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Führerscheinprüfung mit Elektroautos

| Redakteur: Thomas Kuther

Wer ein Elektrofahrzeug nutzt, sollte die Besonderheiten des elektrischen Antriebs kennen.
Wer ein Elektrofahrzeug nutzt, sollte die Besonderheiten des elektrischen Antriebs kennen. (Bild: VdTUEV/Thomas-Rosenthal)

Immer mehr Autofahrer steigen auf E-Fahrzeuge um oder nutzen Carsharing-Angebote mit Elektroantrieb. Einige Fahrschulen bieten daher eine Ausbildung speziell auf E-Fahrzeugen an.

„Rein rechtlich muss man für ein Elektroauto außer einem gültigen Führerschein keine besonderen Voraussetzungen mitbringen“, erläutert Jan Schepmann, Mobilitätsexperte beim Verband der TÜV e.V. (VdTÜV). „Wer aber bereits seine Fahrstunden und die Fahrprüfung auf einem E-Fahrzeug absolviert, fährt mit der neuen Technologie von Anfang an noch sicherer.“

Elektrofahrzeuge haben einige Besonderheiten

Im Gegensatz zum klassischen Verbrennungsantrieb gelten für die Elektromobilität einige Besonderheiten, die von Anfang an geübt werden sollten. So steht bei einem E-Fahrzeug das maximale Drehmoment sofort zu Verfügung, wodurch bereits aus dem Stand wesentlich stärkere Beschleunigungen möglich sind. Wer also bislang nur mit Benzinern oder Dieselmotoren gefahren ist, fühlt sich beim Anfahren wie in einem Rennwagen. „Zur Vermeidung von Unfällen müssen die Autofahrer auf ein anderes Fahrverhalten vorbereitet sein“, erklärt Schepmann.

Radfahrer und Fußgänger hören E-Fahrzeuge später

Sicherheitsrelevant sind auch die wesentlich geringeren Geräuschemissionen. Am Steuer eines Elektrofahrzeugs muss man davon ausgehen, dass Fahrradfahrer oder Fußgänger viel später das Auto wahrnehmen und sich dadurch möglicherweise in Gefahr befinden. „Eine umsichtige Fahrweise sollte sowieso selbstverständlich sein“, so Schepmann, „bei elektrischen Flüstermotoren gilt dies aber ganz besonders.“ Gerade auch beim nahezu geräuschlosen Anfahren oder Rangieren muss ganz besonders auf andere Verkehrsteilnehmer geachtet werden.

Das volle Potential eines Elektro- oder Hybridfahrzeugs lässt sich nur optimal ausschöpfen, wenn man seine Besonderheiten gut kennt. Solange es keine flächendeckenden Ladeinfrastrukturen gibt und die Reichweiten wesentlich geringer sind als für konventionelle Fahrzeuge, müssen Fahrten über weitere Strecken gut geplant werden. Hinzu kommt, dass die Beherrschung einer energiesparenden Fahrweise einen enormen Einfluss auf die zurücklegbare Distanz hat. Auch bei Hybridfahrzeugen lässt sich dadurch konventioneller Kraftstoff einsparen.

Fahrstunden auf einem E-Mobil lohnen sich

Wer die Ausbildung und die Fahrprüfung auf einem E-Auto absolviert, erhält einen voll gültigen Führerschein – auch für klassische Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Einzige Einschränkung: Da E-Fahrzeuge keine Getriebe haben, dürfen bei konventionellen Antrieben nur Autos mit Automatikgetriebe gefahren werden.

„Es lohnt sich aber, während der Ausbildung einige Fahrstunden auf einem E-Fahrzeug zu nehmen“, so Schepmann. „Auch routinierte Fahrer können den Umstieg auf die Elektromobilität zum Anlass nehmen, mit einem professionellen Lehrer ihre Kenntnisse aufzufrischen.“

Wer sich für eine Fahrausbildung oder einen Auffrischungskurs mit einem E- oder Hybridfahrzeug interessiert, sollte bei den lokalen Fahrschulen nachfragen. Auf seiner Webseite bietet der VdTÜV stets eine aktuelle Übersicht der zugelassenen Prüfungsfahrzeuge.

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