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Marktstudie Grüne und intelligente Ladegeräte weisen die Zukunft in der Schnellaufladung

| Redakteur: Thomas Kuther

Ob Smartphone, Powertool oder Elektroauto: Leere Akkus sollen möglichst schnell wieder geladen werden. Die Industrie hat darauf reagiert und so ist ein regelrechter Hype um das Thema „Supercharging” entstanden, den die Marktforscher von Frost & Sullivan unter die Lupe genommen haben.

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Grüne und intelligente Ladegeräte weisen die Zukunft in der Schnellaufladung, prognostiziert das Frost & Sullivan TechVision Team
Grüne und intelligente Ladegeräte weisen die Zukunft in der Schnellaufladung, prognostiziert das Frost & Sullivan TechVision Team
(Bild: Frost & Sullivan)

Aggressive Marketingaktivitäten haben Schnell-Lade-Technologien viel Aufmerksamkeit im Markt beschert. Dass die Ladezeit als Überzeugungsargument genutzt wurde, hat jedoch dazu geführt, dass der Hype um das schnelle Laden den tatsächlichen Forschungsaufwand abgehängt hat. Sobald die Technologien die anspruchsvollsten Erwartungen der Kunden erfüllen, werden die Marketingbotschaften an Einfluss verlieren. Aktuelle Entwicklungen konzentrieren sich auf Analytik und darauf, Ladegeräte auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer abzustimmen, um damit die Effizienz und Lebensdauer von Batterien zu erhöhen.

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„Das Wachstum im Markt wird angetrieben von der Konvergenz des Ladeprotokolls, das sowohl eine synchrone als auch asynchrone Kommunikation und damit Unternehmen und Verbrauchern die Wahl einer einfachen, aber leistungsfähigen Ladetechnologie ermöglicht,” erklärt Frost & Sullivan TechVision Research Analyst, Hafiz Amin. „Die Ladetechnologien der Zukunft sind intelligente, personalisierte Ladegeräte, die Analytik, maschinelles Lernen und moderne Automatisierung kombinieren. Entwickler werden zudem vertikal skalieren, indem sie Batterien für einen schnelleren Ladeprozess und mit höherer Kapazität entwerfen.”

Asien-Pazifik und Europa führen beim Schnellladen von E-Fahrzeugen

Die aktuelle Studie „Supercharging Within Minutes: Opportunities in Key Application Sectors“ des Frost & Sullivan Growth Partnership Service Programms TechVision (Information & Communication) hat ermittelt, dass die USA und die Asien-Pazifik-Region die Zentren für Technologien zur Schnellaufladung in der Unterhaltungselektronik sind, weil sich in diesen Regionen viele multinationale Unternehmen angesiedelt haben, die im Bereich der Forschung und Entwicklung (F&E) aktiv sind. Was Schnellaufladung für Elektrofahrzeuge angeht, sind Asien-Pazifik und Europa die Innovationsführer, was mit der dortigen guten staatlichen Unterstützung zusammenhängt.

Schnellladetechnologien befinden sich erst im Anfangsstadium

Obwohl Schnellladetechnologien mit Riesenschritten voranschreiten, handelt es sich dennoch um Technologien im Anfangsstadium ihrer Entwicklung, die sich mit den typischen Herausforderungen wie hohe Kosten und unbeständigen Mechanismen auseinandersetzen müssen. Die Bereitstellung von Gleichstrom und Ladesäulen für Elektrofahrzeuge (engl. electric vehicle service element, EVSE) kann bis zu 80.000 US-$ pro Ladestation kosten, was ca. 500% mehr ist als eine Level-2-Ladung. Der größte Posten bei den Ausgaben ist die Gerätetechnik für die Ladestationen, der fast 43,75% der Gesamtkosten ausmacht.

Trotz aller Herausforderungen, haben Unternehmen bedeutende Fortschritte bei der Entwicklung von Schnellladetechnologien gemacht und zahlreiche innovative Produkte auf den Markt gebracht.

Zu den führenden Unternehmen und Innovationen gehören:

  • Proterra entwickelte eine Schnellladekonfiguration für Elektrobusse. Sie ist achtmal schneller als das CHAdeMO-Protokoll und dreimal schneller als das Tesla Supercharger-System,
  • Posicharge entwickelte einen intelligenten Schnelllader in der Fördertechnik
  • LyteSystem entwickelte eine Batterie, die innerhalb von zehn Minuten bis zu 2550 mAh laden kann,
  • Enavate entwickelte eine ultraschnelle Batterieaufladung, die bis zu 90% in nur 15 Minuten aufladen kann,
  • Qnovo entwickelte Algorithmen, die auch unter der Bezeichnung Adaptive Pulse Modulation bekannt sind und den Ladestrom für jede Zelle optimieren und damit die Ladezeit minimieren.

„Zukünftige Produktinnovationen werden darauf ausgerichtet sein, eine reibungslose und vernetzte Benutzererfahrung in einem intelligenten und grünen Umfeld zu ermöglichen,” so Amin. „Innovatoren sind darum bemüht, neue Produkteigenschaften und Benutzererfahrungen zu integrieren, um die Nachfrage anzukurbeln und die Anwenderbasis zu erweitern. Das treibt das Konzept der Energie-Eigentümerschaft an, ein Aspekt des Smart-City-Konzepts, das den Verbraucher vom Plug & Play zum ‘Plug, Learn & Play’ führt.”

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