Hypermotion 2019 – Wegbereiter für die Mobilität und Logistik von morgen

Das Konzept der Hypermotion fand vergangenes Jahr bei Experten, Ausstellern und Besuchern großen Anklang.
Das Konzept der Hypermotion fand vergangenes Jahr bei Experten, Ausstellern und Besuchern großen Anklang. (Bild: Messe Frankfurt)

Wie verändern sich die Verkehrs- und Transportsysteme? Wie können Mobilitätsketten intermodal gestaltet werden und welche Chancen ergeben sich daraus? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die Hypermotion 2019. Im Interview erläutert Danilo Kirschner, Director Hypermotion der Messe Frankfurt Exhibition GmbH, die Details.

Was ist das Thema der Hypermotion vom 26.-28. November 2019?

Die Hypermotion bringt als erste Plattform für die digitale Transformation alle Verkehrsträger zusammen. Es treffen sich Anbieter und Anwender zum Austausch über neue Standards für die Mobilität und Logistik von morgen - über Verkehrsträger und Systemgrenzen hinweg. Denn damit die Mobilitätswende gelingen kann, müssen wir alle Mobilität neu denken – und Branchen, Verkehrsträger und Systeme miteinander vernetzen.

Ein großer Treiber ist dabei die Digitalisierung, aber auch der Hyperkonsum, das steigende Mobilitätsbedürfnis sowie der anhaltende Klimawandel und die zunehmende Urbanisierung spielen eine wichtige Rolle. Die bestehenden Mobiltätskonzepte kommen spürbar an ihre Grenzen bzw. haben ausgedient; wir brauchen ein neues, zukunftsfähiges und nachhaltiges Konzept. Das Verkehrssystem der Zukunft muss vernetzt, intelligent, sicher und multimodal sein. Dies zu entwickeln ist eine Herkules-Aufgabe, die nur möglich ist, wenn alle Player und Akteure aus der Mobilität, Logistik, Supply Chain und Infrastruktur zusammenarbeiten mit Behörden, Wissenschaftlern und Experten.

Danilo Kirschner ist als Director Hypermotion für die Messe Frankfurt Exhibition tätig.
Danilo Kirschner ist als Director Hypermotion für die Messe Frankfurt Exhibition tätig. (Bild: Messe Frankfurt Exhibition)

Welche Rolle spielt dabei die Hypermotion?

Wir möchten hier Wegbereiter sein und den Dialog zwischen den etablierten Mobilitäts- und Logistikunternehmen und den First Movern interdisziplinär und verkehrsträgerübergreifend fördern, neue Perspektiven eröffnen, zukunftweisende Konzepte diskutieren und zur Vernetzung aller Teilnehmer anregen. Viele interaktive Formate wie Konferenzen, die Ausstellung mit dem Hypermotion-Lab, Think Tanks, Workshops. Pitches. Talks und Speed-Networking laden zu Diskussion und Austausch ein.

Wen adressiert die Hypermotion als Aussteller und welche Besucher werden angesprochen?

Die Aussteller sind vielfältig, angefangen bei Unternehmen aus der Automotive- und Logistikbranche, Mobilitätsdienstleistern, IT- und Softwareunternehmen über Verkehrsbetriebe, Beratungsunternehmen und Start-ups bis hin zu Kommunen, Behörden und Vertreter aus Wissenschaft und Forschung. Als Besucher erwarten wir u.a. Verkehrsbehörden und Verbände, Architektur- und Planungsbüros, Start-ups, Capital Ventures, Vertreter von Kommunen und Behörden, Verkehrsbetriebe, Technikexperten. Und auch Fahrzeugbauer und Systemhersteller, IT-Spezialisten, Ingenieure und Entwickler, Mobility und Fuhrpark Manager, Hersteller und Zulieferer aus den Segmenten Elektrik, Elektronik, Sensorik, Telematik und Navigation, Vertreter von Buchungssystemen und Fluggesellschaften. Und schließlich ist jeder herzlich eingeladen, der sich für nachhaltige Konzepte für die Mobilität und Logistik von morgen interessiert und den Austausch sucht, auch Studenten und Schüler sind herzlich willkommen.

Was gibt es Neues bei der dritten Ausgabe der Hypermotion?

Das Konzept der Hypermotion fand bei Experten, Ausstellern und Besuchern großen Anklang und wir haben es weiterentwickelt mit neuen Themen und Partnern. Die Hypermotion findet erstmals in der Halle 1.2 statt, direkt am Eingang City der Messe Frankfurt. Die Konferenzen und die Ausstellung rücken räumlich und inhaltlich enger zusammen. Teilnehmern bieten wir unterschiedliche Optionen, sich aktiv einzubringen – als Sponsor, Speaker, Start-up oder Hochschule, als Aussteller mit Messestand oder Networking-Lounge. Im Hypermotion-Lab bieten wir an drei Tagen Pitches, Talks und Think Tanks zu den Themen urbane Mobilität, Künstliche Intelligenz, Drohnen und Flugtaxis, 3D Druck in der Logistik und vieles mehr.

Im Connected Technologies Lab werden unter anderem die technologischen Grundlagen und erforderlichen Technologieentwicklungen für die Bereitstellung von innovativen Mobilitätsdiensten und die Organisations- und Partnerschaftsmodelle für die Markteinführung dieser Dienste in offenen Foren präsentiert und diskutiert. Daraus ergeben sich kreative Ideen für neue Lösungsansätze und Geschäftsanbahnungen durch neue Partnerschaften.

Neu ist auch der Micro Mobility Parcours, wo man Monowheels, Segways, Pedelecs, Cargo-Bikes, E-Scooter und E-Tretroller ausprobieren kann. Außerdem findet zum ersten Mal der Deutsche Mobilitätskongress im Rahmen der Hypermotion statt, organisiert von der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft (DVWG), dem Rhein-Main Verkehrsverbund (RMV) und dem House of Logistics & Mobility (HOLM).

Welche Rolle spielen Start-ups für Sie?

Bereits bei den Vorbereitungen zur ersten Hypermotion sind wir bei etablierten Unternehmen auf großen Zuspruch gestoßen, Start-ups in das Programm mitaufzunehmen. Für Start-ups haben wir ein besonderes Angebot entwickelt, wie sie sich und ihre innovativen Konzepte und Lösungen präsentieren können. So bieten wir ihnen innovative Standpakete nach dem Plug’n Play Prinzip, ein Co working space im Start-up Areal verbunden mit der kostenlosen Teilnahme an einem Coaching und bei den Start-up Pitches. Hier treten sie dann gegen andere Start-ups an und können ihre Projekte und Ideen vorstellen und Investoren treffen.