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Hightech-Radeinheit senkt Kosten von E-Fahrzeugen

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Mit einer hochentwickelten Radeinheit, die von Forschern der University of Waterloo entwickelt wurde, könnten E-Fahrzeuge kostengünstig hergestellt werden.

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Prof. Amir Khajepour: „Unsere Radeinheit ist gewissermaßen ein Vollfahrzeug mit nur einem Rad. Alles, was fehlt, ist die Karosserie.“
Prof. Amir Khajepour: „Unsere Radeinheit ist gewissermaßen ein Vollfahrzeug mit nur einem Rad. Alles, was fehlt, ist die Karosserie.“
(Bild: University of Waterloo)

„Die Idee ist Modularität und sofortige Betriebsbereitschaft“, so Amir Khajepour, Professor für Maschinenbau und Mechatronik bei Waterloo. „Unsere Radeinheit ist gewissermaßen ein Vollfahrzeug mit nur einem Rad. Alles, was fehlt, ist die Karosserie.“

Im Grunde genommen ist das neue von Amir Khajepour entwickelte Rad ein komplettes einrädriges Auto. Tatsächlich enthält es alles, was ein Fahrzeug benötigt: Elektromotor, Bremse, Federung und Lenkung sowie ein Kontrollsystem. Jede Radeinheit wiegt lediglich 40 kg, der E-Motor leistet 18,4 kW.

Ganz auf die Karosserie konzentrieren

Laut Khajepour brauchen sich Autohersteller dank seiner Erfindung künftig nicht mehr mit der Entwicklung von Antriebssystemen und anderen Techniken beschäftigen. Sie könnten sich ganz auf die Karosserie konzentrieren und diese für jede erdenkliche Nutzung auslegen. Sie müssten lediglich Platz für die Batterien berücksichtigen. Dafür böte sich vielleicht der dann leere Motorraum an.

Als erstes soll mit den neuartigen Rädern ein zweisitziges Stadtfahrzeug ausgestattet werden, das fast lautlos daherkommt und die Umwelt nicht verschmutzt – jedenfalls nicht da, wo es gerade rollt. Seine ganzen Vorteile könne das Rad jedoch erst bei einer Massenproduktion ausspielen. Dann ließe es sich so kostengünstig produzieren, dass der Fahrzeugpreis drastisch sinke.

Kleinere Autos werden kostengünstiger

„Autohersteller können kleinere Fahrzeuge bauen, die dazu noch billiger sind“, unterstreicht Khajepour. Noch seien sie aber noch nicht so weit. Kleinwagen seien bisher im Verhältnis zu teuer. Im nächsten Schritt sollen größere Räder entwickelt werden, die die gleiche Ausstattung haben – vor allem für Spezialfahrzeuge, wie zur Nutzung im Bergbau, in der Forstwirtschaft oder für die Personenrettung. Auf diese Anwendungen zugeschnittene Entwicklungskosten entfielen.

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