Ein Angebot von /

Hochautomatisierter Gabelstapler kann sehen, denken und handeln

| Redakteur: Thomas Kuther

Hochautomatisierte Fahrfunktionen sorgen für mehr Arbeitssicherheit: Der ZF Innovation Forklift umfährt eigenständig Hindernisse und hält an, sobald sich Personen im Fahrweg befinden.
Hochautomatisierte Fahrfunktionen sorgen für mehr Arbeitssicherheit: Der ZF Innovation Forklift umfährt eigenständig Hindernisse und hält an, sobald sich Personen im Fahrweg befinden. (Bild: ZF)

ZF präsentiert auf der Hannover Messe eine Weltpremiere, den ZF Innovation Forklift – einen hochautomatisierten, elektrifizierten und voll vernetzten Gabelstapler, der den Konzernanspruch see. think. act. auch in eine Material-Handling-Anwendung überträgt.

Wie die ZF-Division Industrietechnik von der breiten Expertise des Technologiekonzerns im Pkw- und Nutzfahrzeugbereich profitiert, demonstriert der Konzern auf der diesjährigen Hannover Messe mit einer Weltpremiere: Mit dem ZF Innovation Forklift bringt der Konzern erstmals einer Material-Handling-Anwendung das Sehen, Denken und Handeln bei. Das Resultat ist ein voll vernetzter Elektro-Gabelstapler mit hochautomatisierten Fahrfunktionen, der seine Umgebung über Kamera- und Radarsysteme wahrnimmt. Die so erzeugten Daten werden von dem Zentralcomputer ZF ProAI auf der Basis einer Künstlichen-Intelligenz-Software ausgewertet, die sich bereits in Innovationsträgern auf Basis von Pkws und Traktoren bewährt hat. Intelligente Aktuatorik – wie die elektrische ZF-Hinterachslenkung für Gabelstapler – und der elektrische ZF-Einzelradantrieb setzen die Handlungsanweisungen der Steuerung um.

Kompetenzen bündeln für Industrietechnik-Megatrends

„Bereits heute haben wir eine führende Rolle, wenn es um das hochautomatisierte und autonome Fahren geht und das auch in der Industrietechnik. Es reicht nicht mehr nur, ausgezeichnete Lösungen mit hohem Kundennutzen in den Markt zu bringen. Es geht um Tempo. Und das zeigen die ZF-Innovationsteams hier in Hannover mit neuen Produkten“, sagt ZF-Vorstandsvorsitzender Wolf-Henning Scheider. „Im hochautomatisierten ZF Innovation Forklift bündeln wir unser Know-how zu einer einmaligen und umfassenden Lösung, die die Kernanforderungen der Branche aufgreift: höchste Effizienz und Kosteneinsparungen im Bereich Material Handling.“

Digitalisierung, Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung gebündelt

So bündelt der ZF Innovation Forklift Digitalisierung, Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung. Er zeigt den Weg zu autonomen Flurförderfahrzeugen der Zukunft auf und erledigt Arbeitsaufträge hochautomatisiert, indem er den Lagerort eigenständig ansteuert, die Ware abholt und zum Besteller transportiert. Dazu bewegt sich der ZF Innovation Forklift dank seines extrem leistungsfähigen Elektroantriebs, der mit einer Hublast von bis zu 3,5 Tonnen in den Bereich der heute noch im Outdoor-Einsatz weitverbreiteten dieselgetriebenen Stapler vorstößt, emissionsfrei. ZF liefert den rein elektrischen Antrieb als Systemlösung und hat das Energiemanagement des Staplers so optimiert, dass eine Batterieladung mindestens eine Schicht vorhält. Anwender müssen daher weniger Wechselbatterien bereitstellen und können auf diese Weise deutlich Kosten sparen. Eine intelligente Objekt- und Fußgängererkennung führt zu einem wesentlichen Plus an Sicherheit im Betrieb. Denn die Sensoren des ZF Innovation Forklift erfassen Personen oder stehende Hindernisse wie Gitterboxen oder Paletten. Die Dateninterpretation auf dem KI-Zentralsteuergerät ZF ProAI führt zu einem entsprechenden Befehl an das Fahrzeug zum sofortigen Stopp oder Umfahren des Hindernisses. Dabei helfen Deep-Learning-Algorithmen, die große Zahl von möglichen Szenarien in hoher Geschwindigkeit zu antizipieren und adäquate Reaktionen auszuüben. Künstliche Intelligenz hilft also dabei, Arbeitsunfälle und Personen- oder Materialschäden zu vermeiden. Auch kann das Fahrzeug selbständig Aufträge priorisieren und so über die optimale Reihenfolge und Route entscheiden. Ein wesentlicher Faktor hierfür ist die Vernetzung des ZF Innovation Forklift. Er kann in einen digitalisierten Fertigungsverbund agieren und dort sowohl mit dem Warenwirtschaftssystem als auch mit der Infrastruktur und weiteren Fahrzeugen kommunizieren. Das cloudbasierte, dynamische Flottenmanagement erlaubt es, die Daten der einzelnen Gabelstapler effizient zu verwalten und auszuwerten. Das System berücksichtigt beispielsweise bei allen Fahrten den aktuellen Ladezustand der Batterie und plant den Aufladezeitpunkt, an dem der Stapler selbständig die Ladestation ansteuert.

Internet of Things für alle Bereiche

Gerade mit Blick auf die Themen Data Management und Data Analytics ist die Vernetzung verschiedenster Systeme in einer IoT-Plattform eine wesentliche Grundlage der Industrietechnik von morgen. Mit der ZF Cloud hat ZF eine offene, skalierbare IoT-Plattform entwickelt, die sich industrieübergreifend flexibel einsetzen lässt. Sie bietet die Möglichkeit, Daten zu sammeln, mit höchst leistungsfähigen Analysetools in Echtzeit auszuwerten und eine Vielzahl einzelner Funktionen und Teilnehmer zu vernetzen. Zu den ersten Anwendern der ZF Cloud zählen unter anderem Seilbahnbetriebe, die mittels vorausschauender Planung von Wartungsarbeiten (Predictive Maintenance) unvorhergesehene Ausfälle vermeiden. In Windparks errechnen vernetzte Windkraftgetriebe anhand der verfügbaren Daten jederzeit den optimalen Betriebsmodus. Nutzer der ZF Cloud können externe Informationen einbeziehen und sie auf einem geschützten Bereich speichern. Auch die ZF-eigene Telematikplattform Openmatics ist mit der ZF Cloud vernetzt.

Noch bis zum 27. April 2018 zeigt ZF auf der Hannover Messe sein Portfolio in Halle 22, Stand A20.

IT-Sicherheitssysteme für vernetzte, teleoperierte und autonome Fahrzeuge

IT-Sicherheitssysteme für vernetzte, teleoperierte und autonome Fahrzeuge

23.04.18 - Trend Micro und .objective Software kooperieren bei der Entwicklung von IT-Sicherheitssystemen für vernetzte, teleoperierte und autonome Fahrzeuge. Die Unternehmen zeigen ihre Lösung zum Schutz eines teleoperierten Fahrzeugs auf der diesjährigen Hannover Messe. lesen

Alltagsroutine mit autonomen Robotern

Alltagsroutine mit autonomen Robotern

14.01.18 - 125 autonome Transport-Roboter treffen auf 7.000 Mitarbeiter. Im Seat-Werk in Martorell ist dies Alltag. Mit einer Maximallast von 1,5 Tonnen und einer jährlichen Wegstrecke, die der Entfernung zwischen Erde und Mond entspricht, übernehmen die fahrerlosen Helfer die schwersten körperlichen sowie monotonsten Aufgaben. lesen

Dynamische Schutzfelder für Mensch-Roboter-Kooperation

Dynamische Schutzfelder für Mensch-Roboter-Kooperation

14.02.18 - Nein, der Mann steht nicht an einer Ampel oder spielt Kästchen hüpfen. Was hier zu sehen ist, nennt sich Automatisierung ohne Schutzzäune. Entwickelt wurde das Konzept von VW, Kuka und dem Fraunhofer Institut IFF. lesen

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
Kommentar abschicken
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45265407 / E-Mobility)