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Thema: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende

erstellt am: 30.11.2018 11:58

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Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende


Elektroautos sollen den Verkehr in Deutschland sauberer machen. Die Wahrheit ist aber auch: Für die riesigen Batteriemassen gibt es gar kein Recycling-System.

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Kommentar zu: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
30.11.2018 11:58

Wer sich auch nur ein wenig mit der Elektromobilität auseineinander gesetzt hat, dem sind diese Probleme schon lange klar und deutlich. Ich wage es ernsthaft in Frage zu stellen, ob die Elektromobilität überhaupt in der Lage ist unsere Probleme zu lösen. Kurz- bis mittelfristig auf keinen Fall. Mit den Verbrennungsmotoren verfügen wir über eine hoch entwickelte Technik, die auch noch weiter entwicklungsfähig ist. Das Hauptproblem ist doch die Energiebeschaffung und hier muss ein Kreislauf weiter entwickelt werden, der vom Rohöl u.ä. wegführt. Hierfür gibt es bereits sehr gute Ansätze.


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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
30.11.2018 13:31

Ja, es stimmt! Endlich nennt mal jemand die Sache beim Namen!
So grün sind diese Batteriepanzer in der Tat nicht.

Der ökologische Impakt der Lithiumtechnologie mag noch vertretbar sein, wenn diese Batterien kleinformatig und auf Anwendungen wie Smartphones und Akkuschrauber begrenzt bleiben. Auch Heim-Energiespeicher sind verglichen mit diesen Autobatterien noch sehr kleinformatig. Aber eine knappe Tonne an Batterie in einem einzigen Auto?

Man verzeihe mir bitte folgende Formulierung:
Wenn ich diese Tesla-Fanboys missionieren höre, kommt mir die Galle hoch! Die wissen nicht, was sie anrichten, fühlen sich aber als Teil einer Weltrettungsorganisation.


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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
30.11.2018 13:36

Am Ende muss aber trotzdem ein Elektromotor für den Vortrieb sogen, da nur so die Energierückgewinnung effizient erfolgen kann und der wie auch immer geartete Verbrenner auf wenige Arbeitspunkte hin optimiert werden kann.
Und jeder elektrische Antriebstrang erfordert zwangsläufig einen elektrischen Energiespeicher.


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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
30.11.2018 14:24

Ja, da haben beide recht. Daher sind auch gepufferte, serielle Vollhybride wohl noch für eine längere Zeit die beste Lösung.
Was ist ein gepufferter, serieller Vollhybrid? Ein optimierter Verbrenner, der in einem weitgehend konstantem Betriebsbereich arbeitet und daher optimal genutzt und entgiftet werden kann. Dieser hoch effiziente, extrem schadstoffarme Verbrenner speist einen elektrischen Pufferspeicher, aus dem dann ein volllektrischer Antrieb betrieben wird.
So kann der Antrieb relativ klein und sparsam ausgelegt werden; die notwendige Spitzenleistung zum Beschleunigen und Überholen wird dem Speicher entnommen, der dadurch klein, leicht und kostengünstig ausfallen kann.
Hier sollten in der Praxis einige kWh genügen. Damit kann in Ballungsgebieten eine gewisse Strecke auch rein elektrisch gefahren werden und statt giftiger Batterien können auch relativ saubere und langlebige SuperCaps eingesetzt werden.
Die Rekuperation ist hier genauso wirksam wie bei einem reinem Elektroauto.
Und für die grünen Plug-In Fans könnte man notfalls auch noch gegen Aufpreis ein Ladegerät integrieren, so dass die Leute, die in passende Infrastuktur (Wallboxen) investieren können und wollen, im Ultrakurzstreckenbetrieb zu Schule und Bäcker und ggf sogar bis in die Arbeit auch rein elektrisch fahren können.
Die Voteile sind neben der Kompatibilität zur schon bestehenden Infrastruktur Skalierbarkeit und die sofortige Wirkung beim Umweltschutz:
Ein guter serieller Vollhybrid ist in der Gesamtbetrachtung allemal sauberer und umweltfreundlicher als ein reines Elektroauto, das mit dem heutigen Energiemix betrieben wird. Daran wird sich auch die nächsten fünf bis 10 Jahren nichts ändern.
Und: Es können ab sofort in Sroßserie Erfahrungen mit einem reinem Elektroantrieb (z.B. auch mal ohne Getriebe) gensammelt werden. Später einmal, wenn aus rein regenerativen Quellen geladen werden kann, dann kann man den Verbrenner als Energiequelle einfach durch ein anderes, gut speicherbares und schnell betankbares Energiesystem wie etwa Methan-Brennstoffzellen oder LOHC_Systeme ersetzen.
Japaner und Chinesen wissen das und bauen auch schon fleissig solche Autos. Nur werden die wegen des immensen Eigenbedarfs nicht nach Europa exportiert. Das hilft der Umwelt sofort und man ist nicht von einer erst teuer zu erstellenden E-Tankstellen-Infrastruktur abhängig. Und ein Reichweitenproblem gibts auch nicht!

Wann wachen die deutschen Politiker und Autohersteller endlich auf ????


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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
30.11.2018 15:07

Die Überschrift ist provokativ und regt zum denken an. Allerdings wird bei der ganzen Wahrheit vergessen, dass die jetzige Situation mit der Verbrennung von nicht nachwachsenden Rohstoffen kein Stück besser ist. Die Leute wollen sich beruhigen, dass ihre Entscheidung für einen Diesel oder Benziner die bessere Wahl ist und daran soll gefälligst auch nicht gerüttelt werden. Wer braucht eigentlich privat täglich über 400km Laufleistung, um damit Alternativen gleich mal in die Ecke zu stellen? Wie viele Leute fahren heute noch über 130 auf der Autobahn und wie lange davon am Stück? Je unrealister das Szenario wird, desto schlechter schneidet jede elektrisch betriebene Alternative ab. Dass die dt. Autoindustrie wenig Innovation hierzu zeigt und sich wenig experimentierfreudig zeigt ist sicher auch ein Grund dafür, dass viele Themen wie u.a. das Reycling noch unterbelichtet sind. An der Veränderung hin zur Elektromibilität wird es allerdings nichts ändern und die Gewinner sitzen leider nicht in Europa. Die Kunden interessiert es nicht ob Siemens oder Nokia (aus Europa) auf einem Handy steht - Huawei ist heute hip und so wird es auch bei den E-Mobilität sein. Deshalb - nicht auf die Probleme konzentrieren sondern um bessere Lösungen kämpfen. Provokation kann aufrütteln, aber nur Leute die nachdenken. Für den Rest ist es eine willkommene Gelegenheit für weiter so wie immer.


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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
30.11.2018 15:09

Ich stimme meinen Vorrednern zu 100% zu.
Ein Hybrid, ggf. auch als Plug-in-Hybrid ausgeführt und mit einer relativ kleinen Batterie ausgestattet, wäre bezüglich des ökologischen Fußabdrucks die wohl derzeit technisch beste Lösung.

Zu schade nur, dass GM den Volt einstellt. Das ist zwar kein Hybrid sondern ein Elektriker mit Range-Extender, aber er wies doch in die technologisch sinnvollste Richtung. Hier lagen die Fehler aber nicht in der Technik sondern Management und Marketing begründet.


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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
30.11.2018 19:11

An Recycling-Methoden wird längst gearbeitet, bzw. gibt es Firmen, die dies bereits betreiben:

Das passiert mit ausgedienten E-Auto-Akkus:
https://www.emobil-magazin.at/autos/2836-das-passiert-mit-ausgedienten-e-auto-akkus

Die Mär vom Sondermüll auf Rädern:
https://www.zeit.de/mobilitaet/2015-08/elektromobilitaet-batterie-recycling

Wie Altbatterien aus Elektroautos intelligent recycelt werden können:
https://www.elektroauto-news.net/2018/wie-altbatterien-aus-elektroautos-intelligent-recycelt-werden-koennen

Wohin mit den alten Akkus der E-Autos?:
http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/motor/elektroautos-wie-lithium-ionen-akkus-richtig-entsorgt-werden-15377665.html

https://www.umicore.com/en/bu/rechargeable-battery-materials


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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
01.12.2018 08:08

Die hysterischen Fanatiker von Planetenrettern mögen zwar die Elektroautos als die Heilsbringer ansehen, sind aber auf dem Holzweg.
Produktion und Entsorgung von Elektroautos, und vor allem des Batterieblocks, sind für die Umwelt genauso schädlich als die Verschrottung von konventionellen Fahrzeugen, aber sie bringen den Konzernen viel dickere Gewinne. Der Käufer und Nutzer zahlt die Zeche.
NACHWEISLCIHE Erfahrungswerte:
Diesel 1,3l, Anschaffung 16590 EUR, 10 Jahre alt, 210000km, 5,38 l/100km, Durchschnittstreibstoffkosten 1,162 EUR/l, keine Reperatur, nur termingerechte Werkstattinspektionen und Verschleissmaterialien (z.B. Reifen).
Das ergibt jährliche Betriebskosten von rund 1500 EUR.
Die Batterieblocks von Elektrofahrzeugen haben erfahrungsgemäss eine Grenze von rund 6000 Ladezyklen (Entladen - Laden), d.h. zwar theoretisch 16 Jahre bei nur 1 Zyklus/Tag, die jedoch schöngerechnet sind, da der Hersteller nur eine Produktlebensdauer von max. 10 Jahren laut Datenblatt gewährt und 2-3 Ladezyklen/Tag der Realität entspricht. Man kann in der Praxis davon ausgehen, dass nach 6 Jahren die Batterie ersetzt werden muss, wenn man nicht auf halber Strecke liegen bleiben will.

ALSO:
Diesel: - Energiewert: Diesel 9912 kWh/m³ ~ 9,9 kWh/l
21000km/a = 57,5 km/d, 5,38 l/100km. Energiebedarf: ~0,6 kWh/d
Treibstoff: ~1300EUR/a

Elektro:
Ersatzbeschaffungskosten des Batterieblocks liegen bei 8000 bis 11000 EUR.
Das wären dann 1300 bis 1800 EUR/a + Strom (bei nur 1 Zyklus/d * 365d à 3,5kWh [offizieller Statistikwert] * 0,31 EUR/kWh) ~400 EUR/a!
Treibstoff: ~1700EUR/a bis 2200EUR/a.

Die Werkstattkosten werden oft für Elektroautos höher als bei konventionellen Fahrzeugen angegeben. Haben Sie da noch weitere Fragen?


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RE: Die dreckige Wahrheit der Mobilitätswende
03.12.2018 08:37

Mobilitätswende ist ein ebenso perfides wie vermutlich extrem lukratives Geschäftsmodell für Investoren, wie die Energiewende.
Windpropellerbetreiber kassieren unsere Steuergelder und EEG-Umlagen auch, wenn sie überhaupt keinen Strom liefern.
Wenn sie liefern ist es meistens zuviel und wird von Nachbarländern abgenommen, wenn wir dafür zahlen.
So kommt es wenn hirntote Lobbyisten und dilettantische Ideologen die Politik gegen das Volk gestalten...


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