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Thema: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende

erstellt am: 30.11.2018 11:58

Antworten: 17

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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
03.12.2018 08:42

Ja und sie wussten auch schon Mitte der Achtziger, dass man Katalysatoren für PKW nicht einführen kann, weil dafür die Weltplatinvorräte nicht reichen und weil ohne Blei im Sprit die Motoren innerhalb kürzester Zeit kaputt gehen.

Ich würde mir mal wieder ein vorwärts Deutschland anstatt im Moment immer nur ein Rückwärts Deutschland wünschen.


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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
03.12.2018 11:31

Um auf den recyclingbeitrag mit den vielen Links zurückzukommen:
abgesehen vom Alter (der Zeit-Artikel ist von 2015) bestätigen die nur die These, dass sogenanntes Recycling (wirklich?) selbst bei Firmen wie Umicore aktuell nur Rosinenpicken ist. Es ist einfach zu teuer. Unter anderem darum, weil eben zuviele unterschiedliche Batteriemodule zu unterschiedlich verbaut sind. Selbst bei den Modulen des selben Herstellers kommen über die Zeit unterschiedliche Zellen und auch unterschiedliche Chemie zumn Einsatz. So wird auch eine Second Life Nutzung weitgehend proprietär bleiben.

Das ist durchaus auch gut so: Heim-Voltaik womöglich auch noch mit Halbwissen aus dem Internet zusammengebastelt, ist seit jahren der schlimmste Alptraum des braven Feuerwehrmannes.
Früher wurden eigensichere Li-Eisenphosphatzellen bei Autos verbaut, heute thermisch hochgefährliche Li-Cobalttechnologie. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis bei den ganzen Bastlerlösungen und auch bei vielen handelsüblichen Lösungen etwas größeres passieren wird.

Dann ist das Geschrei gross und die Gesetze werden geändert bzw. angepasst.Gefahrengut-recycling kann ganz schön kompliziert werden, wenn erst einmal etwas richtig schlimmes passiert ist.

Solange Recycling nur teiweise statt findet und nicht billiger als Neubeschaffung ist, wird es sich nicht durchsetzen oder - wie aktuell_ ein Rosinenpicken in einzelnen Nischen bleiben. Der Rest wird thermisch verwertet oder sonst irgendwie (z.B. nach Afrika) entsorgt.
Da ist es tatsächlich ökologischer, halbwegs saubere Autos tatsächlich bis an ihr Lebensende nach 12 bis 15 Jahren weiter zu fahren. Denn sie sind halt schon mal da und könnten -wenn man wirklich wollte- auch relativ einfach und bezahlbar nachgerüstet werden.

Die aktuellen Batteriepanzer sind ein Irrweg der Auto-Evolution, der nur dazu dient, die Verbarcuhswerte zu schönen und unnötige Verbrenner-Dickschiffe mit hohem Gewinn weiter anbieten zu können.

Wie mehrfach erwähnt: Serielle Vollhybride verbinden aktuell die Vorteile beider Technologien und sind pardon: wäre damit DIE perfekte, sofort kostengünstig verfügbare Übergangstechnologie.


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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
03.12.2018 12:11

Beitrag vom 01.12.2018 08:08

Zitat: Die hysterischen Fanatiker von Planetenrettern mögen zwar die Elektroautos als die Heilsbringer ansehen, sind aber auf dem Holzweg.

Warum sind diese Leute denn hysterisch? - Es muss einfach mal ein Umdenken einsetzten, auch bei Ihnen! Fakt ist, dass fossile Rohstoffe, die in Millionen von Jahren sich gebildet haben und nun innerhalb von 300 - 400 Jahren verbrannt werden einfach eine drastische Auswirkung auf unser Leben (oder Sterben) haben wird!

Zitat: Produktion und Entsorgung von Elektroautos, und vor allem des Batterieblocks, sind für die Umwelt genauso schädlich als die Verschrottung von konventionellen Fahrzeugen, aber sie bringen den Konzernen viel dickere Gewinne. Der Käufer und Nutzer zahlt die Zeche.

Ja wenn Sie die Nutzung von fossilen Brennstoffen ausklammern und dann auch noch die Erschließungs-, Verarbeitungs- und Transportkosten nicht berücksichtigen....

....

Zitat: Die Werkstattkosten werden oft für Elektroautos höher als bei konventionellen Fahrzeugen angegeben. Haben Sie da noch weitere Fragen?

Woher haben Sie denn diese Information?
Genau das Gegenteil ist der Fall!!!
Fakt ist: Beim E-Auto fallen folgende Komponenten weg:
* Verbrennermotor mit ca. 3000 Bauteilen (wird ersetzt durch sehr viel kleineren, leichteren und zuverlässigeren E-Motor mit ca 30-40 Bauteilen).
* Auspuffanlage mit KAT
* Schaltgetriebe / Automatikgetriebe
Dadurch, dass viel weniger bewegliche Bauteile in einem E-Fahrzeug verbaut sind, kann auch viel weniger kaputt gehen.
Gespräche mit Renault-Mitarbeitern haben mir bestätigt dass der Zoe (seit 2013 im Einsatz)im Grunde nur zur Inspektion die Werkstatt sieht. Reparaturen am Motor oder dem Getriebe gibt es da nicht mehr!


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maXOLAR





dabei seit: 26.06.2018

Beiträge: 4

RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
03.12.2018 12:31

Produktion und Entsorgung von Elektroautos, und vor allem des Batterieblocks, sind für die Umwelt genauso schädlich als die Verschrottung von konventionellen Fahrzeugen, aber sie bringen den Konzernen viel dickere Gewinne. Der Käufer und Nutzer zahlt die Zeche.
NACHWEISLCIHE Erfahrungswerte:
Diesel 1,3l, Anschaffung 16590 EUR, 10 Jahre alt, 210000km, 5,38 l/100km, Durchschnittstreibstoffkosten 1,162 EUR/l, keine Reperatur, nur termingerechte Werkstattinspektionen und Verschleissmaterialien (z.B. Reifen).
Das ergibt jährliche Betriebskosten von rund 1500 EUR.
Die Batterieblocks von Elektrofahrzeugen haben erfahrungsgemäss eine Grenze von rund 6000 Ladezyklen (Entladen - Laden), d.h. zwar theoretisch 16 Jahre bei nur 1 Zyklus/Tag, die jedoch schöngerechnet sind, da der Hersteller nur eine Produktlebensdauer von max. 10 Jahren laut Datenblatt gewährt und 2-3 Ladezyklen/Tag der Realität entspricht. Man kann in der Praxis davon ausgehen, dass nach 6 Jahren die Batterie ersetzt werden muss, wenn man nicht auf halber Strecke liegen bleiben will.

ALSO:
Diesel: - Energiewert: Diesel 9912 kWh/m³ ~ 9,9 kWh/l
21000km/a = 57,5 km/d, 5,38 l/100km. Energiebedarf: ~0,6 kWh/d
Treibstoff: ~1300EUR/a

Elektro:
Ersatzbeschaffungskosten des Batterieblocks liegen bei 8000 bis 11000 EUR.
Das wären dann 1300 bis 1800 EUR/a + Strom (bei nur 1 Zyklus/d * 365d à 3,5kWh [offizieller Statistikwert] * 0,31 EUR/kWh) ~400 EUR/a!
Treibstoff: ~1700EUR/a bis 2200EUR/a.

Die Werkstattkosten werden oft für Elektroautos höher als bei konventionellen Fahrzeugen angegeben. Haben Sie da noch weitere Fragen?

In diesem Kommentar zum Artikel ist inhaltlich so ziemlich alles FALSCH (auch selten...)!
* zuletzt geändert von: maXOLAR am 03.12.2018 um 12:32 Uhr *


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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
03.12.2018 14:01

die Antwort auf all den Lithium Batterie Hype sind Brennstzellen: also Wasserstoff und den natürlich produzieren mit Sonnenenergie und Windenergie. Es ist ja nicht nur die schmutzige Kobaltproduktion im Kongo, es ist die umwelzersörende Gewinnung von Lithiumcarbonat z,B in Chile, wo Millionen von wertvollem Grundwasser verbraucht wird, welches die dortige Bevölkerung zum Überleben benötigt.
Aber unsere Energie Wirtachft wollen sich das Geschäft des Stromlieferanten nicht entgehen lassen, nachdem die Verbrennungsmotoren out sind.


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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
03.12.2018 21:11

wir sollten bei der Wahrheit bleiben:
-- Treibstoffkosten selbst bei Diesel zur Zt. (in Süddeutschland, FFM) heute EUR 1,38
-- Durchschnittsverbrauch 5,38 L/100km ist höher als bei meinem Benziner, aber nun ja.
-- je nach Fahrweise erhöhter Verschleiß an Auspuff, Bremsanlage, usw.
-- bei Elektro wahrscheinlich weniger Verschleiß weil elektrisch gebremst werden kann.
-- Strom für Elektrofahrzeuge sollte billiger als EUR 0,31/kWh zu bekommen sein!

aber
-- natürlich muss in der Schmutz-Diskussion die Herstellung von Batterien mit einbezogen werden.

Meiner Meinung nach führt nur das kleiner Denken aus dem Dilemma: kleinere Fahrzeuge, Motoren und Akkupacks, Höchstgeschwindigkeiten für Landstraße und Autobahn, Nutzung des Fahrrades!


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Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
04.12.2018 06:39

Das der ZOE die Werkstatt nur zur Inspektion sieht ist definitiv falsch, da kenne ich anderere Zahlen, z.B. E-Machine defekt (isolation), Elektronik, Akku borzeitig defekt, etc.


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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
06.12.2018 13:16

Es ist schon längst bekannt, das zum heutigen Zeitpunkt das elektrische Fahren teurer als mit fossilen Energieträgern ist. Die Politik könnte das ändern um der Zukunft etwas Gutes zu erweisen. (höhere Spritpreise) .. In der Rechnung muss man allerdings man zu den Energiepreisen noch die Anschaffungspreise der Fahrzeuge addieren. Da sieht die Bilanz dann noch schlechter aus. Die e-Fahrzeuge sind einfach noch zu teuer.


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