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Gebrauchte E-Autos – Eine preiswerte Alternative?

| Autor/ Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Benjamin Kirchbeck

Immer mehr Autofahrer in Deutschland liebäugeln mit der E-Mobilität. Vielen sind die Autos trotz Umweltbonus allerdings noch zu teuer. Doch mittlerweile bietet der Gebrauchtwagenmarkt viele günstige und recht risikoarme Alternativen.

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Auch gebraucht noch sehr teuer: Tesla Model S, der nicht unter 40.000 Euro zu haben ist.
Auch gebraucht noch sehr teuer: Tesla Model S, der nicht unter 40.000 Euro zu haben ist.
(Bild: Tesla)

Diverse gut gemachte Elektroautos gibt es schon seit einigen Jahren. Trotz reichlich Begeisterungspotenzial und wachsender Beliebtheit bleiben die Stromer aber weiterhin Exoten. Viele potenzielle Käufer schrecken vor allem die hohen Neuwagenpreise ab. Doch E-Autos müssen gar nicht teuer sein, denn mittlerweile gibt es eine recht große Auswahl aus zweiter Hand. Viele werden bereits für vierstellige Beträge angeboten. Die Risiken für Käufer sind in der Regel gering.

Geringe Laufleistung und weniger Verschleißteile

Wer in den Online-Autobörsen nach gebrauchten Autos mit Elektroantrieb sucht, wird mittlerweile mehrere tausend Angebote finden. Weniger als zehn Prozent dieser E-Mobile aus zweiter Hand sind älter als fünf Jahre. Und selbst die Betagteren weisen in der Regel geringe Laufleistungen auf. Ebenfalls nur gut zehn Prozent haben mehr als 50.000 Kilometer auf dem Tacho.

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Doch selbst hohe Laufleistungen müssen nicht abschrecken, denn in Elektroautos stecken wesentlich weniger Verschleißteile als in konventionell getriebenen Fahrzeugen. Zahnriemen, Kupplung oder Auspuff? Solche Problemzonen gibt es bei den Stromern nicht. Und dank der meist starken Rekuperation, also der Stromrückgewinnung durch die Motorbremse, halten zum Beispiel Bremsanlagen deutlich länger als bei Autos mit Verbrenner.

Pro Jahr rund 2,5 Prozent Leistungsverlust

Lediglich die Batterie gilt als ein mit gewissen Risiken behaftetes Bauteil, allerdings keineswegs als Mängelherd. Die meisten Hersteller behaupten, dass deren Haltbarkeit auf den Fahrzeuglebensdauer ausgelegt ist. Bislang gibt es noch kein Modell, beim dem sich der Stromspeicher als problemanfällig erwiesen hätte. Zelldefekte gelten bislang über alle Hersteller hinweg als sehr selten.

Was allerdings bei allen E-Autos gleich ist: Der Ermüdungseffekt der Akkus. Dieser wird vor allem von der Häufigkeit der Ladezyklen beeinflusst. Mitsubishi, das mit dem Electric Vehicle das älteste Volumenmodell im Markt hat, rechnet damit, dass bei täglichem Laden ein Akku 2,5 Prozent seiner Leistung pro Jahr verliert. Insofern sollten Batterien selbst bei zehn Jahre alten Fahrzeugen noch über gut Dreiviertel ihrer Ursprungskapazität verfügen. Das schränkt die Reichweiten ein, mehr aber nicht.

Sollten die Reichweitenverluste deutlich höher ausfallen, können diese oft durch eine sogenannte Konditionierung, also eine Glättung der Zellenspannungen, zumindest teilweise wieder reduziert werden. Sollten tatsächlich Zellendefekte auftreten, lassen sich diese je nach Modell und Hersteller für vergleichsweise kleines Geld auch reparieren.

Batterie-Leasing als Alternative

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte vor dem Kauf eines gebrauchten Stromers den Zustand der Batterie bei einer Fachwerkstatt prüfen lassen. Mit Hilfe von Datenauslesegeräten lässt sich leicht ermitteln, wie es um den Stromspeicher bestellt ist. Definitiv risikolos ist der Kauf von E-Autos, deren Batterien von den Herstellern gemietet werden. Unter anderem Renault, Nissan oder Smart haben solche Modelle verkauft. Für diese Miete muss man ein Monatsbetrag entrichten, der, abhängig von verschiedenen Variablen, zwischen 30 und 140 Euro liegen kann.

Das Gebrauchtschnäppchen nervt dann zwar mit den Folgekosten des Batterieleasings, allerdings muss der Hersteller eine defekte Batterie kostenlos tauschen. Sollte tatsächlich ein Akku schlappmachen, muss man den ohnehin eher unwahrscheinlichen Fall eines wirtschaftlichen Totalschadens aufgrund eines Batteriedefekts nicht fürchten.

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