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Ein Schlagabtausch über die Rolle der Künstlichen Intelligenz beim Automatisierten Fahren

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Dr. Andreas Böhm (r.) vom Cluster Automotive und Josef Behammer von b-plus analysieren die Rolle der Künstlichen Intelligenz beim Automatisierten Fahren.
Dr. Andreas Böhm (r.) vom Cluster Automotive und Josef Behammer von b-plus analysieren die Rolle der Künstlichen Intelligenz beim Automatisierten Fahren. (Bild: b-plus)

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Game Changer für das Automatisierte Fahren. Mit Big Data und Deep Learning startet der Boom gerade erst. Die Zeichen der Zeit haben Dr. Andreas Böhm vom Cluster Automotive und Josef Behammer von b-plus erkannt und liefern sich im Interview einen kurzweiligen Schlagabtausch über die Rolle der KI.

Ausgehend von der Studie „Potentialanalyse Künstliche Intelligenz 2017“ der Sopra Steria Consulting unterhalten sich zwei Experten zum Einfluss der KI zum Themenfeld Autonomes Fahren. Die Meinungen von Geschäftsführern, Vorständen und Führungskräfte aus unterschiedlichsten Wirtschaftszweigen spiegeln die immer wichtigere Rolle der KI auf einzelne Unternehmensprozesse über die gesamte Wertschöpfungskette wider. Deren Reflexion auf Fahrerassistenzsysteme übernehmen Josef Behammer und Dr. Andreas Böhm.

Wo fängt KI an und wo wird sie aufhören?

Dr. Andreas Böhm: Im Grunde genommen geht es immer darum, immense Datenmengen, wie sie von immer zahlreicher werdenden Sensoren geliefert werden, in Echtzeit zu verarbeiten, Komplexität zu reduzieren. Der Fakt, dass auch die Auflösung der Sensoren immer weiter steigt, lässt Big Data noch größer werden. Dies impliziert ein enormes Geschäftspotenzial.

Josef Behammer: Schaut man sich die Prognose der Bitkom an, so hat sich der globale Umsatz mit Hardware, Software und Services rund um Cognitive Computing und Machine Learning im Jahr 2017 um gewaltige 92 % auf 4,3 Mrd. Euro entwickelt. Hier kann nicht mehr von Wachstum gesprochen werden, sondern ganz klar von einer Direktive, die fingerzeigend von Bildung bis in die Industrie wirkt, Tendenz stark steigend. Bis 2020 steigt das Volumen um den Faktor Fünf. 21,2 Mrd. Euro werden künstliche Intelligenz, Machine Learning und Cognitive Computing dann weltweit umsetzen.

Dr. Andreas Böhm: Und das gilt für die gesamte Wertschöpfungskette und auch für andere Industriebranchen! Machine Learning wird als kommende Technologie als Teil von Geschäftsanwendungen den Unternehmen helfen, drei Dinge zu tun: Wachstum generieren, Prozesse effizienter gestalten und den Arbeitsalltag vieler Menschen vereinfachen.

Wie verändert sich das Geschäft von Unternehmen, die das Autonome Fahren mit KI vorantreiben wollen?

Josef Behammer: Die Rechenkapazität, die die den Umgang mit KI erfordert, sind enorm. Es gilt, immense Datenmengen so zu verarbeiten, analysieren und speichern, dass daraus eine nutzbringende Innovation im Fahrverhalten entsteht – für Fahrer und Umwelt. Automobilkonzerne und deren Zulieferer müssen für den Bedarf an komplexen Rechenkapazitäten gewappnet sein, egal, ob nun connected oder autonom.

Dr. Andreas Böhm: Wir kennen die Komplexität und Größenordnung von automobilen Datenmengen aus Entwicklung und in der Partnerschaft mit Kunden. Die Zulieferer müssen auf die Bedürfnisse von Big Data, High Performance Computing (HPC) und Datenanalytik fokussieren. Dabei ist es völlig nebensächlich, ob Luftwiderstandskoeffizienten oder Simulationen für alle Fahreventualitäten errechnet werden. Schnelle, zuverlässige und komplexe Rechenoperationen sind das Mittel gegen die Unmengen an Daten, die schon jetzt durch IoT generiert werden.

Josef Behammer: Nochmals zurück zum Anfang des Gesprächs. Es rollt noch eine unfassbare Menge von Daten anhand Connected Cars und selbstfahrender Autos auf uns zu. Und genau diese Daten haben im Straßenverkehr oberste Priorität, deren Verarbeitung und Analyse in Echtzeit erfolgen muss, damit das Fahren sicher bleibt. Meiner Meinung nach sind Anwendungen, die nicht auf eine Echtzeitkommunikation angewiesen sind, auszulagern. Erst so entsteht genügend Kapazität im eigenen Rechenzentrum für latenzkritische Anwendungen.

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Kooperationen speziell im Bereich der Künstlichen Intelligenz sind aus unserer Sicht unabdingbar,...  lesen
posted am 07.06.2018 um 10:17 von Unregistriert

Die Anwendung hochleistungsfähiger Rechner und die Vernetzung derselben ist keine KI. Zum Glück...  lesen
posted am 16.05.2018 um 12:23 von Wiz

Hallo Cluster Automotive und b-plus, mich würde interessieren, wie sie beide die angehende...  lesen
posted am 09.05.2018 um 16:08 von Unregistriert


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