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Thema: Kurswechsel – Warum die Zukunft in China der Brennstoffzelle gehört

erstellt am: 19.08.2019 12:22

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Kurswechsel – Warum die Zukunft in China der Brennstoffzelle gehört


China gilt als entscheidender Markt für den Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge. Doch die Hinweise verdichten sich, dass der Brennstoffzelle die Zukunft gehört.

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pkoller





dabei seit: 23.12.2011

Beiträge: 23

Kommentar zu: Kurswechsel – Warum die Zukunft in China der Brennstoffzelle gehört
19.08.2019 12:22

Man sollte auch als Redakteur unterscheiden können: Elektroantrieb = Elektromotor ist das Eine - und wo der Strom dafür herkommt das Andere: Aktuell praktisch nur aus einem LiOn-Akku - mit den entsprechenden Problemen - Ressourcenverfügbarkeit, Gewicht ....
Was die Chinesen vorhaben ist ein Elektroantrieb - aber der Strom kommt aus einer Brennstoffzelle (= Wasserstoff als Energieträger)
Ich glaube man wird in Zukunft folgendes Szenario haben:
Kleiner Akku (fürs Rekuperieren und Beschleunigen) und die Dauerleistung kommt aus einer Brennstoffzelle - wenn man sich das LOHC-Verfahren anschaut wird da ein Schuh draus: Wasserstoff per Wind-/Solar erzeugen, an den flüssigen Träger gebunden lässt sich das wunderbar verteilen (Pipeline, Tankschiff, Lastwagen, ...) und mit einem kleinen Umbau der bestehenden Tankstelleninfrastruktur dauert auch das Tanken eines E-Autos 1-2 Minuten.
Bloß erkennt das leider in unserer Regierung wieder keiner
Oder es will-/darf keiner erkennen (Auto-Lobby ...)

Fazit - das chinesische Wasserstoffauto ist ein E-Auto

Gruß P. Koller
* zuletzt geändert von: pkoller am 19.08.2019 um 12:24 Uhr *


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nicht registrierter User


Kommentar zu: Kurswechsel – Warum die Zukunft in China der Brennstoffzelle gehört
19.08.2019 12:23

Nur zum Verständnis: Dem Autor ist klar, dass ein Wasserstoff Auto auch ein Elektroauto mit kleiner Batterie ist? Zusätzlich wird eine Brennstoffzelle eingebaut die die Batterie fortlaufend lädt.
Sämtliche Entwicklungen aus dem batterieelektrischen Bereich gelten weiterhin für ein Auto das zusätzlich eine Brennstoffzelle beinhaltet.


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nicht registrierter User


Kommentar zu: Kurswechsel – Warum die Zukunft in China der Brennstoffzelle gehört
19.08.2019 12:35

China, das bereits heute einen Mangel an Elektrizität hat, kann sich den einfachen Umstieg auf eine Technik eigentlich gar nicht leisten, die nur ein Drittel des Wirkungsgrades hat - wenn schon geunkt wird, dass es elektrisch mit Akkus im Elektroauto nicht geht - woher soll die Energie für die Wasserstoffgewinnung kommen?
Und woher das Reinstwasser, das man braucht, um den Wirkungsgrad nicht vollständig zu vernichten?
Japan als Insel mit 120 Million Einwohnern die jeweils ca. 7.000kWh/Kopf und Jahr benötigen setzt auf Wasserstoff, weil .man den selber produzieren kann.
Mittels Strom aus den neuen, noch im Bau befindlichen Kernreaktoren...
Vielleicht in Zukunft auch regenerativ - abwarten.

Wer es nachrechnet kommt darauf, dass man zur Bereitstellung dieser Wasserstoffmenge jedes Jahr das Volumen der Bodensees durch Elektrolyseure ziehen muss - der Bau der hierfür notwendigen Anlagen dauert Dekaden.

China hat zwar pro Kopf den geringeren Energiebedarf, dafür aber deutlich mehr Menschen.
Statt nach Japan zu schielen, sollten Politiker nochmal Dreisatz versuchen und die Frage stellen:
Was kostet denn die kWh am Ende - oder der gefahrene Kilometer.

In der deutschen Anstrengung um Energiewende ist Power2Gas eine schöne Idee - auf einem Papier, auf dem niemand mit Mathematik anfängt.
Wasserstoff hat ein tolles grünes Image - stimmt, denn er verbrennt ja zu Wasser.
Wer die Energiekette bis an die Quelle zurückverfolgt rechnet eins und eins zusammen und stellt fest, dass Batterien der bessere Weg sind.

Wer daran zweifelt darf sich gerne die Frage nach den Kosten stellen, die eine Solaranlage, ein Elektroauto und ein heimischer Batteriespeicher aufwerfen und das vergleichen mit der H2-erzeugenden, solar betriebenen Abfüllanlage.

Das Ergebnis ist skalierbar....


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RE: Kurswechsel – Warum die Zukunft in China der Brennstoffzelle gehört
19.08.2019 13:04

...wobei dann der kleine Akku kein bzw. nicht nur ein Akku, sondern eher ein Supercap sein wird. Das gibts alles schon einige Zeit und vielen Politikerkreisen ist das auch durchaus bekannt. Nur gibt es halt bei den innovativen kleinen Firmen keine überbezahlten Austragsjobs für Lobbyisten...


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RE: Kurswechsel – Warum die Zukunft in China der Brennstoffzelle gehört
19.08.2019 17:17

Der Kommentar vom 19.8. 12:35 ist der einzige bisher, der den Punkt trifft. 70% der elektrischen Leistung werden nämlich durch Verluste von Elektrolyse und Brennstoffzelle vernichtet. Das kann man sich ökologisch erst dann leisten, wenn es wirklich keine andere Verwendung für den Grünstrom im Netz gibt, weder im Land selbst noch im Export. China erzeugte zuletzt 4000 TWh aus Kohle. Das ist rund 7 mal mehr als Deutschland überhaupt aus allen Energiequellen erzeugt. Also wann soll das sein, wo man nicht mehr weiß wohin mit dem Grünstrom? Bis dahin muss man jedem Wasserstoffnutzer entgegenhalten, wie viel CO2 er indirekt produziert, weil die Kohlekraftwerke nicht im sonst möglichen Maß abgeschaltet oder in der Leistung reduziert werden können. Da kommen für Pkw CO2 Werte raus, die einen Grünen erstarren lassen müssten, nämlich so 600-1000 g CO2/km. Absurdistan. Das werden die Chinesen noch merken.


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anonymous





dabei seit: 15.06.2015

Beiträge: 23

RE: Kurswechsel – Warum die Zukunft in China der Brennstoffzelle gehört
19.08.2019 17:51

Gar so klein darf die Batterie nicht ausfallen (Supercap ist definitiv keine Option) - die Lebensdauer der Brennstoffzelle ist eng daran gekoppelt, dass sie möglichst in einem einzigen stationären Punkt betrieben wird. Und das erfordert nicht nur für das Rekuperieren eine Batterie mit ordentlich Speicherkapazität.
(Ganz abgesehen davon, dass das Anlassen (aka Hochfahren) des BZ-Systems doch Einiges an Leistung und Energie erfordert...)


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nicht registrierter User


RE: Kurswechsel – Warum die Zukunft in China der Brennstoffzelle gehört
20.08.2019 07:55

Noch ist nicht klar, wie das ökologisch beste - nur darum geht es! - PKW-Antrieb-System aussehen wird. Forschung und Entwicklung werden noch viele Verbesserungen für jedes System bringen. Gut möglich, daß es für Kurzstrecken ein anderes Optimum als für Langstrecken gibt. Aus diesen Gründen ist Mehrgleisigkeit in der Entwicklung sinnvoll. Noch steht E-Mobilität ziemlich am Anfang und die nötige Infrastruktur aufzubauen muss auch nicht sofort komplett geleistet sein. Wegen Ressourcen-Knappheit, um alles mit einer Lösung umzusetzen, kann auch hier die Mehrgleisigkeit ein Vorteil sein. Das Wichtigste: Alle Entscheidungen müssen aber - global gesehen - ökologisch maximal sinnvoll sein!
Da sind chinesische Politiker wahrscheinlich im Vorteil. Sie müssen sich nicht um eine Wiederwahl in 4 Jahren machen; die ist ihnen sicher. Sie können ihre Entscheidungen und Strategien langfristig verfolgen.


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crollmann@gomet.it





dabei seit: 09.02.2018

Beiträge: 1

RE: Kurswechsel – Warum die Zukunft in China der Brennstoffzelle gehört
22.08.2019 08:54

Nach meiner Erinnerung ist ein Artikel mit mehr oder weniger gleich lautendem Inhalt bereits vor ca. zwei oder drei Monaten veroeffentlicht worden. Wird hier ein Sommerloch gefuellt, oder handelt es sich um Stoerfeuer ...?


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nicht registrierter User


RE: Kurswechsel – Warum die Zukunft in China der Brennstoffzelle gehört
06.09.2019 14:55

Ja, korrekt ist, dass ein Lithium-Ionen-Akku einen Speicherwirkungsgrad von 90-95% hat
und die Energiespeicherung mit Wasserstoff derzeit nur 20-40% erreicht
(https://de.statista.com/statistik/daten/studie/156269/umfrage/wirkungsgrade-von-ausgewaehlten-stromspeichern/). Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Zum einen ist die technologische Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie noch lange nicht am Ende - siehe z.B.
https://www.sonnenseite.com/de/wissenschaft/reversible-brennstoffzelle-bricht-wirkungsgrad-rekord.html
zum anderen ist die Produktion und Entsorgung der nicht sonderlich langlebigen Li-Ion-Akkus mit hohen Umweltrisiken und Energieaufwänden verbunden, die einen massenhaften Einsatz zu mindestens fragwürdig erscheinen lassen. Angesichts der Entwicklungsmöglichkeiten der Brennstoffzellentechnologie ist es sehr klug, in der Elektromobilität nicht nur auf die potentielle Sackgasse Li-Ionen-Batterie zu setzen.


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