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Thema: Akku-Triebzüge – 600 Millionen Euro Auftrag für Stadler

erstellt am: 03.07.2019 09:27

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Akku-Triebzüge – 600 Millionen Euro Auftrag für Stadler


Stadler konnte sich bei der Green-Technology-Ausschreibung über Fahrzeuge mit alternativen Antrieben erfolgreich gegen andere Konzepte durchsetzen. Teil der Vergabe ist neben der Lieferung von 55 FLIRT Akku-Triebzügen die Instandhaltung der Fahrzeuge über einen Zeitraum von 30 Jahren. Der Auftragswert liegt bei rund 600 Millionen Euro.

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Kommentar zu: Akku-Triebzüge – 600 Millionen Euro Auftrag für Stadler
03.07.2019 09:27

Nicht schlecht, aber viel teuerer als Dieseltraktion und nichts Neues bringend.

Unter Benennung RegioTrans wurde in Tschechien eine andere Akku-Lösung vorbereitet, die in gesamten Kosten (Investitionen + Energie) mit Dieseltraktion vergleichbar ist und ausserdem in Instandhaltungskosten günstiger ist.

Diese Lösung basiert daran, dass der größte Teil der Traktionsbatterie getrennt auf einem separaten Wagen angebracht ist und in den Endstationen gewechselt werden kann. Also keine Oberleitung und keine superleistungsfähige Ladestationen nötig.
Da der Akku-Wagen vor dem Passagierwagen fährt und eine sehr leistungsfähige Deformationszone darstellt, kann auch das Passagierfahrzeug in einer sehr leichten Bauweise gebaut werden und der ganze Triebzug nicht schwerer als eine Standardausführung des Battereifahrzeugs ist.
Durch Batteriegewichttrennung kann auch das Passagierfahrzeug mehr Fahrgäste fassen (mit Erfüllung der Achslastlimite) und dadurch die vergleichbare Kosten pro Sitz mit Dieseltraktion erreichen.

Und noch etwas bringt diese Lösung - der Akku-Wagen kann eine große Menge von Fahrrädern mitnehmen. Auf einmal sind die Bahnhöfe an Fahrgäste näher. Also eine breite regionale personale Intermodalität. Und wenn ich ein E-Fahrrad fahre, bin ich nach der Beförderung im Zug voll beladen.

Ist es nicht besser?


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RE: Akku-Triebzüge – 600 Millionen Euro Auftrag für Stadler
03.07.2019 13:00

Die Triebzüge werden i.d.R. streckenbezogen bestellt. Dadurch ist das Streckenprofil und die Haltepunktdichte (als Nachladestationen) bekannt. In logischer Konsequenz kann die Akkukapazität entsprechend angepasst werden um die Züge preiswerter zu machen, denn der Akku ist ein Verschleißteil im Gegensatz zur Ladeinfrastruktur. Lädt man dann noch mit Strom aus regionalen erneuerbaren Quellen (im ländlichen Raum ausreichend vorhanden) ergibt sich ein nachhaltiges Regionalbahnkonzept (verbrennungsfreier Regionalbahnbetrieb) für die Flächenanwendung. Ob der Akku im Zug integriert ist oder als Tender mitfährt sind einfach Varianten der Ausführung. Jedenfalls benötigt man nicht mindestens zwei Akkus pro Zug wie beim tschechischen Konzept.


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RE: Akku-Triebzüge – 600 Millionen Euro Auftrag für Stadler
03.07.2019 13:07

Das RegioTrans-Konzept sieht interessant aus. Leider habe ich dazu im Internet nichts gefunden. Haben Sie dazu eine Herstellerangabe oder einen Weblink?


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