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Thema: Elektroautos – Warum sie viele toll finden und kaum einer kauft

erstellt am: 10.06.2018 13:15

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Elektroautos – Warum sie viele toll finden und kaum einer kauft


Autobauer müssen bald mehr Elektroautos verkaufen. Aber die Autokäufer zögern weiterhin. Ein Blick auf die Kundschaft zeigt, wo das Problem liegt.

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Kommentar zu: Elektroautos – Warum sie viele toll finden und kaum einer kauft
10.06.2018 13:15

Schade, dass verschwiegen wird, dass wir in erster Linie kein Nachfrage- sondern ein Lieferproblem haben. Sonst hätten wi deutlich mehr Stromer auf den Straßen.


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RE: Elektroautos – Warum sie viele toll finden und kaum einer kauft
12.06.2018 07:57

Was auch nicht erwähnt wird ist, dass manche Elektro-Autos so häßlich oder unpraktisch sind, dass sie schon allein deswegen nicht gekauft werden. Der genannte I3 ist dafür das beste Beispiel: er sieht so aus, als müsste BMW die alten Karossen vom Audi A2 auftragen, und wenn man die hintere Tür öffnen will, muss man erst die vordere aufmachen, sonst geht es nicht. Renault Tweazy ist auch so ein Fall. Wenigstens braucht man sich bei dem Vehikel keine Gedanken um einen Reichweitenverlust wegen angeschalteter Heizung oder so zu machen, ist ja eh nur ein überdachtes Quad.
Dabei zeigt gerade Renault mit dem Zoe, dass es auch anders geht.


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RE: Elektroautos – Warum sie viele toll finden und kaum einer kauft
12.06.2018 08:51

Kann ich nur bestätigen. Bei E-Autos sind Lieferzeiten bei 12 bis 18 Monaten, teilweise 2 Jahre, und das auch abseits von Tesla wo wegen langer Wartezeit gemeckert wird. Die anderen sind auch nicht besser und so wie es aussieht auch nicht gewillt die Produktion auszubauen. Es bleibt bei Alibiprototypen und Produktion im Minimalbereich. Die Zulassungszahlen sind nicht so gering weil es keine Käufer gibt, sondern weil es keine Autos gibt die man zulassen kann. Deswegen meiner Meinung auch das Tesla-Basching / Streetscooter-bashing das (auch meine Meinung) nach auch von den Autokonzernen geschürrt wird.
Die ganze Zeit sagen unsere MegaKonzerne das geht nicht und dann kommt ein Musk und ein Schuh und prodzieren Erfolgreich das was eigentlich nicht geht - welche Unverschämtheit.
Und wenn man mal alles persönliche wegläßt. Diese Arroganz wird unsere Autoindustrie noch gegen die Wand fahren oder wie ein altes Sprichwort sagt: Hochmut kommt vor dem Fall


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RE: Elektroautos – Warum sie viele toll finden und kaum einer kauft
12.06.2018 09:23

Zu diesen Preisen gibt es genug E-Autos die stehen bleiben weil das Kosten Nutzen Verhältnis erbärmlich ist , zudem begreifen die Menschen (wenn auch nur intuitiv) das die aktuelle Elektrifizierung und Batterietechnologie eine untaugliche Sackgasse darstellt


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RE: Elektroautos – Warum sie viele toll finden und kaum einer kauft
12.06.2018 11:16

Wir wollten einen I3 kaufen. Um ihn zu laden wäre ein Ladeendpunkt in einer Laterne vor dem Haus ( Parkplatz direkt dabei ) ideal. Nach einem Gespräch mit dem zuständigen Senatsmitarbeiter wurde dieser Kauf gesstrichen.
Zuerst muss das Auto gekauft, dann ein Antrag gestellt werden und dann wird geprüft ob ein öffentliches Interesse besteht!! Aha, so viel zu dem Thema.
Also wurde ein Auto, welches sich selbst die Batterie lädt, gekauft.
Noch eine Anmerkung zu dem Laden über eine handelsübliche 230V Steckdose:
Der Erfinder hatte sie damals für 16A Dauerstrom ausgelegt - heute geht das, aus den verschiedensten Gründen nicht mehr!! a) Dose ist dafür nicht spezifiziert b) Leitung zu dünn bemessen oder/und zu lang c) Sicherungsart falsch.
Also Achtung wenn die Hersteller dies angeben.
mfg
BotU


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RE: Elektroautos – Warum sie viele toll finden und kaum einer kauft
12.06.2018 11:20

Batterie-gestützter Antrieb haben Eisenbahnen auch schon ausprobiert und sind auf StromSchiene und Oberleitung angekommen. Der energetische LeistungsVolumen und LeistungsGewicht zwischen chemischen Zellen (Batterie) und flüssigen Kraftstoffen klafft extrem auseinander, was die Effizienz-Differenz zwischen un-effizientem Kolben-Verpuffungs-Motor zur hoch-effizienten Elektromaschine längst nicht wettmacht.
Die mangelnde Infrastruktur, die nicht vereinheitlichten Lade-Techniken und die mangelhafte Service der Batterie-Systeme zudem die ungenügend ausgebildeten Werkstätten in Elektro-Technik bilden die „Wüste“ in Sachen Elektro-Asfalt-Mobilität.
Zudem sind typische Kraftstoff-Autofahrer frustriert von der Consumer-Ware „Auto“ mit extrem hoher AusfallRate und WartungsKosten, was sich als WegwerfArtikel - egal welche Marke und Typ - herausstellt. Das ist bei den E-Antriebs-Autos nicht anders. Zum Vergleich: ein Industrie-Leistungs-Steckverbinder kostet etwa 50 €, ein Consumer-Steckverbinder vielleicht 5 €. Würde ein E-Auto mit Industrie-Qualität etwa 200.000 € in der Anschaffung kosten und erst nach 20 Jahren in die Werkstatt müssen (1.000.000 km), würde das kein Consumer kaufen ;-o.
KTElektronik


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RE: Elektroautos – Warum sie viele toll finden und kaum einer kauft
12.06.2018 13:42

Nach ein paar Probefahrten, ich finde e-Antrieb als sehr angenehm und zukunftweisend. Entsprechend heutigem Stand der Technik und Infrastruktur, würde ich gerne einen VW e-Up als Zweitwagen kaufen, um die täglichen Transportbedürfnissen zu erledigen. Für langen Urlaubsreisen e-Autos sind noch nicht fähig. Ein e-Auto möchte ich trotzdem nicht kaufen, weil:

1.Viel zu teuer ist. VW e-Up kostet über 22.000 EUR. Ein Preis von 10 – 20% über einem Benziner wäre akzeptabel.

2.Das Angebot der gesamten Autoindustrie orientiert sich auf Tesla - es sind sinnlos große und verdammt teure Autos.

Weiteren Fragen?


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RE: Elektroautos – Warum sie viele toll finden und kaum einer kauft
14.06.2018 10:21

Naja, anscheinend können die Verbraucher, die sich ein E-Auto leisten könnten, doch noch rechnen:
Wenn man die Kilometerkosten mit Benzin/Diesel/Strom vergleicht, dann fällt auf, dass Elektros und Diesel ungefähr gleichauf liegen, aber nur solange der Strompreis in der Größenordnung von kleiner 30Cent/kWh liegt.
Das ist bei den mir bekannten öffentlichen Ladesäulen häufig nicht der Fall.
Kilowattstundenpreise von bis zu 70Cent sind nichts ungewöhnliches.
Damit kostet dann der Kilometer mit dem Batterieauto deutlich mehr als ein vergleichbarer Diesel oder Benziner.
Die hochgelobte Schnellladerei mit 0,022 MW ist auch ganz toll für die Akkus.
Die Wiener (Ich glaub TU Wien in Zusammenarbeit mit irgendeiner Zeitung oder Zeitschrift- ist schon wieder ne Weile her.)haben das mal bei einem iMIEV getestet.
Nach dem Testzeitraum war die Akkukapazität um 30% geringer als am Anfang.
Mittlerweile weiß man: Lithium-Plating passiert beim Schnellladen. Das verringert erheblich die Kapazität und die Lebensdauer der Li-Akkus.
Das gilt aber (Achtung!) auch beim Rekuperieren. Die elektrischen Bremsleistungen gehen schnell in die Größenordnung von 60-120kW, je nach Fahrzeug.

Fazit: Wer Strecke fährt, der nimmt nach wie vor einen Diesel.
Wer Kurzstrecke fährt und wie oben in den Kommentaren schon erwähnt daheim und am Arbeitsplatz aufladen kann, der kann dafür einen Kleinwagen mit Elektroantrieb möglicherweise wirtschaftlich als Zweitwagen nutzen.
Aber auch nur im Sommer. Im Winter verbrät die Heizung mehr Strom als die Fahrantriebe.
Tweezy wäre da gar kein so schlechter Kompromiss, hätte Renault nicht an der Technik gespart. Oder hat der inzwischen endlich mal ABS und AirBag?
Was man beim E-Auto an der Steuer spart, das holt sich dafür die Versicherung.
Was bleibt, sind die Unannehmlichkeiten der Reichweite, wenn man den Akku nicht vorzeitig mit überzogenen Strompreisen verheizen will.

Die 16A-Problematik der Schuko-Steckdosen wie vom Vorredner kritisiert kann ich bestätigen.
Bei 9,5A Dauerlast (2,1kW; 4-5h Ladezeit) sind bisher alle Dosen die ich verwenden durfte heiß geworden.
Am Rande bemerkt: Die bei uns üblichen 1,5mm² für die Anschlüsse der Steckdosen in Deutschland sind z.B. in Holland gar nicht erlaubt. Dort ist der vorgeschriebene Mindestquerschnitt 2,5mm²-Laut Aussage meines Autohändlers in Holland.
Soviel zum Thema tolles Stromnetz. Und super VDE-Vorschriften. Hallo VDE? - Wann ändert Ihr das endlich? Es gibt inzwischen Supermarkt-Wasserkocher mit über 3kW!
Wollt Ihr wirklich Gebäudebrände riskieren?

Bei den Plug-Ins kommt ja langsam auch Bewegung in den Markt.
Das könnte für viele ein akzeptabler Kompromiss werden. Kurzstrecken elektrisch, daheim billig laden und Langstrecken mit Benzin fahren. Dank Rekuperation mit deutlich geringerem Verbrauch als bei reinen Benzinern derselben Modellreihe.
Aber weil die Politik das offensichtlich nicht will, ist das Tankvolmen der Plug-ins auf 45Liter beschränkt...

Werkstatttermine zu bekommen für Autos mit Fahrbatterie ist dann die nächste Hürde.
Je nach Werkstatt kann das schonmal mehrere Monate dauern.

So, ich glaub jetzt ist der Beitrag doch wieder zu lang geworden....

viele Grüße
euer
Plug-in-Fahrer


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nicht registrierter User


RE: Elektroautos – Warum sie viele toll finden und kaum einer kauft
14.06.2018 11:06

@Plug-in-Fahrer
Aber auch nur im Sommer. Im Winter verbrät die Heizung mehr Strom als die Fahrantriebe. - liegt halt nur an der üblichen Unfähigkeit der Autobauer.

Wäre ich Autohersteller würde ich mir langsam Gedanken zu Wärmeisolation in der Karosse machen. Kann ja wohl nicht sein, dass die Milliarden Autos im Winter unisoliert durch die Gegend fahren, während ich beim Hausbau KFW55 einhalten muss.
Das Selbe gilt natürlich auch für die Klimatisierung im Sommer. Ist klar das es ohne Wärmeisolierung heiß wird wenn die Sonne draufknallt. Da muss man eine Menge Energie aufwenden um das wieder runterzukühlen, dabei kühlt man auch die Umgebung gleich mit. Das muss reduziert werden.


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