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Thema: Öko-Bilanz von E-Autos – Eine unbequeme Wahrheit

erstellt am: 11.07.2018 07:45

Antworten: 56

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RE: Öko-Bilanz von E-Autos – Eine unbequeme Wahrheit
11.07.2018 20:47

Da Elektroautos rekuperieren statt Energie über die Bremse zu vernichten, fällt nur sehr wenig Bremsabrieb statt im Vergleich zum Verbrenner.


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RE: Öko-Bilanz von E-Autos – Eine unbequeme Wahrheit
11.07.2018 22:55

Sehr geehrter Herr Hommen,
sehr geehrter Herr Kirchbeck,
zum Kern dieses Artikels fällt mir nur die Parallele aus den Anfängen der Photovoltaik ein: Mitte der 90-er Jahre haben einige Elektronikfachleute prognostiziert, dass es nicht möglich sein werde, Photovoltaik herzustellen, die im Laufe einer Benutzungsdauer von 20 Jahren den Strom liefern könnte, der für ihre Produktion erforderlich war. Seit vielen Jahren liegen Photovoltaik-Systeme im grünen Bereich nach deutlich weniger als zwei Jahren Nutzung, je nach Herstellungsverfahren sogar sehr weit darunter!
E-Autos sind schon sehr effizient und jedes produzierte E-Auto steigert die Erfahrung der Hersteller von Akkus, von E-Motoren und letztendlich die der Fahrzeughersteller zu weiteren Effizienzstufen! Natürlich dürfen Sie nicht SUV-Boliden oder obere Luxuskarossen mit 300 bis 400 PS elektrischer Leistung (und angemessenem Akku) mit einem Verbrennungs-PKW der Mittelklasse oder eben einem parallelen E-Auto vergleichen, welches mit rund 40 kWh Akku ehrliche 300 km mit einer Akku-Ladung schafft, das schon heute. Das „zweite Leben der Lithium-Akkus“, welches zumindest BMW und Renault schon in die Tat umsetzen, haben Sie völlig außer Acht gelassen, sehr schade! In wenigen Jahren haben es Ingenieure einer auch Ihnen bekannten und erfolgreichen Automarke geschafft, die Kapazität des verwendeten Akkus zu verdoppeln, obwohl das Gewicht sogar um einige kg gesunken ist. Ist das nichts?
Weiterhin behaupte ich, dass ich zu 100% ökologischen Strom lade, da ich bei einem Anbieter unter Vertrag bin, der ausschließlich Strom aus Wind- und Wasserkraft liefert. Gerne können Sie dagegen argumentieren. Ich bin gespannt.
Ich erspare es mir die seltsame Argumentation mit dem Feinstaub hier aufzugreifen. Resümee: Ich hätte einen solchen Artikel hier nicht erwartet. Wie haben Sie es geschafft, so viele Argumente gegen die E-Mobilität und die Wasserstofftechnik in solch einerseits fachlich unstrukturierter Weise, andererseits voll im Sinne der Verbrenner-Lobby zusammenzustellen?
Schöne Grüße
Peter von Viebahn (Bad Schwartau, Prof. für Elektrotechnik und Informatik)


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RE: Öko-Bilanz von E-Autos – Eine unbequeme Wahrheit
11.07.2018 23:05

Und durch den Wasserverbrauch wird auch noch das Ansteigen des Meeresspiegels vermindert.

Bis zu diesem Teil dachte ich kurz der Kommentar war wirklich ernst gemeint...

Aber da man durchaus über Wasserstoff nachdenken sollte hier doch ein
paar Bemerkungen dazu:
Wenn man nicht, wie hier ja durchaus vorgeschlagen, den Wasserstoff in normalen
Verbrennungsmotoren mit dem entsprechend überaus schlechten Wirkungsgrad
verbrennen will, ist ein Wasserstoffauto ein Elektroauto das anstatt einer
Batterie eine Brennstoffzelle mit einem Drucktank als Energiespeicher kombiniert.
Die Brennstoffzelle hat zwar einen besseren Wirkungsgrad als ein Verbrenner kann
es aber in keiner Weise mit einer Batterie aufnehmen. Und das ohne auch nur
den 500-700bar Drucktank mitzudenken.
Dann doch lieber stationäre Brennstoffzellen als Heizung und deren Strom dann in
eine E-Auto-Batterie!


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RE: Öko-Bilanz von E-Autos – Eine unbequeme Wahrheit
11.07.2018 23:18

Leider habe seit letztem Jahr wirklich das Gefühl, daß immer mehr Artikel gegen E-Autos erscheinen bei denen ich nicht entscheiden kann ob die Tendenz Absicht ist oder einfach nur schlechter Journalismus.
Falls jemand - im Gegensatz zu den meisten Artikelschreibern - die immer wieder angeführte schwedische Studie selber lesen will hier ein Link:
https://www.ivl.se/english/startpage/pages/publications/publication.html?id=5407

Aus der summary:
150-200kg CO2-eq/kWh
350-650 MJ/kWh
emissions: 50% manufacturing 50%material
most of the production energy electricity =
production location greatly impacts the total result

Wer weiterliest kann dann auch erfahren, daß die Datenlage auch für die
_Meta_-Studie nicht sonderlich gut ist und man tendenziell viele
Werte als Worst-case Abschätzung sehen kann!


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RE: Öko-Bilanz von E-Autos – Eine unbequeme Wahrheit
11.07.2018 23:27

Wasserstoff als Alternative wäre der Anfang vom Ende der Menschheit, sowie einer bewohnbaren Erde!

Denn Wasserstoff ist das kleinste aller Moleküle und lässt sich entsprechend NICHT verlustfrei speichern, transportieren etc.

Es entweicht selbst durch metallische Wände und die entwichene Menge ist für IMMER für die Erde verloren, da Wasserstoff zu leicht ist, als dass die Erdanziehungskraft ihn halten könnte, d.h. Wasserstoff steigt in höchste Atmosphärenschichten auf und entweicht ins Weltall!

Vermutlich hat ein ähnlicher, aber möglicherweise natürlicher Prozess zur Austrocknung des Mars geführt!

Wer also Mars-ähnliche Verhältnisse hier auf der Erde haben möchte, der träume weiter von einer Wasserstoff- oder auch CH4-basierenden Energiewirtschaft. (auch CH4 ist noch zu leicht und als Molekül zu klein, um in großtechnischer Nutzung verlustfrei verwendbar zu sein!)

Die irdische Quelle für Wasserstoff sind unsere globalen Wasservorräte und was schon eine im Vergleich dazu geringe Verringerung (Kaltzeit) oder Steigerung (Warmzeit) der im Umlauf befindlichen Wassermenge anstellt, kann man an den Warm- und Kaltzeiten der Erdgeschichte sehen!

Eine Verringerung der Wassermenge, die nicht durch eine Abkühlung der Atmosphäre verursacht würde (wie im natürlichen Fall), würde zudem noch weitere gewaltige Auswirkungen wie globale Dürren haben!

Insofern bleiben nur die konsequente Nutzung nachwachsender pflanzlicher Energieträger wie Raps oder Holz und natürlich: EnergieSPAREN!

Aber Energie-Sparen bedeutet auch VERZICHT:

- sämtliche heutigen Fahrzeuge sind zu schwer und übermotorisiert
- die Überbevölkerung gerade der Schwellenländer macht zudem jegliche Sparversuche der Industriestaaten mehr als zunichte

An diesen beiden Hebeln muss man ansetzen!


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RE: Öko-Bilanz von E-Autos – Eine unbequeme Wahrheit
11.07.2018 23:46

Eine kurze worst-case Überschlagsrechnung zur CO2-Last:

Annahme: 20kWh/100km
(Renault Zoe relativ schlechter Steckdosenwert; Stromwerte aus Wikipedia)

Schlechtes Braunkohlekraftwerk (1200g/kWh)= 240g/km = wirklich schlecht
Gutes Braunkohlekraftwerk (1000g/kWh) = 200g/km = immer noch schlecht
Gutes Steinkohlekraftwerk (800g/kWh) = 160g/km = schlechter Verbrenner
Renault Clio (Life ENERGY TCe 75) komb. = 113g/km (Herstellerangabe!)
Schlechtes Gaskraftwerk (500g/kWh) = 100g/km (besser als normaler Verbrenner)
Erdgas VW eco Up = 82 g/km (Herstellerangabe!)
Sehr gutes Gaskraftwerk (330g/kWh) = 66g/km
Schlechte PV-Anlage (100g/kWh) = 20g/km

Damit würde ich schließen (worst case da Autowerte Herstellerwerte sind und
die zusätzlich CO2 Last von Benzin und Gas nicht mitgerechnet wurden!):

Wenn wir nur pures Erdgas effizient zu Strom für BEVs machen würden wäre das
CO2 mäßig besser als jeder (auch Erdgas-) Verbrenner!
Aber auch ein gutes Steinkohlekraftwerk könnte bei einer richtigen Well-to-Wheel
Rechnung auf bessere Werte als ein normaler Verbrenner kommen.


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RE: Öko-Bilanz von E-Autos – Eine unbequeme Wahrheit
11.07.2018 23:55

Die Argumentation des Artikels folgt der Logik alle negativen Aspekte einer Sache aufzuzählen. Man kann alles schlecht reden, wie es schon in den Kommentaren angeklungen ist.
1. Das E-Auto löst nicht alleine die CO2 Problematik. Es muß in ein Gesamtkonzept eingebunden sein.
2. Das größte Problem der ökologischen Stromerzeugung ist das Speicherproblem. Da fehlt heute noch eine großtechnische Lösung.
3. Die technische Lösungen sind ein Angebot an die Kunden, die Kunden müssen das ökologische Angebot nutzen und umsetzen.
4. Für Batterien muß es wie für alle Verschleißteile einen Recyclingprozess geben, dann ist der Energiebedarf für solche Teile deutlich zu verkleinern.
Es gibt viele Entwicklungsansätze Kobalt in den Lithiumbatterien zu ersetzen.
5. Elektrische Antriebe haben durch die Entwicklung der Steuerelektronik in den letzten Jahren optimale Wirkungsgrade erreicht.
6. Der Reifenabrieb erzeugt Feinstaub bei allen Autos, bei den Bremsen ist das nicht so eindeutig. Bei ökologischem Fahrstil sind schon bei früheren Fahrzeugen die Bremsscheiben verrostet statt verschlissen. Bei meinem E-Golf bremst fast nur die Rekuperation ( Energierückgewinnung).
7. Wasserstofftechnologie wird seit Jahren erforscht und hat bei der Umwandlung durch Strom einen sehr schlechten Wirkungsgrad. Brennstoffzellen sind immer noch extrem teuer. In einem Verbrennungsmotor wird keine saubere Umwandlung in Wasser möglich. Es entstehen problematische Nebenprodukte.
8. Mein E-Golf wiegt trotz Batterie nur wenig mehr als ein normaler Golf. Ein gleichgut ausgestatteter Golf ist nicht erheblich billiger als ein E-Golf.
9. Für die tägliche Nutzung ist die Reichweite des Golfs ausreichend. Falls man in Urlaub fährt stellt VW einen Ersatzwagen zu Verfügung.
10. Die Speicherfähigkeit der Batterien soll sich in den nächsten Jahren noch verdoppeln und bei den angedachten Ladezeiten unter 20 Minuten sollte man die Kaffeepause nicht unnötig ausdehnen.

Natürlich kann man alles schlecht darstellen, vielleicht sollten wir uns nicht mehr weiterentwickeln. Falls unsere Ahnen so gedacht hätten würden wir noch mit einer Keule durch den Wald laufen.


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RE: Öko-Bilanz von E-Autos – Eine unbequeme Wahrheit
12.07.2018 10:24

Ich könnte mir vorstellen der Artikel hatte den Zweck bewusst zu überspitzen um viel Diskussion und Kommentare zu bekommen. Und das ist ja auch gut gelungen in diesem Fall.


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RE: Öko-Bilanz von E-Autos – Eine unbequeme Wahrheit
12.07.2018 10:40

Dies ist mal wieder die übliche Negativdarstellung von E-Mobilität.
Zitat:
Allein der Energiebedarf zur Herstellung einer Traktionsbatterie entspricht der Menge Treibstoff, mit der konventionell angetriebene Autos gut und gerne 50.000 bis 80.000 Kilometer weit fahren können.
Bei einem angenommen günstigen Verbrauch von 4 L/100km wären das bei 80tsd. Km 3.200 Liter Treibstoff. Welche Ernergiemenge ist zur Herstellung dieses Treibstoffes erforderlich? Und wieviel Liter Motoröl verbraucht ein Verbrenner im Laufe seines Autolebens, dass ebenfalls ernergieintensiv hergestellt (und wieder entsorgt) werden muss? Man kann dieses Aufwiegen in der Ökobilanz weiter fortführen, dann aber bitte auf beiden Seiten ALLES einrechnen. Beim E-Auto wird meist von der Entstehung mit Batteriefertigung bis zum Abwracken mit Batterieentsorgung alles penibel berechnet. Der Verbrenner ist immer nur da und fährt.
Und E-Autos allein retten natürlich nicht das Weltklima. Sie sind aber auch nicht für den Anstieg des Welttransportwesens verantwortlich, hier bedarf es intelligenter neuer Konzepte und Steuerungen. Und ein Fakt bleibt: Würden in den abgasbelasteten Städten sofort nur noch E-Fahrzeuge verkehren, wäre die Luftqualität um ein vielfaches besser. Und der Stressfaktor Lärm wäre ebenfalls deutlich geringer. Und diese Dinge machen Lebensqualität aus.


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Consti





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RE: Öko-Bilanz von E-Autos – Eine unbequeme Wahrheit
12.07.2018 12:59

Wer von Ökobilanzen spricht, sollte auch Zahlen vorlegen und nicht nur polemisch mit qualitativen Aussagen rumfuchteln, um Stimmung zu machen. Eine Schande diesem Artikel den Begriff Ökobilanz verwenden zu lassen. Der Autor hat scheinbar keine Ahnung was eine vergleichende Ökobilanz nach ISO14040/44 an Informationen und Anspruch an Vergleichbarkeit erfordert. Veröffentlichen Sie so eine Schande bitte nicht mehr.


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