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Thema: Brennstoffzelle – Im Schatten der Batteriemobile

erstellt am: 07.03.2019 08:22

Antworten: 14

Eseck





dabei seit: 02.01.2018

Beiträge: 21

RE: Brennstoffzelle – Im Schatten der Batteriemobile
08.03.2019 00:31

Klar sind zum Einsatz der Brennstoffzelle in Fahrzeugen noch nicht alle Probleme geklärt.
Aber wenn man immer so lange abwarten will, bis auch das letzte Problem gelöst ist, wird viel Zeit verloren (und industriepolitisch ist man schnell hintendran, weil andere - die sich damit beschäftigen - die Lösungen finden und Patente darauf haben werden).
Wenn möglicherweise ab 10 Mio Fahrzeugen das H2-Netz sinnvoll ist und man bedenkt, dass in Deutschland aktuell 64 Mio Kfz (davon 47 Mio PKW) zugelassen sind, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass diese lohnende Fahrzeug-Anzahl erreicht werden wird. Selbst wenn es nicht 10, sondern 20 Mio Fahrzeuge nötig wären.

WENN Brennstoffzellen-Fahrzeuge im Vergleich zu Akku-Fahrzeugen praktischer (Tanken, Reichweite) und ökologischer (Rohstoffe, Fahrzeugmasse = Energiebedarft UND Straßenabnutzung) sind, dann sollte man damit anfangen, der Brennstoffzellen-Technologie in allen Aspekten - auch der Infrastruktur auf die Sprünge zu helfen.

Und das möglichst bald und NICHT ERST, NACHDEM deutschlandweit überall ausreichend in Ladestationen für Akku-Fahrzeuge investiert wurde.

Ob Strom im Moment ausreichend grün ist, halte ich für nebensächlich, da irgendwann der Strom mit Sicherheit grün genug geworden sein wird. In diesem Moment tritt dann auch der Wirkungsgrad der Wasserstoff-Erzeugung in den Hintergrund.


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RE: Brennstoffzelle – Im Schatten der Batteriemobile
08.03.2019 09:31

Bezüglich Wirkungsgrad im H2 Betrieb , und wo der Hase im Pfeffer liegt .
Die Gesamtbilanz der Batteriegetriebenen Fahrzeuge ist kein bisschen besser . Also bitte sich die Welt nicht schönlügen .
Bis der Strom in der Batterie ist finden sich Leitungs+Batterieverluste , zigfache Transformationsverluste usw ..... Technik halt


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RE: Brennstoffzelle – Im Schatten der Batteriemobile
08.03.2019 20:06

Da kann ich nur sagen -schlecht informiert-. Es gibt mittlerweile ein Konsortium das eindeutig die Brennstoffzelle und Verbrennungsmotoren mit Erdgas und Wasserstoff favorisiert. Erdöl als Brennstoff (86% der Weltförderung) hat in absehbarer Zeit ausgedient. Die Reichen und Mächtigen haben 2014 beschlossen Ihre Investitonen aus dem Ölgeschäft zurückzuziehen und die USA hat ihr Exportverbot (um die eigenen Resourcen zu schonen)für Erdöl 2015 aufgehoben, nach dem Motto -verkauft so viel Öl wie möglich- solange die Nachfrage noch besteht. Warum wollen die Saudies sonst Ihr Ölimperium verscherbeln und keiner will es haben. Investiert wird zukünftig ind Erdgas und Wasserstoff. Derzeit werden massiv Wasserstofftankstellen aufgebaut und dabei mehr investiert als in Stromladestationen. Des Weiteren will diese Gruppe nicht die guten Geschäfte mit den Verbrennungsmotoren aufgeben. E-Fahrzeuge wird es zwar geben, werden aber nicht dominierend sein.


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RE: Brennstoffzelle – Im Schatten der Batteriemobile
09.03.2019 12:07

Die Diskussion erscheint mir an vielen Stellen deutlich zu spekulativ.

1. Die Stromtrassen werden für unsere gesamte Stromversorgung benötigt und können nicht durch Verwendung von Wasserstoff ersetzt werden. Das Gasnetz wird bei erhöhtem Bedarf auch ausgeweitet werden.
2. Der Gesamtwirkungsgrad bei der Umwandlung ist durch den schlechten Wirkungsgrad (ca 50%) bei der Synthese so stark begrenzt, das ein massiver Nachteil vorhanden ist. Die Argumentation das der Wirkungsgrad bei anderen Systemen aus verschiedenen Wandlungsvorgängen auch schlechter wird erscheint da nicht schlüssig.
3. Seit den 1990 er Jahren wird an Brennstoffzellen geforscht, es gab immer wieder Stabilitätsprobleme, mir ist hier kein Durchbruch bekannt. Es kann aber noch kommen.
4. Vaillant hatte schon 2010 Brennstoffzellenheizungen angekündigt, leider konnte ich sie damals nicht kaufen und Vaillant bietet die Technologie heute nicht an. Speziell die Wandlung aus Methan benötigt zusätzliche Prozesse und verschlechtert den Wirkungsgrad deutlich.
5. Wasserstoff in vorhandene Motoren erscheint nicht zielführend, da bei Verbrennungsprozessen ( siehe Stickstoff) je nach Umwandlungsverfahren unerwünschte Giftstoffe entstehen. Der Verbrennungsmotor hat gegenüber einem Elektromotor einen schlechten Wirkungsgrad, grob geschätzt 90% zu 50%.
6. Die Argumentation mit der Wärmeerzeugung durch die Brennstoffzelle, spricht auch nicht für den Wirkungsgrad dieser Brennstoffzelle. Falls viel Wärme entsteht muß der Wirkungsgrad schlecht sein und im Sommer und nach kurzer Anwärmphase muß die Wärme ohne Nutzen entsorgt werden.
7. Das es noch kein größeres Recycling von LihiumIonen Akkus gibt liegt auch daran, das es noch recht geringe Mengen an verbrauchten Akkus gibt. In der Recycling erscheint mir ein großer Vorteil, das recht große Komponenten entsorgt werden müssen und keine Mini Akkus zusammengesucht werden müssen. Es erscheint mir auch problematisch, das die Produkte gefertigt werden ohne die Recyclingfrage mit einzubeziehen.

Bei der Energiewende sind viele Teilprobleme zu lösen, da nutzt es nichts wenn Probleme der Erzeugung mit dem Verbrauch verknüpft werden. Die Teilprobleme müssen unter Beachtung der Schnittstellen optimiert werden. Bei dem Interesse an der Brennstoffzellentechnik seit über 25 Jahren sehe ich wenig technologische Fortschritte einer interessanten Technologie. Die Batterietechnologie hat dagegen Fortschritte gemacht, die damals undenkbar erschienen. Es wäre gut wenn die Brennstoffzellentechnologie einen Beitrag zur Energiewende beitragen könnte, bis jetzt waren alle technologischen Probleme wenig erfreulich. Es erscheint mir nicht sinnvoll alle paar Tage einen neuen Hype über angeblich viel bessere Technologien zu führen. Eine breite Technologieanwendung benötigt 20-30 Jahre, da wirken tägliche Berichte über angeblich bessere Alternativen kontraproduktiv. Die Brennstoffzelle ist ein alter Hut!


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RE: Brennstoffzelle – Im Schatten der Batteriemobile
09.03.2019 15:23

Audi etron? Gewicht ohne Batterie 1800kg. Baterie für 400-500km 700kg. Macht gesamt 2,5to. Das ist das Gewicht von 2 normalen Fahrzeugen. Allein dadurch wird der Wirkungsgrat schon mal halbiert. Soll das ökologisch sein. Ich habe so den Eindruck das unsere Politiker bei den ganzen Umweltkonzepten immer nur die halbe Wahrheit betrachten und immer auf den Zug aufspringen der gerade in der Öffentlichkeit am besten ankommt.


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