Zahl der Ladestationen hinkt hinter den Verkaufszahlen für Pedelecs stark hinterher. Diese E-Tankstation ist geeignet, die Versorgungslücke nicht nur für Pedelecs und E-Bikes zu schließen. Das Konzept ist für den Einsatz im öffentlichen Bereich ausgelegt und kann auch zwei Elektroautos mit elektrischer Energie versorgen.
(Bild: Fortec)

Elektrisch angetriebene Zweiräder sind derzeit voll im Trend. Zwar wurden bislang nur rund 1000 E-Bikes zugelassen, da sie wohl doch eher etwas für Technik-Freaks sind – aber Pedelecs wurden mittlerweile Millionen verkauft – in Deutschland und Europa sollen es etwa 3 Mio. sein. Einziger Wermutstropfen dabei ist allerdings immer noch die geringe Zahl der öffentlichen Ladestationen. Die Masse der elektrisch betriebenen Fahrräder wird an der heimischen Steckdose über Ladegeräte aufgeladen oder mittels Verlängerungskabel in Gaststätten und Pensionen. Selbst entlang von bekannten Radtouren, sind öffentliche Lademöglichkeiten eine Seltenheit.

Nur fünf öffentliche Elektro-Ladestationen in der Wachau

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Die Wachau zum Beispiel, eine sehr beliebte Radelstrecke, bietet nur fünf öffentliche EVN Elektro-Ladestationen: in Melk, Emmersdorf, Aggsbach-Dorf, Spitz und Krems zum kostenlosen Laden – „getankt“ wird 100% Öko-Strom der EVN (Energieversorgung Niederösterreich). Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, bei insgesamt 12 Verleih-Betrieben – Hotels, Gasthäusern, Cafés – gratis zu tanken.

Die e-Tankstation: zum Laden von E-Bikes und E-Autos

Die e-Tankstation von Fortec ist geeignet, die Versorgungslücke nicht nur für Pedelecs und E-Bikes zu schließen. Das Konzept ist für den Einsatz im öffentlichen Bereich ausgelegt und kann auch zwei E-Cars mit elektrischer Energie versorgen.

Fünf Pedelecs lassen sich gleichzeitig laden

Es können bis zu fünf Pedelecs gleichzeitig geladen werden. Dabei ist die Ladeschnittstelle für ein spezielles Fahrradverleihsystem gedacht, fremde Pedelecs oder E-Bikes können derzeit nicht versorgt werden. Für den Masseneinsatz muss noch eine Lösung gefunden werden, welche das bestehende Schließsystem als Basis hat, ohne zusätzliches Kabelhandling.

Flexible und komfortable Ladetechnik

Die Kombi-e-Tankstation ist in einem robusten Gehäuse untergebracht und für den Einsatz im Außenbereich konzipiert. Sie wird allen Anforderungen an eine flexible und komfortable Ladetechnik gerecht. Für Fahrräder ist das Ladekabel im Kabelschloss des Abstellpollers integriert. Am Riegel bzw. am Schloss des Fahrrads ist ein Stecker bzw. eine Buchse – ein Fabrikat der Firma Rosenberger – vorhanden, welcher den Ladestrom übergibt und über zwei Hilfskontakte die Freigabe der Ladespannung regelt.

Die technischen Details der Kombi-e-Tankstation

Nach Anschluss des Ladekabels kann der Benutzer über ein 12“-Touch-Panel-Display auf einfache Weise die Registrierung und den Bezahlvorgang durchführen. Für das Touch-Display wurde wegen der hohen Robustheit die Infrarot-Technologie gewählt (Bild 1). Das besonders helle Display ermöglicht eine Bedienung des Terminals auch bei direkter Sonneneinstrahlung.

DB-Rent betreibt das Hintergrundsystem für die Abrechnung

Die entsprechende Rechnerleistung für Bedienung und Kommunikation ist in der e-Tankstation installiert. Das erforderliche Hintergrundsystem für die Abrechnung wird von DB-Rent betrieben. Ein RFID-Leser sowie ein Kreditkartenleser (Magnetstreifenleser) ermöglichen für registrierte Benutzer die bequeme Benutzung der Ladesäule. Mittels Kreditkarte können sich Benutzer auch direkt am Terminal registrieren. Das Aufladen der Pedelecs erfolgt nach erfolgreicher Registrierung über eine Ladeelektronik, welche im Abstellpoller integriert ist.

Die Displays am Pedelec und am Abstellpoller informieren über den aktuellen Ladevorgang. Das Ladekabel und der Stecker sind wie bereits beschrieben im Kabelschloss integriert. Die Pollerelektroniken eines Abstellplatzes (bis zu 16 Abstellpoller sind möglich) handeln nach dem FIFO-Prinzip untereinander aus, welcher Anschluss Laden darf. Es können je e-Tankstation maximal fünf Pedelecs gleichzeitig geladen werden. Ein 1000-W-Netzteil im Terminal versorgt die Poller mit der vom Pedelec benötigten Ladespannung von 24 V.

Zwei 32-A-Ladesteckdosen für Lademodus B und C

Für E-Cars sind zwei 32-A-Ladesteckdosen (Typ 2 nach VDE-AR-E 2623-2-2) für Lademodus B und C vorhanden (Bild 3). Weitere Merkmale der e-Tankstation sind die Schutzart IP54, der Vandalismus-Schutz, FI-Sicherung, Leitungsschutz für jede Steckdose und entsprechende Überspannungsableiter. Die Einhaltung der Richtlinien nach VDE 0100-530, TAB 2007 DIN 43870 ist selbstverständlich vorhanden. Ebenso Konformität nach IEC 61851-1, VDE-AR-E-2623-2-2 .

Ausstattung der e-Tankstation nach Maß

Die Ausstattung der e-Tankstation kann entsprechend der Anforderung des Betreibers gewählt werden. Dabei ist die Rechnerleistung ist skalierbar, Displaygröße bis 15" sind möglich und die Ladedosen für E-Cars können rückseitig oder seitlich angebracht werden. Möglich sind auch Satellitenladedosen, welche über eine Funkverbindung von der zentralen Ladestation gesteuert werden. Eine individuelle Gestaltung der e-Tanksäule in Bezug auf Ausstattung und Farbe ist ebenso gegeben.

Enorme Schieflage in Sachen Ladeinfrastruktur

Momentan herrscht in Deutschland im Bereich Elektromobilität eine enorme Schieflage. Auf aktuell etwa 3000 zugelassene, elektrisch angetriebene Pkw kommen etwa 1500 öffentlich zugängliche Ladesäulen. Für die annähernd 1 Mio. E-Bikes gibt es Anfang 2013 maximal einige hundert Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum, die den Namen Ladesäule verdienen. Im Gegensatz zum Pkw brauchen E-Bikes jedoch viel mehr als nur eine Steckdose.

Die e-Tankstation von Fortec ist aufgrund ihrer Auslegung und der Leistungsmerkmale schon jetzt geeignet, diese Versorgungslücke zu schließen. Die Situation wird sich in Zukunft wohl stark verbessern, da in einer Arbeitsgruppe des EnergyBus e.V. derzeit Lösungen für ein einheitliches Ladekonzept erarbeitet und erste Lösungen bereits vorgestellt wurden.

* Nach Unterlagen der FORTEC Elektronik AG in Landsberg am Lech

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