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Größte Batteriesystemfabrik für E-Nutzfahrzeuge in Europa eröffnet

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Alleine am neuen Standort werden Batteriesysteme für 10.000 Fahrzeuge in den kommenden Jahren produziert..
Alleine am neuen Standort werden Batteriesysteme für 10.000 Fahrzeuge in den kommenden Jahren produziert.. (Bild: Martin Jendrischik)

AKASOL hat im Beisein von Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir Europas größte Batteriesystemfabrik für elektrische Nutzfahrzeuge mit einer Kapazität von 600 MWh (3.000 E-Busse) pro Jahr eröffnet. Die Darmstädter schaffen damit bis zu 150 Arbeitsplätze.

„Überall auf der Welt wird an klimafreundlichen Antrieben und Verkehrssystemen gearbeitet, und leistungsfähige Speicher sind essenziell, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen“, sagte Hessens Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Tarek Al-Wazir während der Veranstaltung. „Hessen braucht innovative Unternehmen, die die Herausforderungen der Zukunft annehmen – denn wir wollen nicht nur die ökologischen, sondern auch die ökonomischen Chancen der Verkehrswende für Wertschöpfung und Beschäftigung in Hessen nutzen.“

Während AKASOL seit Gründung bis heute ca. 1.000 Elektrofahrzeuge mit Batteriesystemen ausgestattet hat, können nun mehr als 10.000 Hybrid- oder E-Busse angetrieben werden. Immer mehr europäische Großstädte steigen auf emissionsfreie Busse um: Fahrzeughersteller suchen händeringend nach flexibel einsetzbaren, aber gleichzeitig leistungsstarken und für die hoch-perfektionierte Automobilproduktion geeignete Batteriesystemen. Zwei der führenden Bushersteller Europas haben sich nach ausgiebiger Evaluierungs- und Zertifizierungsphase bereits für die Technologie von AKASOL entschieden.

Dem europäischen Markt für Hybrid- und E-Busse wird ein jährliches Wachstum von mehr als 35 Prozent prognostiziert, da nach den erfolgreichen Tests zahlreicher Flottenbetreiber nun Großaufträge folgen: Wiesbaden will beispielsweise die eigene Busflotte von 220 Fahrzeugen umrüsten und auch europäische Großstädte wie Paris, London oder Hamburg werden ab 2020 nur noch Elektrobusse bestellen.

Gerade öffentliche Auftraggeber scheuen aber oft die im Vergleich zu Dieselfahrzeugen höheren Investitionskosten und verlangen Leasingmodelle. Damit ist die Auswahl des richtigen Lieferanten und Technologien für die OEMs von strategischer Bedeutung. Schulz weiter: „Die Flexibilität, sich heute für eine Batterielösung zu entscheiden, aber vielleicht künftig eine andere Entscheidung zu treffen, bieten nur wir und erfüllen dabei auch sämtliche Performance-, Zuverlässigkeits- und Sicherheitsanforderungen unserer Kunden.“

Zu den langjährigen Kunden gehören beispielsweise VDL Bus & Coach, Alexander Dennis, Alstom, Bombardier oder Bucher Municipal. Die Namen der beiden neuen Serienkunden dürfen erst im nächsten Jahr benannt werden. „Diese und viele weitere Kunden vertrauen auf die mehr als 25-jährige Expertise unserer Ingenieure mit Lithium-Ionen-Batteriesystemen unterschiedlicher Batterietechnologie und maßgeschneiderter Leistungsfähigkeit“, so Schulz.

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