Ein Angebot von /

Best of 2018

Elektro-Motorrad Ethec – 400 Kilometer Reichweite und Allradantrieb

| Autor / Redakteur: Mario Hommen / Benjamin Kirchbeck

Die Kapazität der aus 1.260 Zellen bestehenden Lithium-Ionen-Batterie geben die Verantwortlichen mit 15 kWh an. Doch nicht allein die schiere Größe der Batterie ist für die hohe Reichweite entscheidend: Ein Radnaben-Allradantrieb wurde ebenfalls integriert.
Die Kapazität der aus 1.260 Zellen bestehenden Lithium-Ionen-Batterie geben die Verantwortlichen mit 15 kWh an. Doch nicht allein die schiere Größe der Batterie ist für die hohe Reichweite entscheidend: Ein Radnaben-Allradantrieb wurde ebenfalls integriert. (Bild: Ethec)

Mit imposanten Eckdaten lässt das Elektromotorrad Ethec aufhorchen. Das mechanische Walross bietet aber noch weitere ungewöhnliche Technik- und Design-Höhepunkte.

Auch wenn elektrische Antriebe neue Freiheiten beim Design erlauben, ist das Elektromotorrad Ethec keine elegante Schönheit geworden. Doch immerhin wirkt das von Jungforschern der ETH Zürich entwickelte Einzelstück monumental – fast schon wie eine Münch Mammut der Neuzeit. Und es bietet einige bemerkenswerte Design- und Techniklösungen.

Kernelement im Zentrum der emissionsfreien Maschine ist ein mächtiger Batteriequader, der das Kernproblem der zweirädrigen E-Mobilität souverän überwindet: 400 Kilometer Reichweite soll der von einem thermoelektrischen Kühlsystem ummantelte Stromspeicher mit einer Ladung ermöglichen. Die Kapazität der aus 1.260 Zellen bestehenden Lithium-Ionen-Batterie geben die Verantwortlichen mit 15 kWh an.

Doch nicht allein die schiere Größe der Batterie ist für die hohe Reichweite entscheidend, zusätzlich haben sich die Entwickler für ein ungewöhnliches und möglicherweise zukunftsweisendes Motorenkonzept entscheiden: Ein Radnaben-Allradantrieb, der Energie zurückgewinnen kann. Vor allem das Aggregat im Vorderrad soll dank einer variabel verstellbaren Rekuperation einen überwiegenden Teil der Bremsenergie in elektrischen Strom umwandeln und so mehr Reichweite generieren. Das E-Bike ist außerdem langstreckenlauglich, da sich die Batterie in nur gut einer Stunde wieder aufladen lässt.

Ansonsten beeindruckt das Elektromotorrad mit einigen speziellen Detaillösungen. Dazu gehören die Trapezgabel vorn oder ein aus dem Cockpitbereich elegant herausragender Metallarm, der ein Siebenzoll-Touchscreen trägt. Ein Cockpit im klassischen Format gibt es nicht mehr, denn fahrrelevante Informationen werden über das Tablet angezeigt. Ebenfalls futuristischen Schick vermittelt der kunstvoll designte LED-Scheinwerfer. Auf ein Zündschloss wird verzichtet, denn der Fahrer trägt einen Signalgeber in der Tasche. Nähert er sich damit dem Bike, kann er das Fahrzeug über einen großen Design-Startknopf aktivieren.

Wer angesichts der bulligen Optik allerdings ein besonders stürmisches Zweirad erwartet, dürfte enttäuscht sein: Das Radnabenmotor-Duo mit 22 kW/30 PS Dauer- und 50 kW/68 PS Spitzenleistung darf die Ethec auf maximal 135 km/h beschleunigen. Für die Schweiz mit einem Tempolimit auf 120 km/h reicht das allemal. Eine Serienversion? Unwahrscheinlich. Zunächst einmal handelt es sich um ein Forschungsprojekt.

Elektromotorrad Zeus – Ein Bike für Götter

Elektromotorrad Zeus – Ein Bike für Götter

19.05.18 - In puncto Design eröffnen E-Antriebe für Motorräder völlig neue Möglichkeiten. Wie radikal anders E-Bikes in naher Zukunft aussehen können, zeigt ein Konzept-Bike aus den USA. lesen

Gebrauchte E-Autos – Eine preiswerte Alternative?

Gebrauchte E-Autos – Eine preiswerte Alternative?

21.06.18 - Immer mehr Autofahrer in Deutschland liebäugeln mit der E-Mobilität. Vielen sind die Autos trotz Umweltbonus allerdings noch zu teuer. Doch mittlerweile bietet der Gebrauchtwagenmarkt viele günstige und recht risikoarme Alternativen. lesen

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
Wieviel wiegt das Monster?  lesen
posted am 29.06.2018 um 12:23 von Unregistriert

Geniales Design, endlich mal ein Zweirad, das sich deutlich von der Masse abhebt. Allerdings...  lesen
posted am 27.06.2018 um 08:35 von Unregistriert

Man hätte vielleicht besser auch einen Designer ins Team geholt  lesen
posted am 25.06.2018 um 12:59 von Unregistriert


Mitdiskutieren
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45368510 / Fahrzeuge)