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Fünf Konzepte für E-Autos mit Solarzellen

| Autor / Redakteur: Mario Hommen / Benjamin Kirchbeck

Solarzellentechnik könnte E-Autos auf ein ökologisch höheres Level hieven. Mittlerweile kündigen sich gleich mehrere Stromer an, die zeitweilig oder ganz auf die Steckdose verzichten sollen.

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2022 dürfte Fisker das E-SUV Ocean auf den Markt bringen.
2022 dürfte Fisker das E-SUV Ocean auf den Markt bringen.
(Bild: Fisker)

Mit Solarzellen bestückte E-Autos könnten in wenigen Jahren eine von Ladeinfrastruktur partiell unabhängige Nutzung erlauben. Diese künftigen Modelle produzieren ihren für den Antrieb nötigen Strom einfach selbst und damit kostenlos. Bereits 2021 sollen erste Elektroautos mit eigener Stromversorgung auf den Markt kommen. Einige davon sind im Kurzstreckeneinsatz autark nutzbar, andere sollen sogar langstreckentauglich sein.

Sono Motors: Sion

Bereits vor einigen Jahren hat das Münchner E-Auto-Start-up Sono Motors angekündigt, den mit Solarzellen eingekleideten Elektro-Van Sion auf den Markt zu bringen. Nach derzeitigem Stand soll es 2021 so weit sein. Die PV-Zellen des Sion leisten 1,2 kW und generieren an sonnigen Sommertagen Strom für bis zu 34 Kilometer Fahrt, an einem bedeckten Dezembertag immerhin genug für drei Kilometer. Anders als beim Prototypen soll beim 25.500 Euro teuren Serienauto ein Laden durch Solarzellen auch während der Fahrt möglich sein. Reicht der selbst generierte Strom nicht, kann man die für 250 Kilometer Reichweite ausgelegte Batterien auch an der Steckdose laden.

Fisker: Ocean

Vermutlich 2022 dürfte Fisker das E-SUV Ocean auf den Markt bringen. Sein Highlight: Solarzellen im Dach, die – Sonnenschein vorausgesetzt – pro Jahr Strom für bis zu 1.600 Kilometer erzeugen sollen. Für die wöchentliche Fahrt zum Supermarkt könnte das reichen. Ansonsten wird der 80-kWh-Akku natürlich an der Schnellladesäule betankt, Strom für 300 Kilometer lassen sich laut Fisker in 30 Minuten in die Batterie pumpen. Die maximale Reichweite wird 480 Kilometern betragen. Der Preis für den Ocean soll bei umgerechnet rund 37.000 Euro liegen.

Tesla: Cybertruck

Auch Tesla hat angekündigt, für seinen für 2021 geplanten Pick-up Cybertruck ein Solarpanel fürs Fahrzeugdach optional anzubieten. Mit dem PV-Modul soll der in der Basisversion bereits mit Batterien für 480 Kilometer Reichweite gerüstete Cybertruck täglich Strom für rund 25 Kilometer selber und damit kostenfrei generieren. Als weitere Option will Tesla ein neben dem Fahrzeug aufstellbares Zusatzpanel anbieten, welches zusammen mit der PV-Technik auf dem Dach pro Tag Strom für 65 bis 95 Kilometer generieren soll. Anhängig vom Fahrprofil wäre damit eine Nutzung bereits unabhängig von einer Infrastruktur denkbar.

Lightyear: One

Dass das Solarauto eines Tages auch auf lange Tour gehen könnte, glaubt das holländische Unternehmen Lightyear. Das von Studenten der Universität Eindhoven gegründete Start-up hat die stromlinienförmige Reiselimousine One mit Solar-Außenhaut entwickelt. Auf rund 5 Quadratmeter soll diese unter sonnigen Bedingungen pro Stunde Strom für 12 Kilometer Fahrt produzieren. Über alle Jahreszeiten hinweg verspricht Lightyear eine Fahrstromproduktion im Gegenwert von 20.000 Kilometern. Verantwortlich für diese erste ist nicht nur die Effizienz der verwendeten Solarzellen, sondern außerdem der extrem niedrige Stromverbrauch des aerodynamisch optimierten Fünfsitzers, der deutlich weniger Energie als andere E-Autos benötigen soll. Das hat allerdings seinen Preis: Rund 150.000 Euro soll der One kosten.

Hangery Glory: Joylong EM3

Auch in China könnten in naher Zukunft Autos entstehen, die auf eine Ladeinfrastruktur verzichten. So hat Solar-Spezialist Hangery Glory einen Elektro-Van im Format der japanischen Key-Car-Klasse, den Joylong EM3, mit einem flexiblen 300-Watt-Folien-Modul auf dem Dach ausgestattet. Der 3,18 Meter kurze Fünfsitzer wäre damit unabhängig von Steckdosenstrom nutzbar. Das Minimobil hat eine 10-kWh-Batterie an Bord, die 120 bis 150 Kilometer Reichweite erlaubt. Die Solaranlage soll täglich bis zu 1,6 kWh generieren. Der EM3 wurde bei einem über 30 Tage dauerndem Test täglich rund 20 Kilometer ohne externe Stromzuvor bewegt. Bislang gibt es vom Solar-EM3 nur als Prototyp. Hangery Glory sucht noch nach Investoren für ein solches Projekt. –spx–

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