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Jugend forscht – Gymnasiasten entwickeln eigenes Ladenetz für E-Autos

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Drei Gymnasiasten aus Münster haben ein System zum Laden für E-Fahrzeuge entwickelt und setzen dabei auf die Blockchain-Technologie. Die Praxistauglichkeit prüften sie in einem Modellnetz, das aus einer kleinen Ladesäule und einem E-Kettcar bestand.

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Moritz Kunst, Felix Ulonska und Leonard Sondermann (v.l.n.r.) aus Münster entwickeln ein cleveres Ladenetz für Elektroautos und erhielten dafür den VDE-Sonderpreis beim Jugend forscht Finale.
Moritz Kunst, Felix Ulonska und Leonard Sondermann (v.l.n.r.) aus Münster entwickeln ein cleveres Ladenetz für Elektroautos und erhielten dafür den VDE-Sonderpreis beim Jugend forscht Finale.
(Bild: Jugend forscht)

Elektroautos gelten als eine Säule der künftigen Mobilität. Doch noch immer existiert in Deutschland bislang kein flächendeckendes Ladenetz. Abhilfe soll „Anchar“ schaffen, eine Idee von Leonard Sondermann (18), Felix Ulonska (18) und Moritz Kunst (18) vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster. Es soll eine clevere Lösung für ein zukunfsfähiges System sein. In ihrem Forschungsprojekt setzen sie auf die Blockchain-Technologie, die auch Kryptowährungen wie der Bitcoin nutzen.

„Der Vorteil dieses Ansatzes ist, dass er weniger anfällig für Störungen und Hackerangriffe ist“, erklärt das Team, das mit seiner Arbeit zunächst in einem naturwissenschaftlichen Projektkurs der Schule begann. „Bisherige Ladenetze sind zentralisiert aufgebaut, es gibt also eine einzige Firma, die für das Funktionieren des Ladenetzes verantwortlich ist“, beschreiben die Schüler. Im Hinblick auf die größer werdende Relevanz der Elektromobilität wollen sie die Abhängigkeit von einem einzigen Akteur aufheben und ein dezentrales Ladenetz entwickeln.

Die Praxistauglichkeit prüften die drei Gymnasiasten in einem Modellnetz, das aus einer kleinen Ladesäule und einem Elektro-Kettcar bestand.
Die Praxistauglichkeit prüften die drei Gymnasiasten in einem Modellnetz, das aus einer kleinen Ladesäule und einem Elektro-Kettcar bestand.
(Bild: Anchar)

Mit ihrer Idee für zukunftsfähige Ladestationen für Elektroautos überzeugten die Schüler die Jury des 54. Bundeswettbewerbs von Jugend forscht. Sie zeichneten das Trio im Finale in Chemnitz mit dem mit 1.000 Euro dotierten VDE-Sonderpreis für eine Arbeit auf dem Gebiet der Elektronik, Energie- oder Informationstechnik aus. „Das Team widmet sich einem wichtigen Zukunftsthema. Wir unterstützen mit dem VDE-Sonderpreis das Engagement von Jugendlichen im MINT-Bereich und möchten sie auf ihrem weiteren Weg in die Zukunftstechnologien aktiv begleiten“, sagt Ansgar Hinz, CEO des Technologieverbandes VDE.

Das Team veröffentlicht seine Ideen dem Open Source Prinzip folgend und erklärt: „Wir selbst versuchen die Vorteile unseres Systems durch Präsentationen zu verdeutlichen und stehen mit einigen Firmen aus dem Bereich der Ladetechnik in engem Kontakt. Unsere Hoffnung ist es, dass wir durch den einfachen und kostengünstigen Zugang diese dazu bewegen können, das Ladenetz im Sinne aller Beteiligten zu dezentralisieren“.

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