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Thema: Kommentar: Ihr kriegt die Autoindustrie schon noch klein

erstellt am: 08.10.2018 12:20

Antworten: 29

nicht registrierter User


RE: Kommentar: Ihr kriegt die Autoindustrie schon noch klein
10.10.2018 10:55

Ich bin sehr erstaunt, dass in diesem so zukunftsträchtigen Umfeld Ihrer Newsletter ein solch unpassender Kommentar von Herrn Hans-Robert Richarz eingestellt wird.

1. Natürlich sind Fahrverbote unter den jetzigen Randbedingungen eine wichtige und notwendige Reduzierung der Gesundheitsgefährdung von Menschen, die in Großstädten und Ballungsräumen wohnen! Natürlich haben Industrie und … und … und einen erheblichen Anteil an Umweltverschmutzung, aber eher weniger einen Anteil an der Belastung der Menschen in vielbefahrenen Straßen!

2. Es ist mir vollkommen unerklärlich, dass Herr Richarz in diesem News Umfeld die Autoindustrie so in Schutz nimmt. Mir kommen die Tränen. Sein Kommentar schwimmt doch geradezu auf einem See von Lösungen. Hätten die Autokonzerne in den letzten 20 Jahren ihre Betrugspower in die zügige Entwicklung der E-Autos gesteckt, dann hätten wir jetzt schon eine Auswahl von Elektroautos, wie sie in ca. 5 Jahren zur Verfügung stehen wird!!! Dann könnten die Konzerne in Deutschland mit dem glänzen, was sie wirklich können: Erstklassiger Forschungs- und Entwicklungs-Leistung.

3. Den Ingenieuren hätte es eine Freude bereitet, an solch fortschrittlichen Themen arbeiten zu dürfen. Die Mitarbeiter in den Produktionsstätten könnten schon lange das Wissen haben, welches für die neuen Systeme notwendig ist. Die meisten hätten die Umschulung gerne auf sich genommen. Insofern ist das Gejammere um die Arbeitsplätze ziemlich inhaltsleer.

4. Die Zukunft gehört denen, die sie gestalten. Diejenigen, die warten bis rund um den Globus sich alles verändert hat, wird das Leben mächtig bestrafen. Leider sind dann tatsächlich die Mitarbeiter die Betroffenen.

5. Das ganze Gerede um die Verbesserung der Diesel Abgase ist vertrödelte Zeit und hat einen großen Haken: Die Verbrennungsmotoren generell haben den Geburtsfehler, dass sie auf dem physikalischen Vorgang der Verbrennung von Kohlenwasserstoffen basieren. Den bekommen sie mit keiner Technologie der Welt in den Griff. Es ist und bleibt umweltschädlich in den Ihnen bekannten Facetten.

6. Also, warum akzeptieren wir nicht zusätzlich zu den von den Unternehmen gebotenen Umtauschnachlässen eine Prämie von staatlicher Seite von z.B. 6.000 € ausschließlich beim Umstieg auf E-Autos. Vorzugsweise sollte die „Rückgabeprämie von Unternehmensseite des alten Stinkers“ kommen, egal, ob das neue E-Auto von ihm gekauft wird oder auch nicht. Die staatliche Prämie darf es natürlich nur geben beim Umstieg auf rein elektrische Fahrzeuge. Die Hybride sind bis auf wenige tatsächlich notwendige Situationen nur Gewissensberuhigung.

Da sich aufgrund der allseits gestreuten Fehlinformationen über E-Mobilität die Begeisterung für E-Autos bei den Umstiegs Willigen noch in Grenzen hält, wird die Staatskasse nicht sehr belastet werden. Jedoch bekommt jeder die Möglichkeit etwas für die Umwelt zu tun. Gleichzeitig steigert jedes verkaufte E-Auto die Erfahrung des Produzenten und der Multiplikationseffekt im Umkreis des stolzen E-Autobesitzers ist auch ein Antrieb für weitere Nachfrage auf dem Gebiet.

Ich hoffe, dass ich damit die großen Sorgen des Kommentators lindern konnte.
Schöne Grüße
Prof. Peter von Viebahn


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RE: Kommentar: Ihr kriegt die Autoindustrie schon noch klein
10.10.2018 12:05

Die Autoindustrie ist dabei sich selber klein zu kriegen. Das krampfhafte Festhalten am Verbrennungsmotor wird mach einen jetzt noch stolzen Konzern die Existenz kosten.
Der Verbrennungsmotor ist tot und der Diesel ist bereits dabei umzufallen. Seit der Common-Rail Einspüritzung mit Piezo-Ventilen kam keine Innovation mehr und alles was noch kommen könnte verkompliziert nur ein ohnehin schon irrsinnig komplexes Konstrukt.
Natürlich möchten die Hersteller gerne noch ein paar Autos mit Verbrennungsmotor verkaufen, denn die sichern auf Jahre das Geschäft mit dem Sevice, das wird ein batterieelektrisches Auto nicht bringen, denn das hat kaum noch Verschleißteile.


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RE: Kommentar: Ihr kriegt die Autoindustrie schon noch klein
10.10.2018 13:02

Wenn hier wieder Norwegen genannt wird als vorbildlicher Vorreiter bei der Elektromobilität:
das Land fördert E-Autos, und dort sind sie sogar sinnvoll, weil Wasserkraft einen so hohen Anteil an der Stromerzeugung hat.
Gleichzeitig aber exportiert das Land gigantische Mengen an Erdöl, das dann in anderen Ländern verbrannt wird, oder zuerst zu Plastik verarbeitet und später verbrannt wird. Mit den Exporten wird der Wohlstand finanziert. Derzeit um die 90 Millionen Tonnen pro Jahr, das ist fast der komplette Verbrauch Deutschlands.

Also was bringt es für das Weltklima, wenn eines Tages alle 5 Millionen Norweger rein elektrisch Auto fahren, aber brav weiterhin 80 Millionen Deutsche mit Benzin versorgen?

(Natürlich würden wir es andersrum genauso machen, wenn wir könnten.)


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RE: Kommentar: Ihr kriegt die Autoindustrie schon noch klein
10.10.2018 17:56

Man kann beobachten dass Medien, interessierte Parteien, bestimmte NGOs, Dinge künstlich skandalisieren die genau betrachtet nur ein (lächerlicher) Sturm im Wasserglas sind. Das unerhörte ist dass manche NGOs (zuallererst DUH) auch noch die Frechheit besitzen der Allgemeinheit aktiv zu Schaden (über Gerichtsprozesse, Abmahnungsverfahren und mehr) und das auch noch unter dem Mäntelchen gemeinnützig. Richtig ist diese NGOs sind gemeinschädlich. Es ist vollkommen unverständlich dass diesen Vereinen nicht umgehend ihr Status entzogen wird. Zum Thema Grenzwerte: Der Gundfehler ist dass es überhaupt EU spezifische Grenzwerte gibt. Wozu soll das gut sein? Die EU sollte sich entscheiden ob sie lieber die nordamerikanischen oder die asiatischen (CO2, NOx, ect) Grenzwerte übernimmt, fertig. Diejenigen Länder die stengeres fordern sollten dafür auch die Rechnung bezahlen! Vielleicht ändert sich das Forderungsverhalten ja dann.


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RE: Kommentar: Ihr kriegt die Autoindustrie schon noch klein
14.10.2018 10:18

Liebe Mitdiskutierende,

ja, die deutsche Automobilindustrie ist gerade dabei, sich selbst zu zerlegen:

- falsche Weichenstellungen, um den Diesel als Leittechnologie weiterzuentwickeln
- Technologiedesaster wie z. B. Pumpe-Düse
- Betrug bei Abgaswerten
- Tierversuche zur obskuren Rechtfertigung der Unschädlichkeit des Diesels
- Kartellbildung, um bestimmte Technologien zu forcieren
- enge Verflechtung von Sonderinteressen ehemaliger Verkehrsminister (VDA) mit jetzigen zu Lasten des öffentlichen Interesses der Luftreinhaltung
- Beschneidung von UBA und KBA durch Hinauswurf Leitender Referatsleiter u.a.
- Einmischung des Wirtschaftsministeriums in Hoheitsbereiche des Umweltministeriums

Ich selbst habe für einen Konzern gearbeitet und bin von meinen eigenen Kollegen bei den Abgaswerten jenes Fahrzeugs betrogen worden, das ich damals betreut hatte.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

Freundliche Grüße
100.6954


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Lösungsansatz für den VDA, um ihn zu seinem Glück zu zwingen
14.10.2018 10:28

Hiermit fordere ich,

1) dass die Fahrverbote in Berlin auch an Regierungsfahrzeugen umgesetzt werden, also kein Blaulicht aufs dann und dann ab durch gesperrte Straßen!

2) dass die bundesdeutschen Steuerprivilegien für Geschäftsfahrzeuge nur noch für E-Fahrzeuge und Hybride (bevorzugt Plug-In Hybride) gewährt werden

3) dass die steuerliche Ungleichbehandlung des Benzins zu Gunsten des Diesels bei der Kraftfahrzeugsteuer aufgehoben werde

4) Dieselfahrzeuge bei der Pkw-Maut einen Malus erhalten

5) Fahrradfahrern Klagewege auf Schadensersatz auf dem Zivilrechtsweg offenstehen, wenn sie im Straßenverkehr öfters im Stau stehen und gesundheitsschädliche Dieselabgase einatmen müssen

6) BEHÖRDEN DES BUNDES, DER LÄNDER UND DER KOMMUNEN ZU UMWELTFREUNDLICHEN FAHRZEUGFLOTTEN (SIEHE 2) GESETZLICH VERPFLICHTET WERDEN

Freundliche Grüße
ein besorgter Bürger


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RE: Kommentar: Ihr kriegt die Autoindustrie schon noch klein
14.10.2018 22:31

Die Automobilindustrie baut die Fahrzeuge, die sie verkaufen können. Je mehr Wertschöpfung um so besser für die betriebswirtschaftlich handelnden Unternehmen. Die Wähler erhalten in einer demokratischen Wahl die Regierung die sie wollen. Leider reicht das Langzeitgedächtnis der Wähler weniger als 4 Jahre. Der Wähler lässt sich auch jeden Unsinn versprechen, der einfach nicht funktionieren kann. Norwegen ist dabei ein schönes Beispiel, sie haben keine Automobilindustrie auf die man Rücksicht nehmen müsste. Sie sind durch Erdöl (das wir kaufen) als Staat reich geworden. Im Augenblick ist man dort auch deutlich am Bremsen, weil man die Subventionen und Förderungen in den erreichten Fahrzeugquoten nicht mehr leisten kann.


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nicht registrierter User


RE: Kommentar: Ihr kriegt die Autoindustrie schon noch klein
15.10.2018 09:51

Es hat einen Konzern gegeben, welcher bei den Abgaswerten betrogen hat und dieser Konzern entzieht sich mit Beteiligung der Regierung aus der Verantwortung. Jetzt werden Konsumenten mit Fahrverboten bestraft, welche mit gutem Gewissen ein Auto gekauft haben, welches den Vorschriften entsprechen sollte.

Auf der anderen Seite gibt es unverantwortliche Autofahrer, welche ihre Fahrzeuge illegal tunen, um noch ein wenig mehr Leistung zu haben, die Grenzwerte für NOx aber teilweise bis zu einem Faktor 100 überschreiten. Diese Personen dürfen, wenn es ein Euro6 Fahrzeug ist, in die Städte fahren obwohl deren NOx Ausstoß wesentlich höher ist als von Euro4 und Euro5 Fahrzeugen.

Die vom PKW verursachten NOx Emissionen könnten nur durch in Verantwortung nehmen der oben genannten bereits wesentlich reduziert werden.


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nicht registrierter User


RE: Kommentar: Ihr kriegt die Autoindustrie schon noch klein
16.10.2018 13:29

Betr.: Lösungsansatz für den VDA, um ihn zu seinem Glück zu zwingen

Wieso eigentlich nur an VDA, Beamten und Politiker?
Ich möchte auch Deutschlands oberste Gerichte in die von Ihnen geforderten Fahrverbote und Abschaffung von Steuerprivilegien einbeziehen.
Schließlich waren es diverse Richter, die - entgegen der Ansicht der Politik - entschieden haben, dass die kalte Enteignung von 3 Jahre alten Dieselfahrzeugen verhältnismässig ist. Für Benutzer von geleasten Dienstwagen ist das wohl so.


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nicht registrierter User


RE: Kommentar: Ihr kriegt die Autoindustrie schon noch klein
17.10.2018 10:58

wie von Vorgänger kommentiert , ein Ende mit Schrecken , das sich der Kommentator allerdings nicht im Ansatz ausmalen kann und defacto völlig Sinnlos ist .
Das schöne daran ist , das Ende wir auch vollumfänglich Professoren in aller Härte treffen


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