Suchen

Flottenmanagement: Welche Technologien künftig in den Fuhrpark einziehen

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

Für Unternehmen mit eigenem Fuhrpark ist das Flottenmanagement ein sehr performance-orientierter Aspekt im Geschäftsablauf. Verizon Connect nennt vier Trends, die besonderes Potenzial haben, künftig die aktuelle Technologie in Telematiksystemen zu ergänzen.

Firmen zum Thema

Flottenmanager sammeln anhand der täglichen Flottenaktivitäten Unmengen an Daten.
Flottenmanager sammeln anhand der täglichen Flottenaktivitäten Unmengen an Daten.
(Bild: Clipdealer)

Hinter den Kulissen eines Fuhrparks steckt intensives Management, dessen primäre Aufgabe es ist, Kosten zu senken, Routen zu optimieren und Transportzeiten einzuhalten. Doch gibt es bei weitem weniger gut messbare Ziele, die Fuhrparkmanager erreichen müssen. Diese drehen sich um Kunden-, aber auch um Fahrerzufriedenheit. Denn für Unternehmen ist es essentiell, gute Fahrer zu halten, da der Bedarf an Fachkräften höher ist als das Angebot. Somit geht es auch darum, dank eines modernen Arbeitsplatzes, ein gutes Arbeitsklima zu kreieren, um Mitarbeiter zu binden. Und hier kommen neue Technologien ins Spiel.

5G – Daten generieren in Echtzeit

5G wird die Mobilitätsbranche und das Flottenmanagement stark beeinflussen. Der neue Übertragungsstandard wird die unverzögerte Kommunikation zwischen verschiedenen Fahrzeugen ermöglichen. Aber Fahrzeuge werden auch mit vernetzten Ampeln, Straßenschildern und anderen für den Straßenverkehr relevanten Dingen kommunizieren, die mit Sensoren ausgestattet sind. Diese Vernetzung und schnelle Kommunikation ebnet den Weg für autonomes Fahren, was potenziell die Unfallgefahr im Straßenverkehr deutlich senken soll. Dieser Zustand wird folglich die Sicherheit der Fahrer sehr positiv beeinflussen.

Aber auch der Kraftstoffverbrauch kann theoretisch gesenkt werden. Je autonomer und vernetzter Fahrzeuge unterwegs sind, desto verbrauchsoptimierter können sie gesteuert werden. Verbrauchsintensive Fahrweisen könnten in autonomen Fahrzeugen folglich vermieden werden. Die zunehmende Vernetzung erlaubt es Unternehmen noch mehr Daten zu sammeln als jetzt schon. Diese zu verarbeiten, ist manuell kaum möglich, doch dank künstlicher Intelligenz immer einfacher.

Künstliche Intelligenz – Optimierungspotenzial aufzeigen

Spricht man von künstlicher Intelligenz bezieht man sich in den allermeisten Fällen auf Algorithmen und maschinelles Lernen. Algorithmen gelingt es in erster Linie sehr große (durch Sensoren generierte) Datenmengen schnell zu bewältigen – das heißt zu strukturieren und zu analysieren. Aus den strukturierten Daten kann der Mensch wichtige Informationen und Schlüsse ableiten. Flottenmanager sammeln anhand der täglichen Flottenaktivitäten Unmengen an Daten über Fahrzeiten, Straßenbeschaffenheiten oder Hindernisse.

All diese können genutzt werden, um Routen zu optimieren und dadurch unter anderem die Effizienz zu steigern und den Transport von Waren flexibler zu gestalten. Durch Sensoren innerhalb des Fahrzeuges ermöglichen es Algorithmen basierend auf Erfahrungswerten außerdem, mögliche Reparaturen vorherzusagen und so den Wartungszyklus zu optimieren. So fallen Probleme auf, bevor sie zum Stillstand eines Fahrzeuges führen.

Elektromobilität

Elektrofahrzeuge bilden aktuell nur eine kleine Teilmenge der Fahrzeuge auf der Straße. In den kommenden Jahren wird deren Anzahl jedoch stark zunehmen. So ist die Anzahl der Elektrofahrzeuge in Deutschland allein von 2018 zu 2019 um etwa 65 Prozent auf 83.175 Exemplare gestiegen. Der Grund: Nachhaltigkeit gewinnt an immer größerer Bedeutung für öffentliche und private Organisationen. Flottenmanagementlösungen werden mit zunehmender Akzeptanz von Elektrofahrzeugen Datenpunkte beinhalten, die einzigartig für Elektrofahrzeuge sind, wie Ladezeit, durchschnittlicher Kilowattverbrauch pro Stunde und die nächstgelegene Ladestation.

Video als Datenformat

Die Verwendung von intelligenten Videodaten wird als nächste Entwicklung des Internet der Dinge (IoT) im Jahr 2020 weiter anwachsen. Video wird in der Transportbranche vielfältig eingesetzt, beispielsweise im Bereich Fahrsicherheit, Transporteffizienz und sogar beim autonomen Fahren. Kurzfristig bieten Videodaten eine weitere Erkenntnisebene, um die Sicherheit für Fahrer und Gemeinden zu verbessern und gleichzeitig die Flotte eines Unternehmens zu schützen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46320166)