Ein Angebot von /

Thema: Strom oder Gas: Welcher Energieträger ist sauberer?

erstellt am: 11.04.2018 12:45

Antworten: 5

Diskussion zum Artikel



Strom oder Gas: Welcher Energieträger ist sauberer?


Elektroautos sind für viele Autohersteller das Mittel der Wahl, um die CO<sub>2</sub>-Flottenwerte zu senken. Auch bei den Verbrauchern scheint das Interesse zuzunehmen. Gleichwohl gerät eine interessante Alternative – der Gasantrieb – mehr und mehr in Vergessenheit.

zum Artikel


bearbeiten

Antworten

nicht registrierter User


Kommentar zu: Strom oder Gas: Welcher Energieträger ist sauberer?
11.04.2018 12:45

Sehr geehrte Redaktion,
vielen Dank für diesen Beitrag.

Meine erste Reaktion nach dem lesen der Überschrift: „Genau was ich gesucht habe“.
Meine Reaktion nach dem lesen des Textes: „Hmm, nichts Neues. Alles schon bekannt“.

Was mich interessieren würde:
Ein Artikel der in den Bereich Gas oder Strom, im Bereich Einfamilienhaus geht.
Da ich aktuell genau vor diesem Dilemma stehe: Luft-Wasser Wärmepumpe oder Gasheizung (natürlich Brennwert).
Alle anderen Wärmepumpen sind in dem Baugebiet nicht zugelassen oder wirtschaftlich nicht interessant.
Würde ich eine Gasheizung einbauen, sind nach aktueller Marktlage die laufenden Kosten (Wartung, Verbrauch),
unschlagbar niedriger, als bei einer Luft-Wärme Pumpe (voraussichtlicher Heizenergiebedarf ca. 9500Kwh/pA.
Allerdings frage ich mich wie sieht es mit den Strom-/Gaskosten in Zukunft aus (mangels Informationen kann ich das nicht beantworten).
Es ist sogar so, dass Mein Hausanbieter für den Einbau einer Gasheizung einen Aufschlag verlangt (2500 Eur).
Weiterhin kostet mich der Anschluss des Hauses an das Gasnetz eine Stange Geld (7000 Eur).
Da Gas mit einem deutlich ungünstigeren Faktor in die Energiebilanz eingerechnet wird als Strom (politisch so gewollt, obwohl zurzeit Gas vermutlich umweltfreundlicher wäre), ist es mit Gas auch schwerer, den
Niedrigenergiehausstandard 55 zu erfüllen.
All das, bringt mich zurzeit aus wirtschaftlichen Gründen dazu, eine Luft-Wasser Wärmepumpe einzubauen, auch wenn ich von deren Nutzen und Effektivität nicht überzeugt bin.
Oben genanntes „Halbwissen“ habe ich mir in nächtelanger „Recherche“ im Internet zusammengetragen.
Einzig mir fehlt eine gut recherchierte und fundierte Betrachtung eines Unabhängigen „Schreibers“ dazu.
Ich denke, ich bin nicht der Einzige den das Interessiert. Aber vermutlich geht der Wunsch zu weit.


bearbeiten

Antworten

BK





dabei seit: 10.01.2017

Beiträge: 25

RE: Strom oder Gas: Welcher Energieträger ist sauberer?
11.04.2018 13:21

Hallo,

vielen Dank für Ihren Kommentar.
Da wir uns bei next-mobility ausschließlich mit dem Thema Mobilität beschäftigen, können wir Ihrem Anliegen leider nicht nachkommen.
Beste Grüße aus der Redaktion


bearbeiten

Antworten

nicht registrierter User


RE: Strom oder Gas: Welcher Energieträger ist sauberer?
11.04.2018 13:31

Vor längerer Zeit hatte ich einmal folgenden Beitrag gelesen; mal sehen, wer behauptet (und beweist), dass seine Aussagen falsch seien:

Wenn man bei e-Autos den Verbrauch ab Stromherstellung rechnet, dann
bitte so fair sein und die Energie zur Benzin-Herstellung
berücksichtigen!

Das  DOE (Department Of Energy) wurde 2009 gefragt:
Wie viel Energie wird verwendet, um ein Liter Benzin herzustellen?
Antwort: 6 kWh pro Gallone (=1,585 kWh pro Liter)

Ein Golf braucht demnach pro 100km:
 7,93 Liter + 12,5kWh Strom = 82 kWh Gesamtverbrauch.

Nur mit dem Strom des eingesparten Stroms wegen Nicht hergestelltem
Benzin
 fährt ein BMW i3 = 78km
 fährt ein Tesla Roadster = 66km
Mit dem Gesamtverbrauch kommen diese so weit:
 BMW i3 = 512km

 Tesla Roadster = 431km

Berechnungsgrundlagen:
 1 Liter Benzin = 8,76kWh Heizwert
 Verbrauch ab Steckdose pro 100km BMW i3 : ~16 kWh

Etwas verblüffend, oder??


bearbeiten

Antworten

nicht registrierter User


RE: Strom oder Gas: Welcher Energieträger ist sauberer?
12.04.2018 09:10

Ich war 7 Jahre lang mit einem auf LPG umgerüsteten C-Klasse-Mercedes unterwegs und der Antrieb hat mich während dieser Zeit und der gefahrenen 120Tkm sehr überzeugt. Das Auto fuhr wie mit Benzin und das Abgas war geruchlos.

Als dann dieses Auto beschloss auseinanderzufallen, musste sehr schnell ein Ersatz her und da der Herr Schäuble zu genau dieser Zeit verkündete, die Steuerbegünstigung für Autogas weitgehend abschaffen zu wollen, fahre ich nun einen Diesel... was ich eigentlich nie wollte.

Warum diese umweltfreundliche Antriebsart (LPG, CNG) so stiefmütterlich behandelt wird, ist mir ein Rätsel. Die Schadstoffemissionen sind weit geringer als bei flüssigen Kraftstoffen inklusive CO2. Außerdem sollte das auch für die Kfz-Industrie recht angenehm sein, da sie an ihren Antriebskonzepten relativ wenig ändern müssten.

Auch sollte sich eine geeignete Tank-Infrastruktur leichter aufbauen, bzw. erweitern lassen als ein Netz an Ladestationen.


bearbeiten

Antworten

nicht registrierter User


RE: Strom oder Gas: Welcher Energieträger ist sauberer?
13.04.2018 16:35

Nein, nicht verblüffend, sondern mehr oder weniger belanglos; denn es macht keinen Sinn, den Energieinhalt des Primärenergieträgers Erdöl (bzw. Benzin) mit dem stark veredelten Energieträger „Strom“ zu vergleichen. Man kann Ihren Vergleich auch umdrehen:

Mit 6 Litern Benzin kommt ein Golf 100 km weit (das sollte einem Golf schon möglich sein). Der i3 benötigt 16 kWh pro 100 km. Um diese elektrische Energiemenge zu erzeugen, braucht man bei einem Wirkungsgrad von etwa 35% ca. 5 Liter Benzin, denn (5 * 9 kWh * 0,35 = 16 kWh). Also verbraucht der i3 diese 5 Liter; nicht wirklich viel weniger als der konventionell betriebene Golf.

Wenn Sie einfach den Heizwert von Benzin 1:1 mit elektrischer Energie vergleichen, dann entsteht ein schiefes Bild.

Trotzdem ist Elektromobilität am Ende des Tages natürlich sehr viel sinnvoller, weil die elektrische Energie auch erneuerbar erzeugt werden kann und der Wirkungsgrad von E-Motoren sehr viel höher ist als der von Verbrennern. Entscheidend aber ist die weitgehend emissionslose Stromerzeugung. Mit Kohlestrom elektrisch Fahren ist kein nennenswerter Beitrag zur Umweltentlastung.

Die Berücksichtigung des Stromverbrauchs in der Prozesskette für die Benzinherstellung spielt angesichts der gesamten Stromerzeugung von 650 TWh praktisch keine Rolle. Für die gesamte jährliche Fahrstrecke aller PKWs in Deutschland von ca. 650 Mrd. km werden – vorausgesetzt alle Autos fahren elektrisch – nur etwa 20% der erzeugten elektrischen Energie benötigt (= 130 TWh = 20% von 650 TWh bei einem Verbrauch von 20 kWh / 100 km).


bearbeiten

Antworten

Antwort schreiben

Titel:


Nachricht:

 



Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.

Thema abonnieren:

Email:
*Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Antwort abschicken