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IT-Sicherheitssysteme für vernetzte, teleoperierte und autonome Fahrzeuge

| Redakteur: Thomas Kuther

Ein teleoperiertes Fahrzeug von .objective Software: am Stand ihres Partners Trend Micro auf der Hannover Messe 2018
Ein teleoperiertes Fahrzeug von .objective Software: am Stand ihres Partners Trend Micro auf der Hannover Messe 2018 (Bild: .objective Software)

Trend Micro und .objective Software kooperieren bei der Entwicklung von IT-Sicherheitssystemen für vernetzte, teleoperierte und autonome Fahrzeuge. Die Unternehmen zeigen ihre Lösung zum Schutz eines teleoperierten Fahrzeugs auf der diesjährigen Hannover Messe.

Trend Micro arbeitet bei der Entwicklung von IT-Sicherheitslösungen für Fahrzeuge mit .objective Software zusammen. Im teleoperierten Automobil des Münchner Softwarespezialisten kommt die Sicherheitslösung Trend Micro IoT Security (TMIS) zum Einsatz. Das Fahrzeug kann von einem Fahrer ferngesteuert werden, wobei die Datenübertragung beispielsweise über eine 5G/LTE-Verbindung erfolgt. Die Technologie stellt einen Zwischenschritt auf dem Weg zum vollständig autonomen Fahrzeug dar. TMIS schützt vor Cyberangriffen auf die teleoperierte Steuerung und verhindert den unberechtigten Zugriff auf das Fahrzeug von außen. Dadurch unterstützt TMIS die funktionale Sicherheit dieser noch jungen Technologie.

Attacken auf den CAN-Bus erkennen

Zudem erkennt die Sicherheitslösung in einem weiteren Simulationsszenario Attacken auf den CAN-Bus des Fahrzeugs. Bei solchen Angriffen ließe sich fast jede Anzeige des Fahrzeugs so manipulieren, dass sie falsche Werte anzeigt, beispielsweise bei Geschwindigkeit oder Tankfüllung. Auch sind direkte Eingriffe in viele andere Funktionen des Fahrzeugs möglich. Dieses Angriffsszenario wäre auch bei normalen vernetzten Fahrzeugen, wie sie heute bereits zum Einsatz kommen, denkbar. Die von Trend Micro und .objective gemeinsam entwickelte Angriffserkennung warnt den Fahrer vor solchen Eingriffen. Im nächsten Entwicklungsschritt soll auch hier der Fremdeingriff verhindert werden.

Der ‚heilige Gral‘ zukünftiger Mobilitätskonzepte

„Das autonome Fahren ist der ‚heilige Gral‘ zukünftiger Mobilitätskonzepte. Viele darin genutzte Basis-Technologien sind aber schon heute verfügbar oder sogar schon im Einsatz. Security muss von Anfang an Bestandteil dieser Technologien sein – das bloße ‚Aufpfropfen‘ auf ein zukünftiges Endprodukt ist nicht praktikabel. Darauf haben wir mit TMIS reagiert“, sagt Udo Schneider, Security Evangelist bei Trend Micro.

Trend Micro IoT Security stellt eine Sicherheitslösung für (I)IoT-Geräte jeder Art dar, die bereits im Rahmen des Entwicklungsprozesses in ein System eingebunden wird. Sie stellt dessen Schutz sicher und reduziert dadurch mögliche Sicherheitsrisiken.

Security-Firma als starker Partner

„Seit Jahren ist .objective Software an der Entwicklung von autonomem Fahren beteiligt. In dieser Zeit haben wir viele Bugs gesehen, die sich ohne unser Eingreifen auch als Sicherheitsfehler auswirken hätten können. Kommen dann noch externe Angriffe dazu, braucht eine Security-Firma wie Trend Micro einen starken Partner wie .objective, der eben diese Bugs erkennen und sie von Anfang an beheben kann.“, sagt Dr. Clemens Dannheim, Vorsitzender der Geschäftsführung von .objective Software.

Teleoperiertes Fahren

Teleoperiertes Fahren beinhaltet die meisten technologischen Features des autonomen Fahrens aber beugt vielen Sicherheitsbedenken vor. Da der Fahrer das Fahrzeug aus der Entfernung steuert, muss es sich noch nicht alleine auf Sensoren und Radare verlassen. Zudem gibt es Situationen, mit denen ein autonom fahrendes Auto heute noch nicht umgehen kann, wie eine Straße mit großen Schlaglöchern oder ein unvorhergesehenes Ereignis wie ein Brand. Ein erfahrener menschlicher Fahrer weiß hingegen solche Situationen zu bewältigen.

Anwendungen in der Industrie

Auch in der Industrie finden sich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für diese Technologie. Beispielsweise kann sie helfen, bei Bauarbeiten Zeit und Geld zu sparen: Ein Kranführer etwa verbringt oft den ganzen Tag in der Kabine und wartet auf einen Einsatz, der gegebenenfalls nur wenige Minuten dauert. Mit einem teleoperierten Kran könnte die nötige Arbeitskraft wesentlich effizienter eingesetzt werden. Doch auch bei PKWs ist der Einsatz von teleoperiertem Fahren denkbar: Gerade in der Logistik – etwa auf Flughäfen, in der Fertigung, bei Autovermietungen oder Carsharing-Unternehmen – lässt sich diese Technologie wirksam anwenden.

Trend Micro und .objective auf der Hannover Messe 2018

Aus diesem Grund zeigen Trend Micro und .objective diese Technologien auf der diesjährigen Hannover Messe am Stand von Trend Micro (Stand B16 in Halle 6). Daneben erwarten die Besucher dort weitere Showcases zu den Themen Cloud Security, Smart Factory und (Industrial) Internet of Things.

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